IPSec Abschaltung in China: Alternativen
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Wie Unternehmen ihre Standorte weiter sicher verbinden
IPSEC Abschaltung in China
China blockiert grenzüberschreitende IPSec-VPNs. SAVECALL zeigt regelkonforme Alternativen mit MPLS und China Telecom SD-WAN.
Die chinesische Regierung schränkt IPSec-VPNs zunehmend ein. Unternehmen verlieren dadurch sichere Zugänge zu Servern und Diensten im Ausland. SAVECALL zeigt Alternativen für stabile und legale Standortverbindungen.
Auf den Punkt gebracht:
- Hintergrund: Die Great Firewall blockiert internationale IPSEC Ports
- Betroffen: VPN und Cross Border Tunnels zwischen China und Ausland
- Erlaubt: Nur regulierte Carrier Leitungen wie MPLS oder SD WAN
- Lösung: China Telecom SD WAN mit POPs in Peking, Shenzhen und Guangzhou
- Vorteil: Schnelle Bereitstellung ab 10 Mbit, geringe Latenz, günstiger als MPLS
Die Lösung: SAVECALL verbindet deutsche Unternehmen sicher mit China über regulierte SD WAN Lösungen in Kooperation mit China Telecom.
Worum es in diesem Beitrag geht: Dieser Beitrag erklärt, warum China IPSec-VPNs abschaltet, was die offizielle Regulierung dazu sagt und wie die China Telecom SD-WAN Plattform als Alternative funktioniert. Die zentrale Frage: Wie sicher ist Ihre Unternehmensverbindung nach China aktuell aufgestellt?
Warum China IPSec-VPNs abschaltet
Die IPSec-Abschaltung in China bezeichnet die schrittweise Blockade grenzüberschreitender IPSec-VPN-Tunnel durch die chinesischen Behörden, wodurch Unternehmen mit Standorten in China ihre gewohnte Standortverbindung ins Ausland verlieren.
Viele deutsche Unternehmen unterhalten VPNs nach China, um ihre dortigen Standorte an das Unternehmensnetz anzubinden. Die chinesische Cyber-Security-Behörde möchte die Internetnutzung in China kontrollieren und vor allem auch internationale Websites blocken. Dies erfolgt durch die „Great Firewall of China“. Durch diese muss jeder Internetverkehr hindurch und dort gezielt gefiltert werden. In der Vergangenheit konnten Internetnutzer in China jene Firewall mittels internationaler IPSec-VPN-Tunnel-Services umgehen. Für einen monatlichen Beitrag konnte man bei einem Online-Serviceprovider einen nicht regulierten, offenen Internetzugang nutzen, und ein riesiger Graumarkt bildete sich. Mit dem chinesischen Cybersecurity-Gesetz von 2017 wurde dieser Graumarkt konsequent eliminiert, Zuwiderhandlungen werden seither mit empfindlichen Freiheitsstrafen belegt. Auch deutsche Unternehmen sind hiervon betroffen, da sie ihren Mitarbeitern meist einen Zugang zum internationalen Internet und auch den eigenen Servern und Diensten im Ausland gewähren. Technisch wird dies mittels IPSec-Tunneln oder MPLS-VPN realisiert.
Die offizielle chinesische Regulierung
Die offizielle Chinese Government Policy hierzu lautet wie folgt:
- Any business entity and individual who setup or rent lines (including VPN services) for the purpose of cross-border transaction or activities, is strictly prohibited without authorization from the Chinese Telecom Management Authority.
- The Cloud Service Provider who owns service infrastructure in China and requires connection to foreign country networks shall establish the connection through authorized international internet access service providers approved by the Ministry of Industry and Information Technology (MIIT). Leased lines, VPNs and any unstated self-invented network communication channels are strictly prohibited.
- CDN and SD-WAN operation, including cross-border data transmission, shall comply with the above rules for future management.
In der Praxis bedeutet dies, dass seitens der chinesischen Behörden die Ports 80, 443, 8080 sowie IPSec/S2S-VPN geblockt werden. IPSec nutzt aus technischer Sicht die Ports 50, 51, 500, 4500 und so weiter, ohne dass es ein offizielles Dokument gibt, welches gezielt diese Ports anspricht. Dennoch werden nach und nach alle Cross-Country-IPSec-Ports geblockt. Nur reine China-domestic-IPSec-Connections sind nicht betroffen. Welche Alternativen haben Unternehmen dann, um ihre chinesischen Standorte an ihre internationalen Niederlassungen beziehungsweise ausländische Server anzubinden? Unbetroffen von den Abschaltungen sind Carrier-MPLS-Verbindungen, da sie einer anderen Regulierung unterliegen. Da sie so teuer sind, befürchten die chinesischen Behörden nicht, dass jene Leitungen massenhaft zum Surfen im unregulierten Internet eingesetzt würden. Vielen Unternehmen ist eine MPLS-Verbindung nach China jedoch zu teuer. Daher bietet China Telecom nun eine regulierte, verlässliche und günstigere Alternative zu MPLS.
Die China Telecom SD-WAN Plattform

Hier wird über eine bestehende Internetverbindung vor Ort mittels einer vorkonfigurierten China Telecom SD-WAN Box eine Verbindung über den Business-User-Backbone von China Telecom geschaltet, der sich außerhalb der Great Firewall of China befindet und auch weit performanter ist. Über SD-WAN-POPs in Peking, Shenzhen und Guangzhou wird der Verkehr in das latenzarme CTG-DCI-Netz weitergeführt, um dann über ein Gateway in Hongkong international weitergeleitet zu werden. Der Traffic kann dann zum Beispiel in Frankfurt per Internet übergeben werden. SAVECALL hat eine solche Lösung gemeinsam mit China Telecom realisiert und bereits für viele deutsche Unternehmen in Betrieb genommen. Ab 10 Mbit bieten wir Verbindungen an, die innerhalb von rund 14 Tagen betriebsbereit übergeben werden, eine verlässliche Lösung, die weit günstiger ist als ein MPLS-VPN.
Wie SAVECALL Standorte in China anbindet
SAVECALL verbindet deutsche Unternehmen sicher mit China über regulierte SD-WAN-Lösungen in Kooperation mit China Telecom. Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie kostenlos und unverbindlich zur passenden Alternative für Ihre Standortanbindung.
Fazit zur IPSec Abschaltung in China
Ob Carrier-MPLS oder China Telecom SD-WAN: beide Wege sind von der IPSec-Abschaltung nicht betroffen und bieten Unternehmen eine regelkonforme Standortanbindung nach China. MPLS bleibt die teurere, aber etablierte Option, SD-WAN die schneller bereitstellbare und günstigere Alternative. Wie sicher ist Ihre Unternehmensverbindung nach China aktuell aufgestellt?

Verfasst von
Frank Frommknecht
Key Account Consultant, SAVECALL
Begleitet Unternehmen seit über 20 Jahren bei Auswahl und Optimierung ihrer Vernetzungslösungen. Sein Fokus: komplexe Telekommunikation aus Sicht des Kunden verständlich machen und strategisch die passende Lösung finden.
Quellen
- SAVECALL, „MPLS und IPSec in China“, savecall.de/mpls-und-ipsec-in-china
- SAVECALL, „SD-WAN China“, savecall.de/sd-wan-china
- SAVECALL, „SAVECALL Dedicated China Connect“, savecall.de/savecall-dedicated-china-connect
Häufige Fragen zur IPSec Abschaltung in China
China reguliert grenzüberschreitenden Internetverkehr über die Great Firewall of China und verlangt, dass internationale Verbindungen über autorisierte Zugangsanbieter laufen. Das chinesische Cybersecurity-Gesetz von 2017 verbietet explizit selbst eingerichtete VPN-Leitungen und nicht autorisierte Cross-Border-Verbindungen für Unternehmen und Privatpersonen. Damit sollte der über Jahre gewachsene Graumarkt an inoffiziellen IPSec-Tunneln geschlossen werden, über den auch viele deutsche Unternehmen ihre China-Standorte anbanden. In der Praxis werden seither schrittweise alle grenzüberschreitenden IPSec-Ports blockiert.
Chinesische Behörden blockieren unter anderem die Ports 80, 443 und 8080 sowie IPSec-Verbindungen des Typs Site-to-Site VPN. IPSec nutzt technisch die Ports 50, 51, 500 und 4500, ohne dass es ein offizielles Dokument gibt, das genau diese Ports einzeln benennt. Betroffen sind ausschließlich grenzüberschreitende IPSec-Verbindungen, reine China-interne IPSec-Verbindungen bleiben unangetastet. Für Unternehmen mit Auslandsanbindung bedeutet das ein wachsendes Risiko plötzlicher Verbindungsabbrüche.
Nein, Carrier-MPLS-Verbindungen unterliegen einer anderen Regulierung und sind von den IPSec-Abschaltungen nicht betroffen. Da MPLS-Anbindungen vergleichsweise teuer sind, befürchten die chinesischen Behörden keine Nutzung als Massenzugang zum unregulierten Internet. MPLS bleibt damit eine zuverlässige, wenn auch kostenintensive Alternative. Für viele Unternehmen ist eine dedizierte MPLS-Leitung nach China jedoch zu teuer, weshalb China Telecom mit einer SD-WAN-Lösung eine günstigere, ebenfalls regulierte Alternative anbietet.
Die Lösung nutzt eine bestehende lokale Internetverbindung, an die eine vorkonfigurierte China Telecom SD-WAN Box angeschlossen wird. Der Verkehr läuft über den Business-User-Backbone von China Telecom, der außerhalb der Great Firewall liegt und deutlich performanter ist. Über SD-WAN-POPs in Peking, Shenzhen und Guangzhou wird der Verkehr in das China-Telecom-eigene DCI-Netz mit niedriger Latenz geleitet und über ein Gateway in Hongkong international weitergeleitet, etwa zur Übergabe in Frankfurt.
Verbindungen ab 10 Mbit lassen sich laut SAVECALL innerhalb von rund 14 Tagen betriebsbereit bereitstellen. Das ist deutlich schneller als eine klassische MPLS-Leitung nach China, die oft mehrere Monate Vorlaufzeit benötigt. Die kurze Bereitstellungszeit ergibt sich daraus, dass die Lösung auf einer bestehenden lokalen Internetleitung aufsetzt und keine neue physische Anbindung erfordert. SAVECALL koordiniert die Umsetzung gemeinsam mit China Telecom.
Eine China Telecom SD-WAN Anbindung ist nach SAVECALL-Erfahrung deutlich günstiger als eine dedizierte MPLS-Leitung nach China, die schnell einen fünfstelligen monatlichen Betrag erreichen kann. Da die SD-WAN-Lösung auf vorhandenen Internetleitungen aufbaut, entfallen die hohen Kosten einer dedizierten Standleitung. Der genaue Preis hängt von Bandbreite, Standort und Vertragslaufzeit ab. SAVECALL vergleicht beide Optionen neutral und kalkuliert, welche Lösung sich für Ihr Unternehmen rechnet.
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