Cisco vs Fortinet vs VeloCloud: Welche SD-WAN-Plattform passt?
Trusted Advisor für Sourcing von IT & Telekommunikation
Warum die Wahl der SD-WAN-Plattform über Jahre bindet
Architektur und Sicherheitsmodell entscheiden über die richtige Plattform
Cisco, Fortinet und VeloCloud führen den SD-WAN-Markt an, lösen aber sehr unterschiedliche Probleme. Wer die Plattform nur nach dem Datenblatt wählt, bindet sich oft an ein Sicherheits- und Betriebsmodell, das nicht zur eigenen WAN-Strategie passt.
Auf den Punkt gebracht:
- Fortinet Secure SD-WAN integriert NGFW und SD-WAN auf derselben Appliance und konsolidiert so Netzwerk und Sicherheit.
- VeloCloud heißt seit 2025 Arista VeloCloud, nachdem Broadcom die SD-WAN-Sparte aus dem VMware-Portfolio an Arista abgegeben hat.
- Cisco Catalyst SD-WAN spielt seine Stärke im breiten Enterprise-Ökosystem aus, von Campus über Branch bis Cloud.
- Die beste Plattform gibt es nicht. Entscheidend sind Sicherheitsmodell, Standortstruktur und Betriebsverantwortung.
Die Lösung:
Die Plattformauswahl an der eigenen Architektur ausrichten statt am Anbieter-Marketing. Herstellerneutral vergleichen, Sicherheits- und Lizenzmodell durchrechnen, dann entscheiden.
Worum es in diesem Beitrag geht:
Wie sich Cisco Catalyst SD-WAN, Fortinet Secure SD-WAN und Arista VeloCloud in Architektur, Sicherheit und Lizenzmodell unterscheiden, für welche Szenarien jede Plattform passt und wie SAVECALL die Auswahl herstellerneutral begleitet.
>20%
Ersparnis
99,99%
Verfügbarkeit
24/7
Support
Was ist SD-WAN?
SD-WAN (Software-Defined Wide Area Network) ist eine Netzwerktechnologie, die mehrere Verbindungsarten wie Glasfaser, Breitband und Mobilfunk zu einem zentral gesteuerten Overlay bündelt. Der Datenverkehr wird per Software anhand von Anwendung, Priorität und Leitungsqualität geroutet. Cisco Catalyst SD-WAN, Fortinet Secure SD-WAN und Arista VeloCloud zählen zu den meistgenutzten Plattformen. Sie unterscheiden sich vor allem im Sicherheitsmodell und in der Betriebsphilosophie.
Begeisterte Kunden
Die drei SD-WAN-Plattformen im Überblick
Alle drei Plattformen bündeln mehrere Leitungen zu einem softwaregesteuerten Overlay. Der wichtigste Unterschied liegt darin, wie eng Sicherheit in das SD-WAN eingebettet ist und wer den Betrieb verantwortet.
Fortinet Secure SD-WAN kombiniert SD-WAN und Next-Generation-Firewall (NGFW) auf derselben FortiGate-Hardware. Sicherheit und Routing teilen sich denselben Prozessor, gesteuert über ein einheitliches Betriebssystem.
Arista VeloCloud, bis 2025 unter VMware geführt, setzt auf ein cloud-natives Orchestrator-Modell. Die Steuerung läuft über einen zentralen Cloud-Orchestrator, der Tausende Standorte zentral ausrollt und überwacht.
Cisco Catalyst SD-WAN (vormals Viptela) ist Teil eines breiten Enterprise-Ökosystems aus Routing, Campus und Security. Das macht die Plattform mächtig, aber auch komplexer in Einführung und Betrieb.
Im Markt liegen die drei Anbieter eng beieinander. Aktuelle Mindshare-Werte von PeerSpot zeigen Fortinet bei rund 11 Prozent, Cisco bei etwa 10 Prozent und VeloCloud bei knapp 8 Prozent.

Architektur und Sicherheitsmodell im Vergleich
Das Sicherheitsmodell ist die wichtigste Trennlinie zwischen den drei Plattformen. Es entscheidet, ob Sicherheit integraler Teil der Appliance ist oder als separater Layer hinzukommt.
Die folgende Tabelle fasst die zentralen Unterschiede zusammen. Sie dient als schnelle Orientierung, ersetzt aber keine standortbezogene Bewertung.
| Kriterium | Fortinet Secure SD-WAN | Arista VeloCloud | Cisco Catalyst SD-WAN |
|---|---|---|---|
| Sicherheitsmodell | NGFW direkt auf der Appliance integriert | Cloud-Security über Partner und SASE-Integration | Security über das breite Cisco-Ökosystem |
| Steuerung | Einheitliches FortiOS, lokal und zentral | Cloud-nativer Orchestrator | vManage / Catalyst Manager |
| Stärke | Konsolidierung von Netzwerk und Sicherheit | Schneller, zentraler Rollout vieler Standorte | Tiefe Integration in Cisco-Landschaften |
| Eignung | Security-getriebene Unternehmen, Filialnetze | Große, verteilte Multi-Site-Umgebungen | Bestehende Cisco-Enterprise-Kunden |
Fortinet Secure SD-WAN: Konsolidierung auf einer Appliance

Eine Hardware für Routing und Sicherheit
Fortinet Secure SD-WAN führt SD-WAN-Routing und Next-Generation-Firewall auf derselben FortiGate-Appliance zusammen. Beide Funktionen laufen unter einem Betriebssystem, FortiOS.
Daraus ergeben sich konkrete Vorteile:
- Weniger Geräte pro Standort, dadurch geringerer Betriebsaufwand
- Einheitliche Sicherheits-Policy für Routing und Firewall
- Leistungsstarke NGFW-Modelle für hohe Durchsätze in größeren Netzen
- Ein Hersteller für Support und Lizenzierung
Für security-getriebene Unternehmen und Filialnetze ist diese Konsolidierung der größte Hebel. Wer Netzwerk und Sicherheit trennen will, sieht den engen Verbund dagegen als Einschränkung.
Arista VeloCloud: cloud-natives Management nach dem Broadcom-Divestment

Cloud-Orchestrierung für viele Standorte
Arista VeloCloud, einer der Pioniere im SD-WAN-Markt, setzt auf einen cloud-nativen Orchestrator. Über ihn werden Hunderte oder Tausende Standorte zentral konfiguriert, ausgerollt und überwacht.
Wichtig für die Bewertung: VeloCloud gehörte über VMware zu Broadcom und wurde Mitte 2025 an Arista verkauft. Seitdem firmiert die Plattform als Arista VeloCloud. Für Bestandskunden bedeutet der neue Eigentümer mehr Stabilität, gleichzeitig ist die Roadmap unter Arista neu zu bewerten.
Die Plattform punktet vor allem dort:
- Schneller, standardisierter Rollout über viele verteilte Standorte
- Zentrale Sichtbarkeit und Steuerung über einen Cloud-Orchestrator
- Anwendungsbasiertes Routing über mehrere Leitungen hinweg
- Etablierte Integration mit gängigen Cloud- und SASE-Diensten
Für große, verteilte Multi-Site-Umgebungen ist das cloud-native Modell die größte Stärke. Sicherheit kommt hier eher als Layer hinzu als auf der Box selbst.
Cisco Catalyst SD-WAN: das Enterprise-Ökosystem

Tiefe Integration in bestehende Cisco-Landschaften
Cisco Catalyst SD-WAN, hervorgegangen aus der Viptela-Übernahme, ist Teil eines breiten Enterprise-Ökosystems. Es verbindet WAN, Campus, Routing und Security in einer durchgängigen Architektur.
Die Plattform spielt ihre Stärken vor allem hier aus:
- Nahtlose Integration in vorhandene Cisco-Routing- und Campus-Umgebungen
- Großer Funktionsumfang für komplexe Enterprise-Anforderungen
- Breites Partner-, Support- und Schulungs-Ökosystem
- Durchgängige Security-Optionen über die Cisco-Produktfamilie
Für bestehende Cisco-Enterprise-Kunden ist die Plattform oft die naheliegende Wahl. Der Preis dafür ist eine höhere Komplexität in Einführung und Betrieb.
Lizenz, TCO und Eignung nach Szenario
1
Lizenzmodelle unterscheiden sich grundlegend
Fortinet lizenziert meist pro Appliance plus Security-Subscription, mit der NGFW als Teil des Pakets. Das macht die Kosten je Standort gut planbar.
VeloCloud und Cisco arbeiten stärker mit Edge- und abonnementbasierten Modellen, oft gestaffelt nach Bandbreite und Funktionsstufe. Sicherheit wird hier häufig separat lizenziert. Ein direkter Preisvergleich gelingt nur über die Total Cost of Ownership, nicht über Listenpreise.
2
TCO entsteht im Betrieb, nicht beim Einkauf
Der größte Kostenblock liegt selten in der Hardware. Entscheidend sind Betrieb, Schulung, Support und der Aufwand pro Standortänderung.
Eine konsolidierte Fortinet-Appliance senkt oft den Betriebsaufwand pro Filiale. Ciscos Funktionsbreite kann dagegen mehr Spezial-Know-how erfordern. VeloCloud spielt seine Stärke beim massenhaften, standardisierten Rollout aus. Welcher Effekt überwiegt, hängt von der Standortzahl und der internen IT-Kompetenz ab.
3
Eignung nach Szenario
Fortinet passt zu security-getriebenen Unternehmen und filialstarken Netzen, die Netzwerk und Sicherheit konsolidieren wollen.
VeloCloud eignet sich für große, verteilte Multi-Site-Umgebungen mit Fokus auf zentralen Rollout. Cisco ist die naheliegende Wahl in bestehenden Cisco-Landschaften mit hohem Integrationsbedarf. Die Migration von MPLS auf SD-WAN ist in allen drei Fällen ein eigenes Projekt, das früh mitgeplant gehört.
Wie SAVECALL die Plattformauswahl herstellerneutral begleitet
Die richtige SD-WAN-Plattform ergibt sich aus der eigenen Architektur, nicht aus einem Ranking. Genau hier setzt SAVECALL an: als unabhängiger Sourcing- und Beratungspartner ohne Bindung an einen Hersteller.
Wie SAVECALL SD-WAN-Projekte orchestriert
SAVECALL ist kein Hersteller, sondern Ihr unabhängiger Partner für Auswahl, Vergleich und Beschaffung der passenden SD-WAN-Lösung.
Mit über 80 Carrier-Partnern und herstellerübergreifender Erfahrung begleitet SAVECALL den gesamten Weg, von der Anforderungsanalyse bis zum Betrieb:
- SD-WAN-Beratung & Plattformauswahl herstellerneutraler Vergleich von Cisco, Fortinet und Arista VeloCloud
- SD-WAN einfach erklärt Grundlagen und Architektur verständlich aufbereitet
- MPLS vs SD-WAN fundierte Entscheidungshilfe für die Migration
- Security & SASE Bewertung des Sicherheitsmodells je Plattform
- Carrier-Sourcing und Underlay-Beschaffung für die gewählte Plattform
Fazit: Die Plattform folgt der Architektur, nicht umgekehrt
Cisco, Fortinet und Arista VeloCloud sind alle starke SD-WAN-Plattformen. Eine pauschal beste gibt es nicht, weil sie unterschiedliche Probleme lösen.
Fortinet konsolidiert Netzwerk und Sicherheit auf einer Appliance. VeloCloud orchestriert viele Standorte cloud-nativ. Cisco integriert SD-WAN tief in das eigene Enterprise-Ökosystem. Die Wahl folgt der eigenen Architektur, dem Sicherheitsmodell und der Betriebsverantwortung.
Wer vor der Entscheidung steht, sollte zuerst die eigene Standortstruktur und Sicherheitsstrategie klären, dann die Plattform. Genau in dieser Reihenfolge.
Wie SAVECALL Sie dabei unterstützt
SAVECALL vergleicht die Plattformen herstellerneutral, bewertet sie an Ihrer Architektur und begleitet Auswahl, Beschaffung und Betrieb. Unabhängig, kostenoptimiert und mit klarer Verantwortung.

Verfasst von
Frank Frommknecht
Key Account Consultant, SAVECALL
Begleitet Unternehmen seit über 20 Jahren bei Auswahl und Optimierung ihrer Vernetzungslösungen. Sein Fokus: komplexe Telekommunikation aus Sicht des Kunden verständlich machen und strategisch die passende Lösung finden.
Artikel, die Sie ebenfalls interessieren
Why
Telekom & IT-Sourcing.
Weltweit. Carrier-Unabhängig.
Auswahl & Betrieb weltweiter Connectivity- & Cloud-Infrastruktur. Ohne Vendor-Risiko & unnötige Kosten.
- 80+ Carrier weltweit
- EIN Dashboard
- EIN Ansprechpartner
- EIN SLA
- Min. 20% Einsparung
25+
Jahre Erfahrung
40+
Mitarbeiter
80+
Partner
1400+ Kunden
Was Sie weiterbringt – &
bewegt
Kostenlose Expertenberatung buchen
Häufige Fragen zu SD-WAN Plattformen
Es gibt keine pauschal beste SD-WAN-Plattform, weil Cisco, Fortinet und Arista VeloCloud unterschiedliche Probleme lösen. Die beste Wahl hängt von Sicherheitsmodell, Standortstruktur und Betriebsverantwortung ab. Fortinet konsolidiert Netzwerk und Sicherheit auf einer Appliance und passt zu security-getriebenen Filialnetzen. VeloCloud orchestriert viele Standorte cloud-nativ und eignet sich für große, verteilte Umgebungen. Cisco integriert SD-WAN tief in das eigene Enterprise-Ökosystem und ist in bestehenden Cisco-Landschaften oft die naheliegende Wahl. Entscheidend ist, zuerst die eigene Architektur zu klären, dann die Plattform.
VMware VeloCloud heißt seit 2025 Arista VeloCloud. Broadcom hatte VeloCloud über die Übernahme von VMware erhalten, betrachtete die SD-WAN-Sparte aber als außerhalb des Kerngeschäfts. Mitte 2025 verkaufte Broadcom das VeloCloud-Geschäft an Arista Networks, das die Technologie in sein Enterprise-Networking-Portfolio integriert. Für Bestandskunden bedeutet der neue Eigentümer mehr Stabilität nach Jahren wechselnder Zugehörigkeit. Gleichzeitig ist die Produkt-Roadmap unter Arista neu zu bewerten. Wer VeloCloud einsetzt oder plant, sollte die strategische Ausrichtung von Arista in die Entscheidung einbeziehen.
Fortinet Secure SD-WAN integriert Sicherheit am engsten, weil NGFW und SD-WAN auf derselben FortiGate-Appliance unter einem Betriebssystem laufen. Routing und Firewall teilen sich dieselbe Hardware und eine einheitliche Policy. Das senkt die Zahl der Geräte je Standort und vereinfacht den Betrieb in Filialnetzen. Cisco bietet Sicherheit über sein breites Produkt-Ökosystem, oft mit mehreren Komponenten. VeloCloud setzt eher auf Cloud-Security und SASE-Integration über Partner, also Sicherheit als Layer statt auf der Box. Wer maximale Konsolidierung von Netzwerk und Sicherheit sucht, ist bei Fortinet meist am besten aufgehoben.
Die Lizenzmodelle unterscheiden sich vor allem darin, ob Sicherheit im Paket enthalten ist oder separat lizenziert wird. Fortinet lizenziert meist pro Appliance plus Security-Subscription, mit der NGFW als Teil des Pakets, was die Kosten je Standort gut planbar macht. VeloCloud und Cisco arbeiten stärker mit edge- und abonnementbasierten Modellen, häufig gestaffelt nach Bandbreite und Funktionsstufe. Sicherheit kommt dort oft als eigene Lizenz hinzu. Ein belastbarer Preisvergleich gelingt nur über die Total Cost of Ownership über mehrere Jahre, nicht über Listenpreise einzelner Geräte. Betrieb und Support gehören in jede Kalkulation.
Die passende Plattform hängt weniger an der reinen Unternehmensgröße als an Standortstruktur und Sicherheitsbedarf. Fortinet passt gut zu filialstarken Unternehmen, die Netzwerk und Sicherheit je Standort konsolidieren wollen, vom Mittelstand bis zum Konzern. Arista VeloCloud spielt seine Stärke bei großen, verteilten Multi-Site-Umgebungen aus, in denen viele Standorte zentral und schnell ausgerollt werden. Cisco Catalyst SD-WAN ist häufig die naheliegende Wahl für große Enterprises mit bestehender Cisco-Landschaft und hohem Integrationsbedarf. Entscheidend sind Standortzahl, vorhandene Infrastruktur und die interne IT-Kompetenz.
Alle drei Plattformen lassen sich grundsätzlich selbst betreiben, in der Praxis lohnt sich aber meist ein erfahrener Partner. Auswahl, Migration von MPLS und der laufende Betrieb über viele Standorte binden Know-how und Ressourcen, die interne Teams oft nicht dauerhaft vorhalten. Ein herstellerneutraler Partner wie SAVECALL vergleicht die Plattformen unabhängig, bewertet sie an Ihrer Architektur und übernimmt Sourcing und Beschaffung des passenden Underlays. So bleibt die Entscheidung frei von Herstellerinteressen. Ob Eigenbetrieb oder Managed Service sinnvoller ist, hängt von Standortzahl, Sicherheitsanforderungen und interner IT-Kapazität ab.











