Co-managed SASE: Was ist das und für wen lohnt es sich?
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Warum viele IT-Teams SASE weder ganz selbst betreiben noch komplett auslagern
Interne Kontrolle behalten, den 24/7-Betrieb abgeben
Viele IT-Teams wollen ihre IT-Security nicht komplett aus der Hand geben, können einen SASE-Betrieb rund um die Uhr aber auch nicht allein stemmen. Co-managed SASE schließt genau diese Lücke: Das Unternehmen behält die Richtlinienhoheit, ein Dienstleister übernimmt den laufenden Betrieb.
Auf den Punkt gebracht:
- Co-managed SASE teilt den Betrieb zwischen internem Team und Dienstleister auf. Die Kontrolle über Richtlinien bleibt im Unternehmen.
- Es liegt zwischen komplettem Eigenbetrieb (DIY) und vollständig ausgelagertem Managed-Modell und verbindet interne Hoheit mit externer Expertise.
- In einer Open-Systems-Umfrage von Januar 2026 bevorzugten 58 Prozent der befragten DACH-Verantwortlichen genau dieses Modell.
- Am stärksten profitieren Unternehmen mit kleinem bis mittlerem Security-Team und eigenen Compliance-Anforderungen.
Die Lösung:
Das passende Betriebsmodell herstellerneutral auswählen und Rollen klar verteilen. So bleibt die Steuerung intern, während Betrieb und Verfügbarkeit extern abgesichert sind.
Worum es in diesem Beitrag geht:
Was co-managed SASE konkret bedeutet, wie es sich von DIY und Managed unterscheidet, welche vier Vorteile es bringt und für wen sich das Modell lohnt.
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Was ist co-managed SASE?
Co-managed SASE ist ein Betriebsmodell, bei dem das Unternehmen die Kontrolle über Richtlinien behält, den 24/7-Betrieb aber an einen Dienstleister auslagert. Es verbindet interne Hoheit mit externer Expertise und entlastet kleine IT-Teams. Das Modell liegt zwischen dem kompletten Eigenbetrieb und einem vollständig ausgelagerten Managed-Modell. Die strategische Steuerung bleibt intern, der laufende Betrieb wird geteilt.
Begeisterte Kunden
Warum SASE im Betrieb so anspruchsvoll ist
SASE führt Netzwerk und Sicherheit in einer cloud-basierten Plattform zusammen. Der Aufbau ist planbar, der Dauerbetrieb ist es oft nicht.
Richtlinien wachsen mit jedem Standort, jeder Anwendung und jedem neuen Nutzer. Genau hier entsteht Policy Sprawl: eine unübersichtliche Menge an Regeln, die niemand mehr sauber pflegt. In einer Open-Systems-Umfrage von Januar 2026 unter 206 IT- und Security-Verantwortlichen in der DACH-Region nannten 41 Prozent Policy Sprawl als größte operative Hürde.
Ein SASE-Betrieb rund um die Uhr bindet Personal, das kleine Teams selten dauerhaft freihalten können. Monitoring, Incident Response und Feinkonfiguration laufen auch nachts und am Wochenende. Dieselbe Umfrage zeigt: 58 Prozent der Befragten bevorzugen deshalb ein co-managed Modell, das interne Kontrolle mit 24/7-Expertenbetrieb kombiniert. Die Zahlen stammen vom SASE-Anbieter Open Systems und sind entsprechend einzuordnen.

DIY, managed oder co-managed: die drei Betriebsmodelle

Drei Wege, eine Frage der Kontrolle
Die drei Modelle unterscheiden sich vor allem darin, wer den Betrieb leistet und wer die Richtlinien steuert.
- DIY / Eigenbetrieb: volle Kontrolle, aber auch voller Betriebsaufwand und Bedarf an eigenem 24/7-Personal
- Managed: maximale Entlastung, der Dienstleister übernimmt Betrieb und weitgehend die Richtlinien
- Co-managed: geteilter Betrieb, die Richtlinienhoheit bleibt im Unternehmen
Kein Modell ist grundsätzlich besser. Entscheidend ist, wie viel Kontrolle Sie behalten wollen und wie viel Betrieb Sie selbst leisten können.
| Kriterium | DIY | Managed | Co-managed |
|---|---|---|---|
| Laufender Betrieb | intern | Dienstleister | geteilt |
| Richtlinienhoheit | intern | überwiegend Dienstleister | intern |
| Entlastung IT-Team | gering | hoch | mittel bis hoch |
| Passt für | große Teams mit 24/7-Kapazität | Teams ohne eigene Security-Kompetenz | Teams mit Steuerungswunsch, aber begrenzter Kapazität |
Die vier Vorteile von co-managed SASE

1
Kontrolle bleibt im Haus
Das interne Team definiert Zugriffsregeln, Zero-Trust-Vorgaben und Sicherheitsrichtlinien weiterhin selbst. Der Dienstleister setzt diese Vorgaben um, entscheidet aber nicht über sie.
So bleibt die sicherheitsrelevante Hoheit dort, wo Verantwortung und Compliance-Pflicht liegen: im Unternehmen.
2
24/7-Betrieb ohne eigenes Schichtteam
Monitoring, Incident Response und Feinkonfiguration laufen rund um die Uhr, auch nachts und am Wochenende. Der Dienstleister stellt die Kapazität, die kleine Teams intern selten dauerhaft freihalten können.
Das interne Team gewinnt Zeit für Architektur und Prioritäten statt für Dauerüberwachung.
3
Policy Sprawl unter Kontrolle
Ein erfahrener Betreiber pflegt Regelwerke kontinuierlich, konsolidiert Redundanzen und hält die Richtlinien konsistent. Genau der Punkt, den 41 Prozent der befragten DACH-Verantwortlichen als größte operative Hürde nennen, wird so aktiv bearbeitet statt nur verwaltet.
Weniger Wildwuchs bei Regeln bedeutet weniger Fehlkonfigurationen und ein geringeres Sicherheitsrisiko.
4
Herstellerneutrale, skalierbare Plattformwahl
Co-managed bindet Sie nicht automatisch an eine einzige SASE-Plattform. Anbieter wie Cato Networks, Zscaler, Fortinet oder Palo Alto lassen sich anhand von Anforderungen und Betriebsmodell sachlich vergleichen.
So wächst die Lösung mit den Anforderungen, statt sie früh auf einen Hersteller festzulegen.
Für wen es sich lohnt und wer welche Rolle trägt
Co-managed SASE lohnt sich vor allem für mittelständische und größere Unternehmen mit einem kleinen bis mittleren Security-Team und eigenen Compliance-Anforderungen. Wer steuern will, aber keinen Rund-um-die-Uhr-Betrieb selbst leisten kann, findet hier die passende Balance. Für sehr kleine Organisationen ohne eigene Security-Kompetenz ist oft ein vollständig managed Modell praktikabler, für große Teams mit voller 24/7-Kapazität auch der Eigenbetrieb.
Damit das Modell funktioniert, müssen die Rollen sauber verteilt sein. Das interne Team verantwortet Richtlinien, Freigaben und strategische Entscheidungen. Der Dienstleister verantwortet Betrieb, Monitoring und Umsetzung. Verschwimmen diese Zuständigkeiten, entsteht genau die Reibung, die co-managed eigentlich vermeiden soll.
Wie SAVECALL Sie bei der Modellwahl unterstützt
SAVECALL ist kein SASE-Hersteller, sondern Ihr herstellerneutraler Berater und Beschaffer. Wir wählen kein Produkt für Sie vor, sondern das Betriebsmodell und die Plattform, die zu Team, Compliance und Budget passen.
- Anforderungs- und Rollenanalyse vor der Auswahl Ihrer SASE-Lösung
- Herstellerneutraler Vergleich der Betriebsmodelle DIY, managed und co-managed
- Einordnung in Ihr IT-Sicherheits-Framework und Ihre Zero-Trust-Strategie
- Berücksichtigung von NIS2 und IT-Resilienz bei Betrieb und SLAs
- Verzahnung mit der übergeordneten IT- und TK-Beratung für eine tragfähige Gesamtarchitektur
Fazit: Kontrolle behalten, Betrieb abgeben
Co-managed SASE ist kein Kompromiss, sondern eine bewusste Aufteilung: interne Richtlinienhoheit plus externer Betrieb. Für Teams, die steuern wollen, ohne den Dauerbetrieb selbst zu tragen, ist das oft die tragfähigste Balance.
Entscheidend ist nicht, welches Modell am modernsten klingt, sondern welches zu Teamgröße, Kompetenz und Verfügbarkeitsanforderung passt. DIY, managed und co-managed sind drei gleichwertige Optionen mit unterschiedlichen Stärken.
Die richtige Frage lautet daher: Wie viel Kontrolle wollen Sie behalten und wie viel Betrieb können Sie realistisch selbst leisten?
Wie SAVECALL Sie dabei unterstützt
SAVECALL vergleicht Anbieter und Betriebsmodelle herstellerneutral und wählt gemeinsam mit Ihnen das SASE-Modell, das zu Team, Compliance und Budget passt, kostenoptimiert und mit klarer Verantwortung.

Verfasst von
Frank Frommknecht
Key Account Consultant, SAVECALL
Begleitet Unternehmen seit über 20 Jahren bei Auswahl und Optimierung ihrer Vernetzungslösungen. Sein Fokus: komplexe Telekommunikation aus Sicht des Kunden verständlich machen und strategisch die passende Lösung finden.
Fachlich geprüft von Frank Frommknecht.
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Häufige Fragen zu co-managed SASE
Co-managed SASE ist ein Betriebsmodell, bei dem sich ein Unternehmen und ein Dienstleister den Betrieb einer SASE-Plattform teilen. Das Unternehmen behält die Hoheit über Richtlinien und strategische Entscheidungen, der Dienstleister übernimmt den laufenden 24/7-Betrieb, das Monitoring und die Feinkonfiguration. So verbindet das Modell interne Kontrolle mit externer Expertise. Es liegt zwischen dem kompletten Eigenbetrieb (DIY) und dem vollständig ausgelagerten Managed-Modell und eignet sich vor allem für Teams, die Steuerung nicht abgeben, aber Kapazität gewinnen wollen.
Der Unterschied liegt in der Verteilung der Kontrolle. Bei Managed SASE übernimmt der Dienstleister sowohl Betrieb als auch Richtlinienhoheit weitgehend allein. Bei co-managed SASE bleibt die Richtlinien- und Entscheidungshoheit im Unternehmen, während der Betrieb geteilt oder ausgelagert wird. Managed entlastet maximal, gibt aber mehr Steuerung ab. Co-managed hält die interne Kontrolle hoch und ergänzt sie um externen Betrieb. Welches Modell passt, hängt von der Größe des IT-Teams, der Compliance-Lage und dem gewünschten Grad an Eigenkontrolle ab.
Ja, die Richtlinienhoheit ist das zentrale Merkmal von co-managed SASE. Das Unternehmen definiert Zugriffsregeln, Zero-Trust-Vorgaben und Sicherheitsrichtlinien selbst und gibt die strategische Richtung vor. Der Dienstleister setzt diese Vorgaben im laufenden Betrieb um, überwacht die Plattform und reagiert auf Vorfälle. Änderungen an kritischen Richtlinien bleiben freigabepflichtig durch das interne Team. Damit behält das Unternehmen die Kontrolle über sicherheitsrelevante Entscheidungen, ohne den 24/7-Betrieb komplett selbst stemmen zu müssen.
Co-managed SASE eignet sich besonders für mittelständische und größere Unternehmen mit einem kleinen bis mittleren IT-Security-Team. Wer eigene Sicherheitsanforderungen und Compliance-Vorgaben steuern will, aber keinen 24/7-Betrieb rund um die Uhr selbst leisten kann, profitiert am stärksten. Für sehr kleine Organisationen ohne eigene Security-Kompetenz ist oft ein vollständig managed Modell praktikabler. Für große Teams mit voller Rund-um-die-Uhr-Kapazität kann auch der Eigenbetrieb sinnvoll sein. Entscheidend sind Teamgröße, Kompetenz und Verfügbarkeitsanforderung, nicht allein der Umsatz.
Ja, co-managed SASE nimmt dem internen Team vor allem den Dauerbetrieb ab. Monitoring, Incident Response außerhalb der Geschäftszeiten, Updates und Feinkonfiguration übernimmt der Dienstleister. Das interne Team konzentriert sich auf Richtlinien, Architekturentscheidungen und geschäftskritische Prioritäten. Laut einer Open-Systems-Umfrage aus Januar 2026 nennen 41 Prozent der befragten DACH-Verantwortlichen Policy Sprawl als größte operative Hürde, genau hier entlastet ein geteilter Betrieb. Voraussetzung ist eine klare Rollenverteilung, damit Zuständigkeiten nicht verschwimmen.
Den richtigen Partner finden Sie über eine klare Anforderungs- und Rollenanalyse, nicht über den Produktnamen eines einzelnen Herstellers. Wichtig sind eine saubere Abgrenzung der Zuständigkeiten, transparente SLAs, nachweisbare Betriebserfahrung und Herstellerneutralität bei der Plattformwahl. SAVECALL unterstützt hier als unabhängiger Berater und Beschaffer: Wir vergleichen Anbieter und Betriebsmodelle herstellerneutral und wählen gemeinsam mit Ihnen das Modell, das zu Team, Compliance und Budget passt. Ziel ist eine Lösung, die einfach, belastbar und wirtschaftlich ist.











