Vorteile einer direkten Verbindung in die Cloud

Cloud-Direktverbindungen: Die sichere Brücke zur digitalen Zukunft

Warum öffentliche Internetverbindungen nicht mehr ausreichen

Hybrides Arbeiten und Cloud-basierte Anwendungen verlangen stabile und sichere Verbindungen. Das öffentliche Internet stößt hier schnell an Grenzen, Latenz, Schwankungen und Sicherheitsrisiken gefährden Performance und Compliance. Dedizierte Cloud-Verbindungen schaffen Abhilfe: schnell, privat und zuverlässig.

Vorteile direkter Cloud-Verbindungen für Unternehmen:

  • Verbesserte Sicherheit durch private Datenübertragung
  • Höhere Leistung dank niedriger Latenz und garantierter Bandbreite
  • Reduzierte Kosten durch geringere IP-Transit- und Ausstiegsgebühren
  • Einfachere Verwaltung über zentrale Schnittstellen
  • Stabile Grundlage für Hybrid- und Multi-Cloud-Szenarien

Die Frage: Wie sicher und stabil ist Ihre aktuelle Verbindung zu den Cloud-Diensten, auf die Ihr Geschäft täglich angewiesen ist?

Seit der Etablierung hybrider Arbeitsmodelle greifen immer mehr Unternehmen auf cloudbasierte IT- und Kommunikationsplattformen zurück, um ihre Mitarbeiter überall zu unterstützen, sei es im Büro, zu Hause oder unterwegs.

Nachdem der Ausnahmezustand vorbei und die anfängliche Begeisterung abgeklungen ist, hat sich das hybride Arbeiten zur neuen Normalität entwickelt. Viele Unternehmen streben nun danach, dies für ihre mit der Cloud verbundenen Mitarbeiter „auf einem Desktop“ nachzubilden. Dies bedeutet, die Latenz zu minimieren und die Sicherheit für cloudbasierte Infrastrukturen und Anwendungen zu maximieren. Anders ausgedrückt: Es wird eine verbesserte Anbindung an die Cloud benötigt.

Unternehmen greifen in der Regel über das öffentliche Internet auf die Cloud zu, aber aufgrund der latenten Unsicherheit sowie der unzuverlässigen Geschwindigkeit und Leistung des Internets suchen viele Unternehmen heute nach Alternativen.

Direktverbindungen sind keine Neuigkeit. Sie wurden bereits in den 2010er Jahren eingeführt, als Unternehmen begannen, vermehrt in die Cloud zu migrieren und eine zuverlässigere, sicherere und schnellere Konnektivität benötigten, als das öffentliche Internet damals bieten konnte. Heutzutage sind sie jedoch zu einem wesentlichen Bestandteil nahezu aller Gespräche geworden, die wir mit Cloud-abhängigen Unternehmen führen.

Was sind direkte Verbindungen zur Cloud?

Cloud-Direktverbindungen sind dedizierte private Netzwerkverbindungen von einem Unternehmensrechenzentrum, einer Büro- oder Colocation-Umgebung zu öffentlichen Cloud-Anbietern.

Unternehmen nutzen häufig Direktverbindungen, um eine Verbindung zu Folgendem herzustellen:

  • Hyperscale-Public-Cloud-Service-Provider, wie Microsoft Azure, Amazon Web Services, Google Cloud, Oracle Cloud, IBM Cloud und andere
  • Anwendungsdienstleister, wie Salesforce, SAP, Oracle, Adobe oder andere Software-as-a-Service-Anbieter (SaaS).

Welche Vorteile bieten Direktverbindungen?

Verbesserte Sicherheit: Direktverbindungen sind privat, sodass Daten nicht über das öffentliche Internet übertragen werden, wodurch Unternehmen weniger potenziellen Bedrohungen ausgesetzt sind. Eine verbesserte Sicherheit kann die Einhaltung branchenspezifischer Datensicherheitsstandards unterstützen.

Verbesserte Leistung: Direktverbindungen bieten dedizierte Bandbreite mit geringerer Latenz, höherem Durchsatz und größerer Zuverlässigkeit. Sie ermöglichen außerdem die Priorisierung des Datenverkehrs, um die Servicequalität (QoS) für kritische Anwendungen sicherzustellen.

Vereinfachte Vernetzung: Direktverbindungen können die Komplexität der Weiterleitung von Daten in die und aus der Cloud verringern. Darüber hinaus verwalten viele Anbieter die physische Netzwerkverbindung im Auftrag des Unternehmens.

Reduzierte Kosten: Direktverbindungen ersetzen hohe IP-Transitkosten durch bescheidene Port- oder Cross-Connect-Gebühren. Darüber hinaus reduzieren oder eliminieren Direktverbindungen die Gebühren für den Datenausgang für die Übertragung von Daten über das Internet von einer Umgebung an einen anderen Standort, beispielsweise ein lokales Rechenzentrum.

Warum sollten Unternehmen Direktverbindungen in Betracht ziehen?

Für manche Unternehmen sind direkte Cloud-Verbindungen vorteilhafter als für andere. Firmen mit wenig Datenverkehr zu CSPs/ASPs oder die in entlegenen Gegenden ansässig sind, könnten kaum Kostenvorteile bemerken.

Dennoch sollten Organisationen generell direkte Verbindungen erwägen, um bestimmte Szenarien zu unterstützen:

Hybrid Cloud: Direkte Verbindungen sichern eine schnelle und sichere Kommunikation für Anwendungen, die sowohl lokale als auch Cloud-Umgebungen integrieren müssen, wie beispielsweise eine lokale Datenbank und einen Webserver in der Cloud.

Multi-Cloud: Für Unternehmen, die mehrere Cloud-Anbieter nutzen, können Colocation-Anbieter direkte Verbindungen zu mehreren Cloud-Plattformen über eine einzige Schnittstelle anbieten und so die Netzwerkarchitektur und -verwaltung vereinfachen.

Hoher Datenverkehr: Unternehmen mit erheblichem Datenverkehr zu CSPs können aus Gründen der Sicherheit und Kostensenkung von Direktverbindungen profitieren.

Cloud-Abhängigkeit: Alle Unternehmen, unabhängig von ihrer Größe, die auf Cloud-basierte Anwendungen angewiesen sind, um ihren Umsatz zu steigern, sollten direkte Verbindungen in Betracht ziehen, um Zuverlässigkeit und Zugänglichkeit zu gewährleisten.

Geschäftskontinuität: Für Geschäftskontinuität und Notfallwiederherstellung bieten Direktverbindungen weniger Fehlerquellen für mehr Zuverlässigkeit und weniger Unterbrechungen. Darüber hinaus können sie eine schnelle Datenübertragung zu einem Cloud-Disaster-Recovery-Standort und zurück ermöglichen. Und es können Direktverbindungen zur Georedundanz mit mehreren Rechenzentren in mehreren Regionen verbunden werden.

Frank Frommknecht, Key Account Consultant bei SAVECALL

Verfasst von

Frank Frommknecht

Key Account Consultant, SAVECALL

Begleitet Unternehmen seit über 20 Jahren bei Auswahl und Optimierung ihrer Vernetzungslösungen. Sein Fokus: komplexe Telekommunikation aus Sicht des Kunden verständlich machen und strategisch die passende Lösung finden.

Quellen

Häufige Fragen zu direkten Cloud-Verbindungen

Was kostet eine direkte Cloud-Verbindung?

Statt hoher IP-Transitkosten fallen Port- oder Cross-Connect-Gebühren an, dazu die Leitungskosten je Standort. Die Ersparnis entsteht vor allem bei den Ausgangsgebühren der Cloud-Anbieter. Ob sich das rechnet, hängt vom Datenvolumen ab, ein Vergleich der aktuellen Transit- und Egress-Kosten ist deshalb der erste Schritt.

Wie lange dauert die Bereitstellung?

Die Bereitstellung hängt vom Anbieter, vom Leitungstyp und vom Standort ab. Der Engpass ist selten die Cloud-Seite, sondern die physische Anbindung bis zum Übergabepunkt. Eine frühzeitige Verfügbarkeitsprüfung je Standort verhindert Verzögerungen im Projekt.

Zu welchen Anbietern lassen sich Direktverbindungen aufbauen?

Zu den Hyperscalern wie Microsoft Azure, Amazon Web Services, Google Cloud, Oracle Cloud und IBM Cloud sowie zu Anwendungsdienstleistern wie Salesforce, SAP, Oracle und Adobe. Über Colocation-Anbieter lassen sich mehrere Ziele über eine einzige Schnittstelle erreichen.

Braucht jedes Unternehmen eine Direktverbindung?

Nein. Bei geringem Datenverkehr zu Cloud- oder Anwendungsanbietern oder an abgelegenen Standorten fallen die Kostenvorteile kaum ins Gewicht. Sinnvoll wird die Direktverbindung bei hohem Datenvolumen, Hybrid- und Multi-Cloud-Szenarien sowie bei geschäftskritischer Cloud-Abhängigkeit.

Lässt sich eine Direktverbindung redundant auslegen?

Ja, und bei geschäftskritischen Workloads ist das der Regelfall. Möglich sind redundante Anbindungen über verschiedene Carrier oder physisch getrennte Wege sowie die Anbindung mehrerer Rechenzentren in mehreren Regionen zur Georedundanz.

Wie unterstützt SAVECALL bei der Auswahl?

SAVECALL vergleicht Carrier und Anbindungsvarianten herstellerneutral und prüft die Verfügbarkeit je Standort. So entsteht ein Anbindungskonzept, das zu den tatsächlichen Cloud-Zielen und Datenvolumen passt, statt einer pauschalen Lösung für alle Standorte.

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