2G steht vor dem Aus, Ihr IoT auch?
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2G-Shutdown 2028
Anders als beim 3G-Aus gibt es beim 2G-Shutdown 2028 kein Auffangnetz: Betroffene IoT-Geräte verschwinden einfach aus dem Netz.
Kleine Datenmengen können enorm wichtig sein, etwa bei Füllstandsmessungen, Notrufsystemen oder Asset-Tracking. Für diese sporadischen Übertragungen reicht das 2G-Netz bis heute aus.
Doch mit der für 2028 geplanten Abschaltung droht der Verlust kritischer Informationen. Wer Hunderte Sensoren und Router im Feld betreibt, sollte seine IoT-Konnektivität jetzt auf zukunftssichere Technologien umstellen.
Warum der 2G-Aus kritischer als die 3G-Abschaltung ist
Allen Warnungen der Mobilfunkanbieter zum Trotz verlief die 3G-Abschaltung in den USA 2022 wie ein schleichender Blackout: Zehntausende IoT-Geräte verschwanden plötzlich aus den Netzwerken, denn 2G existierte dort schon längst nicht mehr. In Deutschland verlief das 3G-Aus glimpflicher, denn nach wie vor wird das 2G-Netz betrieben. Betroffene Geräte griffen damals auf 2G zurück und blieben im Netzwerk sichtbar. Mit der geplanten 2G-Abschaltung 2028 droht jedoch der Verlust wichtiger IoT-Verbindungen.
Warum jetzt Handlungsbedarf besteht
Mit der geplanten Abschaltung des 2G-Mobilfunknetzes im Jahr 2028 wächst der Handlungsdruck für IoT-Betreiber. In vielen Unternehmen sind noch Hunderte oder sogar Tausende Sensoren, Router und andere IoT-Geräte im Einsatz. Deren verwendete Mobilfunktechnologie ist zudem nicht immer vollständig dokumentiert. Eine zeitnah durchgeführte Bestandsaufnahme ist wegen des erheblichen personellen und zeitlichen Aufwandes für Planung, Austausch und Inbetriebnahme der Systeme unumgänglich.
Vorbereitung auf den Shutdown
Gerade bei großen Versorgungsnetzen müssen Unternehmen ihren Gerätebestand einer umfassenden Inventur unterziehen, inklusive der Identifikation der verwendeten Mobilfunktechnologien, der Dokumentation der Namen und Teilenummern des Mobilfunkmodul-Anbieters sowie der Erfassung der physischen Standorte der Geräte.
Anschließend erfolgt eine Priorisierung zur Planung der Migrationsreihenfolge. Anlagen mit direkter Relevanz für die Betriebssicherheit müssen dabei natürlich vorrangig aktualisiert werden.
Die Alternativen zu 2G
Unternehmen sollten jetzt ihren Konnektivitätsbedarf analysieren. Entscheidend sind Faktoren wie Datenvolumen, Energieversorgung, Einsatzort sowie die Frage, ob Geräte stationär oder mobil betrieben werden.
Für nahezu jede Anwendung stehen heute passende Mobilfunktechnologien zur Verfügung. Parksensoren, Rauchmelder oder Kühlkettensensoren sind häufig auf eine hohe Gebäudedurchdringung angewiesen. Für Anwendungen mit geringen Datenmengen, etwa die Zustandsüberwachung, eignet sich das besonders energieeffiziente NB-IoT. Da jedoch kein Zellwechsel möglich ist, ist es auf stationäre Geräte beschränkt. LTE-M unterstützt dagegen auch mobile Anwendungen und höhere Datenvolumen.

Die Hardware macht den Unterschied
Im Rahmen der Inventur sollte auch geprüft werden, ob Anlagen und Endgeräte aktuellen Sicherheitsanforderungen und Industriestandards entsprechen. Ein wesentlicher Vorteil sind Router, Gateways und Endgeräte mit integrierter eSIM. Über den Standard SGP.32 lassen sich Betreiber- und Tarifwechsel per Fernwartung durchführen. Der physische Austausch von SIM-Karten entfällt damit.
Wie Savecall Sie dabei unterstützt
Als carrier-neutraler Sourcing- und Beratungspartner hilft Savecall IoT-Betreibern, die 2G-Migration strukturiert anzugehen: von der Bestandsaufnahme über die Auswahl der passenden Technologie, ob NB-IoT, LTE-M oder klassisches 4G, bis zur anbieterunabhängigen Beschaffung von Mobilfunk- und IoT-Konnektivität.
Mit Zugang zu einem breiten Anbieter- und Carrier-Portfolio vergleichen wir Tarife, Netzabdeckung und Hardware, orchestrieren Management-Services und begleiten den laufenden Betrieb. Ein Ansprechpartner, eine Beschaffung, eine Rechnung.
Fazit
Auch wenn die Migration zunächst Zeit, Ressourcen und Investitionen erfordert, können Unternehmen jetzt veraltete Technologien durch zukunftssichere Lösungen ersetzen und einen langfristig effizienten und zuverlässigen Betrieb sicherstellen.
Da die Wahl der Konnektivität maßgeblich über Verfügbarkeit, Sicherheit und Skalierbarkeit vernetzter Anwendungen entscheidet, sollte sie als strategische Investition betrachtet werden. Empfehlenswert ist die Zusammenarbeit mit einem Partner, der neben resilienter, redundanter Konnektivität auch passende Hardware, Management-Services und langfristige Unterstützung aus einer Hand bereitstellen kann.

Verfasst von
Timo Ross
Chief Executive Officer, Wireless Logic mdex GmbH
Timo Ross verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Vernetzung von Maschinen, Anlagen und Endgeräten über Mobilfunk. Nach Stationen als Product, Project und Key Account Manager sowie als Chief Sales Officer ist er seit Juli 2025 Chief Executive Officer der Wireless Logic mdex GmbH.
Häufig gestellte Fragen zum 2G-Shutdown
Die Abschaltung des 2G-Netzes ist in Deutschland für 2028 geplant. Anders als bei der 3G-Abschaltung gibt es danach kein älteres Mobilfunknetz mehr als Rückfallebene. Geräte, die weiterhin auf 2G angewiesen sind, verlieren damit ihre Verbindung und verschwinden aus dem Netzwerk.
Weil beim 2G-Aus kein Auffangnetz mehr bereitsteht. Beim 3G-Aus in Deutschland konnten betroffene Geräte auf 2G zurückfallen und blieben sichtbar. Nach der 2G-Abschaltung 2028 fehlt diese Rückfallebene, sodass IoT-Geräte ohne passende Alternative schlagartig offline gehen.
Für die meisten IoT-Anwendungen stehen spezialisierte Technologien unter dem 4G-Dach bereit, vor allem NB-IoT und LTE-M. NB-IoT ist besonders energieeffizient und für stationäre Geräte mit geringen Datenmengen geeignet. LTE-M unterstützt zusätzlich mobile Anwendungen und höhere Datenvolumen.
NB-IoT ist auf stationäre Geräte mit kleinen, sporadischen Datenmengen ausgelegt und punktet mit hoher Gebäudedurchdringung und geringem Energieverbrauch, unterstützt aber keinen Zellwechsel. LTE-M erlaubt dagegen auch mobile Anwendungen und höhere Datenraten und eignet sich damit für bewegte oder datenintensivere Szenarien.
Beginnen Sie mit einer vollständigen Inventur aller vernetzten Geräte, inklusive der genutzten Mobilfunktechnologie, der Modul-Anbieter und der physischen Standorte. Danach folgt die Priorisierung der Migrationsreihenfolge. Anlagen mit direkter Relevanz für die Betriebssicherheit werden zuerst umgestellt.
Router, Gateways und Endgeräte mit integrierter eSIM erlauben über den Standard SGP.32 Betreiber- und Tarifwechsel per Fernwartung. Der physische Austausch von SIM-Karten im Feld entfällt. Das senkt Aufwand und Kosten bei der Migration und macht den künftigen Betrieb deutlich flexibler.
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