Microsoft Teams: Calling Plan oder SIP-Trunk, was ist günstiger?
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Warum die Wahl zwischen Calling Plan und SIP-Trunk über Ihre Telefoniekosten entscheidet
Teams-Telefonie kostet nicht bei jedem Weg gleich viel
Ob Microsoft Teams zur vollwertigen Telefonanlage wird, hängt an einer Entscheidung: Voice über den Microsoft Calling Plan oder über einen SIP-Trunk via Direct Routing. Beide Wege führen zum Ziel, kosten aber unterschiedlich viel und verlangen unterschiedlich viel Technik.
Auf den Punkt gebracht:
- Für Telefonie in Microsoft Teams gibt es zwei Wege: den Microsoft Calling Plan oder einen SIP-Trunk via Direct Routing.
- Die Teams-Phone-Lizenz fällt bei beiden Wegen an. Verglichen werden also nur die Anbindung ans Telefonnetz und der Aufwand dahinter.
- Der Calling Plan ist schnell startklar, rechnet aber fest pro Nutzer ab. Ein SIP-Trunk braucht einen SBC, ist bei hohem Volumen aber oft günstiger.
- Welcher Weg günstiger ist, entscheidet sich an Nutzerzahl und Gesprächsvolumen, nicht an einer Grundsatzfrage.
Die Lösung:
Beide Wege sauber durchrechnen und herstellerneutral vergleichen, statt sich auf Pauschalpreise zu verlassen. So fällt die Wahl auf das Modell, das zu Nutzerzahl, Volumen und vorhandener Technik passt.
Worum es in diesem Beitrag geht:
Wie Calling Plan und Direct Routing funktionieren, was sie wirklich kosten und wie SAVECALL den günstigsten Weg zur Teams-Telefonie herstellerneutral ermittelt.
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Was ist Teams-Telefonie via Calling Plan und Direct Routing?
Teams-Telefonie bezeichnet das Telefonieren über Microsoft Teams mit Rufnummern aus dem öffentlichen Netz. Für die Anbindung ans Telefonnetz gibt es zwei gängige Wege: den Microsoft Calling Plan, den Microsoft selbst betreibt, und Direct Routing über einen SIP-Trunk eines externen Anbieters. Beide setzen eine Teams-Phone-Lizenz voraus und unterscheiden sich vor allem bei Kosten, Flexibilität und benötigter Technik.
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Microsoft Calling Plan: einfach, aber begrenzt
Der Microsoft Calling Plan ist die von Microsoft selbst betriebene Anbindung ans öffentliche Telefonnetz. Sie buchen ihn direkt als Add-on zur Teams-Phone-Lizenz und brauchen keine eigene Technik.
Microsoft stellt dabei Rufnummern und Gesprächsminuten bereit, alles läuft über die Microsoft-Cloud. Der Domestic Calling Plan für die EU kostet aktuell rund 4,69 Euro pro Nutzer und Monat, zusätzlich zur Teams-Phone-Standard-Lizenz von rund 7,84 Euro. Für einen telefonierenden Nutzer entstehen so etwa 12,50 Euro pro Monat, sofern er nicht ohnehin über Microsoft 365 E5 abgedeckt ist.
Der Calling Plan ist schnell aktiviert, aber wenig flexibel. Das Minutenkontingent ist an den einzelnen Nutzer gebunden und lässt sich nicht frei im Unternehmen verteilen. Wer viel telefoniert oder viele Nutzer hat, zahlt bei diesem Modell schnell mehr als nötig.

SIP-Trunk via Direct Routing: was Sie dafür brauchen

Drei Bausteine für Direct Routing
Direct Routing ist der Weg, Microsoft Teams über einen SIP-Trunk eines externen Anbieters ans öffentliche Netz anzubinden. Statt Microsoft liefert ein Carrier die Gesprächsminuten, Teams bleibt die Oberfläche.
Für diesen Weg brauchen Sie drei Bausteine:
- Eine Teams-Phone-Standard-Lizenz pro Nutzer, wie beim Calling Plan auch
- Einen von Microsoft zertifizierten Session Border Controller (SBC), als eigene Hardware, virtuell oder als SBC-as-a-Service
- Einen SIP-Trunk eines Anbieters, idealerweise mit Rechenzentrum in Deutschland
Der SBC ist der zentrale Unterschied zum Calling Plan. Er verbindet den SIP-Trunk sicher mit Teams und übernimmt Rufnummern und Signalisierung.
Kostenvergleich: Calling Plan oder SIP-Trunk?
Der faire Kostenvergleich betrachtet nur den Teil, der sich unterscheidet. Die Teams-Phone-Lizenz fällt bei beiden Wegen an und bleibt daher außen vor. Verglichen werden die Anbindung ans Telefonnetz und der technische Aufwand.
| Kostenfaktor | Microsoft Calling Plan | SIP-Trunk via Direct Routing |
|---|---|---|
| Teams-Phone-Lizenz | ca. 7,84 € pro Nutzer (in E5 enthalten) | ca. 7,84 € pro Nutzer (in E5 enthalten) |
| Anbindung ans Telefonnetz | Domestic Calling Plan EU, ca. 4,69 € pro Nutzer | SIP-Trunk-Minuten oder Kanäle des Anbieters |
| Session Border Controller | nicht nötig | zertifizierter SBC nötig, eigen oder gemietet |
| Abrechnung | fest pro Nutzer, gebundenes Kontingent | nach Kanälen oder Minuten, flexibel |
| Rufnummern | Portierung zu Microsoft | Verbleib beim Anbieter möglich |
| Stärke | schnell startklar, wenig Technik | günstiger bei hohem Volumen, flexibler |
1
Teams-Phone-Lizenz: gilt für beide Wege
Die Teams-Phone-Standard-Lizenz von rund 7,84 Euro pro Nutzer fällt unabhängig vom gewählten Weg an, in Microsoft 365 E5 ist sie enthalten. Sie ist daher kein Unterscheidungsmerkmal, sondern die gemeinsame Basis.
2
Gesprächsminuten: pro Nutzer oder flexibel
Der Calling Plan rechnet pro Nutzer und Monat ab, mit gebundenem Kontingent. Ein SIP-Trunk rechnet nach Kanälen oder Minuten und lässt sich flexibel auf den tatsächlichen Bedarf zuschneiden.
3
SBC-Kosten: nur bei Direct Routing
Der zertifizierte SBC entsteht nur beim SIP-Trunk-Weg. Als SBC-as-a-Service ist er planbar und ohne eigene Hardware nutzbar, was die Einstiegshürde für kleinere Umgebungen senkt.
4
Skaleneffekt: ab wann sich der SIP-Trunk rechnet
Je mehr Nutzer telefonieren und je höher das Gesprächsvolumen, desto stärker fällt der niedrigere Minutenpreis des SIP-Trunks ins Gewicht. Ab einer gewissen Größe gleicht dieser Vorteil die SBC-Kosten aus und der SIP-Trunk wird günstiger.
Wann lohnt sich welcher Weg?
Welcher Weg günstiger ist, entscheidet sich an Nutzerzahl, Gesprächsvolumen und vorhandener Technik. Es gibt keinen pauschalen Sieger, sondern nur die passende Lösung für Ihr Szenario.
Für kleine Teams mit wenigen Telefonierenden ist der Calling Plan oft die einfachste Wahl. Für größere Organisationen oder Unternehmen mit hohem Gesprächsaufkommen rechnet sich meist der SIP-Trunk, trotz SBC-Kosten. Auch bestehende Verträge, Rufnummern und Standorte spielen mit hinein.
Wie SAVECALL Teams-Telefonie herstellerneutral aufsetzt
SAVECALL ist kein Carrier und kein Softwarehersteller, sondern Ihr herstellerneutraler Auswähler und Beschaffer. Wir vergleichen Calling Plan, Direct Routing und Operator Connect faktenbasiert und rechnen beide Wege für Ihr Szenario durch.
- SIP-Trunk-Anbindung mit passendem Carrier auswählen und richtig dimensionieren
- Teams-Telefonie über Placetel und Microsoft sauber aufsetzen
- Teams-Telefonie gegen klassische VoIP-Telefonie sachlich abwägen
- SBC-Modell, Rufnummernportierung und Migration planen
Fazit: Die Lizenz bleibt, die Minuten entscheiden
Calling Plan oder SIP-Trunk, die Teams-Phone-Lizenz brauchen Sie in beiden Fällen. Den Unterschied machen die Gesprächsminuten und die Frage, ob sich ein eigener SBC lohnt.
Der Calling Plan punktet mit Einfachheit, der SIP-Trunk mit niedrigeren Minutenpreisen und Flexibilität ab einer gewissen Größe. Welcher Weg günstiger ist, zeigt erst die konkrete Rechnung für Ihr Unternehmen, nicht eine Pauschale aus einem Forenvergleich.
Wer vor der Entscheidung steht, sollte beide Modelle mit realen Nutzerzahlen und Volumen gegenrechnen und dabei die aktuellen Microsoft-Preise zugrunde legen.
Wie SAVECALL Sie dabei unterstützt
SAVECALL vergleicht die Wege herstellerneutral, kalkuliert Ihr Einsparpotenzial und begleitet Einrichtung und Migration, damit Teams-Telefonie günstig und stabil läuft.

Verfasst von
Frank Frommknecht
Key Account Consultant, SAVECALL
Begleitet Unternehmen seit über 20 Jahren bei Auswahl und Optimierung ihrer Vernetzungslösungen. Sein Fokus: komplexe Telekommunikation aus Sicht des Kunden verständlich machen und strategisch die passende Lösung finden.
Fachlich geprüft von Frank Frommknecht.
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Häufige Fragen zu Teams-Telefonie: Calling Plan und SIP-Trunk
Teams Phone Standard kostet als Add-on aktuell rund 7,84 Euro pro Nutzer und Monat, in Microsoft 365 E5 ist die Lizenz bereits enthalten. Diese Lizenz aktiviert nur die Telefoniefunktion in Teams, die eigentlichen Gesprächsminuten sind noch nicht dabei. Für Anrufe ins öffentliche Netz kommt entweder ein Microsoft Calling Plan oder ein SIP-Trunk über Direct Routing hinzu. Microsoft hat die Teams-Phone-Preise zuletzt im April 2025 angehoben, prüfen Sie die aktuellen Listenpreise daher vor jeder Kalkulation.
Ja, Direct Routing setzt einen von Microsoft zertifizierten Session Border Controller (SBC) voraus. Der SBC verbindet den SIP-Trunk des Anbieters mit Microsoft Teams und übernimmt Signalisierung, Sicherheit und Rufnummern-Handling. Sie können ihn als eigene Hardware betreiben, virtualisiert im Rechenzentrum oder als SBC-as-a-Service beim Provider mieten. Für kleinere Umgebungen ist die gemietete Variante meist günstiger und schneller startklar. Bei Operator Connect entfällt der eigene SBC, dafür ist die Anbieterauswahl enger.
Ob ein SIP-Trunk günstiger ist, hängt vom Gesprächsvolumen und der Nutzerzahl ab. Ein deutscher SIP-Trunk bietet oft niedrigere Minutenpreise und flexible Kanalmodelle, verursacht aber zusätzliche Kosten für den SBC. Der Microsoft Calling Plan ist einfacher, rechnet aber pro Nutzer ab und wird bei hohem Volumen teurer. Die Teams-Phone-Lizenz fällt bei beiden Wegen an. Ab einer gewissen Nutzerzahl oder bei vielen Gesprächsminuten kippt die Rechnung häufig zugunsten des SIP-Trunks, ein konkretes Rechenbeispiel schafft Klarheit.
Für Teams-Telefonie brauchen Sie eine Teams-Phone-Standard-Lizenz zusätzlich zu einer Microsoft-365- oder Office-365-Lizenz mit Teams. In Microsoft 365 E5 ist Teams Phone bereits enthalten, bei E3 und kleineren Plänen wird es als Add-on gebucht. Diese Lizenz gilt unabhängig davon, ob Sie den Calling Plan oder Direct Routing mit SIP-Trunk nutzen. Erst danach entscheiden Sie über den Weg der Anbindung ans öffentliche Netz. Für rein interne Anrufe ohne öffentliches Netz genügt die normale Teams-Lizenz.
Ja, bestehende Rufnummern lassen sich in Teams weiternutzen. Über eine Rufnummernportierung wechseln Ihre Nummern zu Microsoft oder bleiben beim SIP-Trunk-Anbieter, je nach gewähltem Weg. Beim Calling Plan portieren Sie zu Microsoft, bei Direct Routing behalten Sie die Nummern beim deutschen Anbieter, was den Wechsel oft vereinfacht. Die Portierung dauert je nach Anbieter einige Tage bis Wochen. Wichtig ist, den Rufnummernbestand vorab sauber zu erfassen, damit Durchwahlen und Sammelnummern korrekt übernommen werden.
Telefonie über Teams gilt als sicher, sofern die Anbindung korrekt aufgesetzt ist. Microsoft verschlüsselt Signalisierung und Sprachdaten, bei Direct Routing sichert der zertifizierte SBC zusätzlich die Netzgrenze ab. Entscheidend sind eine saubere Konfiguration, aktuelle Zertifikate und ein Anbieter mit Rechenzentren in Deutschland oder der EU für DSGVO-Konformität. Auch die korrekte Weiterleitung von Notrufen gehört dazu. Ein gehostetes Telefonsystem ist damit nicht per se unsicherer als eine klassische Anlage, die Umsetzung macht den Unterschied.











