SASE-Anbieter im Vergleich: Zscaler, Palo Alto, Netskope und Cato
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Warum die Wahl der SASE-Plattform über Ihre Sicherheits- und Netzwerkstrategie entscheidet
Vier Plattformen dominieren den Markt, die richtige Wahl hängt von Ihrer Architektur ab
SASE entscheidet, wie Ihre Standorte, Nutzer und Cloud-Dienste sicher verbunden werden. Wer die Plattform ohne neutralen Blick auf die eigene IT-Sicherheit wählt, bindet sich für Jahre an ein Architektur-Modell. Die vier Marktführer verfolgen sehr unterschiedliche Ansätze.
Auf den Punkt gebracht:
- Im Gartner Magic Quadrant for SASE Platforms 2025 gelten Palo Alto Networks, Netskope, Cato Networks und Fortinet als Leader, Zscaler und Cloudflare als Visionaries.
- Die zentrale Weiche heißt Single-Vendor-SASE versus SSE plus separater SD-WAN-Lösung. Beide Wege haben klare Stärken und Grenzen.
- Zscaler und Netskope kommen vom Security- und Proxy-Ansatz, Palo Alto und Cato vom Networking-Ansatz mit nativem SD-WAN.
- Den einen besten Anbieter gibt es nicht. Es gibt nur den besten für Ihren Footprint, Ihre Bestandssysteme und Ihr Sicherheitsmodell.
Die Lösung:
Die SASE-Auswahl an der eigenen Architektur ausrichten statt am lautesten Marketing. Herstellerneutral vergleichen, Anforderungen priorisieren, dann entscheiden.
Worum es in diesem Beitrag geht:
Was SASE von SSE unterscheidet, wie sich Zscaler, Palo Alto, Netskope und Cato positionieren, welche Architektur zu welcher Organisation passt und wie SAVECALL die Auswahl herstellerneutral begleitet.
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Was ist SASE und worin unterscheidet es sich von SSE?
SASE (Secure Access Service Edge) bündelt Netzwerk- und Sicherheitsfunktionen wie SD-WAN, ZTNA, SWG, CASB und FWaaS in einer cloud-basierten Plattform. Single-Vendor-SASE liefert alle Komponenten aus einer Hand. SSE-Anbieter (Security Service Edge) decken nur den Sicherheitsteil ab und werden mit einer separaten SD-WAN-Lösung kombiniert. Der Unterschied liegt also nicht in der Sicherheit, sondern darin, ob das Netzwerk Teil derselben Plattform ist.
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Die führenden SASE-Anbieter im Überblick
Gartner hat den Markt 2025 neu sortiert und die früher getrennten Quadranten für Single-Vendor-SASE und SSE zu einem Magic Quadrant for SASE Platforms zusammengeführt. Vier Anbieter prägen die Spitze.
Palo Alto Networks (Prisma SASE) ist der einzige Anbieter, der in allen drei relevanten Gartner-Quadranten als Leader geführt wurde. Prisma Access kombiniert SSE und SD-WAN auf einer Plattform und gilt als technisch sehr breit, aber auch als eines der teureren Angebote.
Netskope ist seit Jahren Leader und kommt aus dem Data-Security- und CASB-Umfeld. Die Plattform punktet bei tiefer Inline-Inspektion und Datenschutz, SD-WAN wurde später ergänzt.
Cato Networks wurde als cloud-natives Netzwerk gebaut und gilt als starker Kandidat für Mittelstand und als MPLS-Ersatz. Das eigene globale Backbone ist ein zentrales Verkaufsargument.
Zscaler ist der Pionier des Proxy- und SSE-Ansatzes mit sehr großer PoP-Abdeckung und debütierte 2025 als Visionary im neuen SASE-Quadranten. SD-WAN ist nicht die historische Kernkompetenz.

Single-Vendor-SASE oder SSE plus SD-WAN: zwei Architektur-Ansätze

Die Architektur-Frage entscheidet vor der Anbieter-Frage
Single-Vendor-SASE bedeutet, dass Netzwerk und Sicherheit von einem Hersteller aus einer Plattform kommen. SSE plus SD-WAN trennt diese beiden Ebenen bewusst auf zwei spezialisierte Anbieter.
Single-Vendor-SASE spielt seine Stärken aus bei:
- einheitlichem Management über Netzwerk und Sicherheit hinweg
- durchgängiger Richtliniendurchsetzung ohne Integrationsbrüche
- einem einzigen Ansprechpartner für Support und SLA
- Greenfield-Szenarien ohne tiefe Bindung an Bestandssysteme
SSE plus SD-WAN lohnt sich, wenn bereits eine starke SD-WAN-Lösung im Einsatz ist oder maximale Wahlfreiheit pro Ebene gewünscht wird.
Vergleichsmatrix: ZTNA, SD-WAN, PoP-Abdeckung und Preismodell
Die folgende Matrix fasst die strukturellen Unterschiede zusammen. Sie ersetzt keine individuelle Bewertung, sondern zeigt, welcher Ansatz welcher Anbieter typischerweise verfolgt.
| Kriterium | Zscaler | Palo Alto (Prisma) | Netskope | Cato Networks |
|---|---|---|---|---|
| Grundansatz | SSE / Proxy | Single-Vendor-SASE | SSE / Data Security | Single-Vendor-SASE |
| SD-WAN nativ | ergänzt | ja (Prisma SD-WAN) | ergänzt | ja, cloud-nativ |
| ZTNA-Tiefe | sehr hoch | sehr hoch | hoch | hoch |
| PoP-Abdeckung | sehr groß | groß | groß | eigenes Backbone |
| Stärke für Mittelstand | mittel | mittel | mittel | hoch |
| Preisniveau | mittel bis hoch | tendenziell hoch | mittel | mittel |
Konkrete Preise nennen die Anbieter selten öffentlich. Sie hängen von Nutzerzahl, Modulen, Standorten und Vertragslaufzeit ab. Genau hier lohnt ein neutraler Vergleich, ergänzt durch eine fundierte Zero-Trust-Strategie als Grundlage.
Welcher SASE-Anbieter passt zu welcher Organisation?

1
Großkonzern mit komplexer Sicherheitslandschaft
Wer maximale Funktionstiefe über Netzwerk und Sicherheit hinweg braucht, findet bei Palo Alto Prisma SASE oder Zscaler die breiteste Abdeckung. Beide setzen tiefe ZTNA-Konzepte und granulare Richtlinien voraus, brauchen aber auch entsprechende Betriebsreife.
2
Mittelstand mit verteilten Standorten
Für mittelständische Unternehmen, die MPLS ablösen und Netzwerk plus Sicherheit konsolidieren wollen, gilt Cato Networks als besonders pragmatisch. Das cloud-native Backbone und ein einfacheres Betriebsmodell senken die Einstiegshürde gegenüber den großen Plattform-Stacks.
3
Organisation mit hohen Datenschutz-Anforderungen
Wo Datenklassifizierung, CASB und Inline-Inspektion im Vordergrund stehen, etwa in regulierten Branchen, spielt Netskope seine Data-Security-Wurzeln aus. SD-WAN lässt sich hier gezielt ergänzen, statt es als Pflichtbestandteil mitzukaufen.
4
Bestehende SD-WAN-Landschaft schützen
Ist bereits ein leistungsfähiges SD-WAN im Einsatz, ist ein SSE-Anbieter wie Zscaler oder Netskope oft sinnvoller als ein kompletter Plattformwechsel. So bleibt die Netzwerkinvestition erhalten, die Sicherheit wird modernisiert.
Einführung und Migration: von VPN zu SASE
SASE ersetzt in vielen Fällen das klassische VPN. Statt jeden Nutzer in das gesamte Unternehmensnetz zu lassen, gewährt ZTNA nur Zugriff auf die einzelne benötigte Anwendung. Die Migration läuft selten als Big Bang, sondern in Phasen: erst Remote-Access, dann Standortanbindung, dann vollständige Richtlinien-Konsolidierung. Realistisch sind je nach Größe einige Wochen bis mehrere Monate. Der Aufwand liegt weniger in der Technik als in der sauberen Definition von Rollen, Anwendungen und Richtlinien.
Wie SAVECALL die SASE-Auswahl orchestriert
SAVECALL ist kein SASE-Hersteller, sondern Ihr unabhängiger Sourcing- und Beratungspartner für Netzwerk und Sicherheit.
Herstellerneutral vergleicht SAVECALL die führenden Plattformen anhand Ihrer realen Anforderungen statt anhand von Datenblättern. Der Leistungsrahmen umfasst:
- SASE-Auswahl und Architektur-Beratung herstellerneutraler Vergleich von Single-Vendor und SSE-Ansätzen
- Zero-Trust-Konzeption als Grundlage für ZTNA-basierten Zugriff statt offener VPN-Tunnel
- SD-WAN-Integration Abstimmung der Netzwerkebene auf die gewählte SASE- oder SSE-Plattform
- XDR-Anbindung Verzahnung von SASE-Telemetrie mit übergreifender Bedrohungserkennung
- Beschaffungspool gebündelte Konditionen und Vertragsverhandlung über mehrere Anbieter hinweg
Fazit: Die richtige SASE-Auswahl ist eine Architektur-Entscheidung
Palo Alto, Netskope, Cato und Zscaler sind alle starke Plattformen. Die entscheidende Frage lautet nicht „Wer ist der Beste?“ sondern „Welche Architektur passt zu unserem Footprint, unseren Bestandssystemen und unserem Sicherheitsmodell?“
Die Weiche zwischen Single-Vendor-SASE und SSE plus SD-WAN ist wichtiger als die Markenwahl. Sie bestimmt Betriebsmodell, Kostenstruktur und künftige Flexibilität.
Unternehmen, die ihre SASE-Strategie planen, sollten zuerst Anforderungen und Architektur klären, bevor sie sich auf einen Anbieter festlegen.
Wie SAVECALL Sie dabei unterstützt
SAVECALL unterstützt Sie dabei, Anforderungen zu priorisieren, die führenden SASE-Plattformen herstellerneutral zu vergleichen und die Einführung zu planen, von der Architektur-Entscheidung bis zur Vertragsverhandlung, kostenoptimiert und mit klarer Verantwortung.

Verfasst von
Frank Frommknecht
Key Account Consultant, SAVECALL
Begleitet Unternehmen seit über 20 Jahren bei Auswahl und Optimierung ihrer Vernetzungslösungen. Sein Fokus: komplexe Telekommunikation aus Sicht des Kunden verständlich machen und strategisch die passende Lösung finden.
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SASE und SSE unterscheiden sich dadurch, ob das Netzwerk Teil der Plattform ist. SASE (Secure Access Service Edge) vereint Netzwerk- und Sicherheitsfunktionen, inklusive SD-WAN, in einer cloud-basierten Lösung. SSE (Security Service Edge) umfasst nur den Sicherheitsteil mit ZTNA, SWG und CASB, ohne SD-WAN. Wer SSE wählt, kombiniert es mit einer separaten SD-WAN-Lösung. SASE ist also der umfassendere Ansatz, SSE der spezialisierte Sicherheitskern. Welcher Weg passt, hängt von der bestehenden Netzwerklandschaft ab.
Für den Mittelstand gilt Cato Networks häufig als pragmatischste Wahl. Die Plattform wurde cloud-nativ gebaut, bringt ein eigenes globales Backbone mit und eignet sich besonders als MPLS-Ersatz für verteilte Standorte. Das Betriebsmodell ist einfacher als bei den großen Plattform-Stacks von Palo Alto oder Zscaler. Pauschal lässt sich der beste Anbieter aber nicht benennen. Entscheidend sind Standortstruktur, Bestandssysteme, Sicherheitsanforderungen und Budget. Ein herstellerneutraler Vergleich anhand der konkreten Anforderungen führt zuverlässiger zur richtigen Wahl als jede Pauschalempfehlung.
Ob Sie eine separate SD-WAN-Lösung brauchen, hängt vom gewählten Ansatz ab. Bei Single-Vendor-SASE wie Palo Alto Prisma oder Cato ist SD-WAN bereits in der Plattform enthalten. Bei einem SSE-Anbieter wie Zscaler oder Netskope decken Sie nur die Sicherheit ab und kombinieren diese mit einer eigenständigen SD-WAN-Lösung. Wer bereits ein leistungsfähiges SD-WAN betreibt, fährt mit dem SSE-Weg oft günstiger und schützt die bestehende Investition. Bei einem Neuaufbau spricht vieles für die integrierte Single-Vendor-Variante.
Die Kosten einer SASE-Plattform lassen sich nicht pauschal beziffern, da die Anbieter selten öffentliche Listenpreise nennen. Der Preis hängt von Nutzerzahl, gebuchten Modulen, Standortanzahl und Vertragslaufzeit ab. Palo Alto gilt laut Gartner tendenziell als teurer, Cato und Netskope liegen oft im mittleren Bereich. Lizenzkosten sind dabei nur ein Teil. Hinzu kommen Einführung, Betrieb und mögliche Ablösung von Altsystemen. Ein neutraler Vergleich mit gebündelter Vertragsverhandlung senkt die Gesamtkosten deutlicher als der Blick auf den reinen Lizenzpreis.
Ja, SASE ersetzt in den meisten Fällen das klassische VPN. Statt Nutzer in das gesamte Unternehmensnetz zu lassen, gewährt das ZTNA-Prinzip nur Zugriff auf die einzelne benötigte Anwendung. Das reduziert die Angriffsfläche erheblich und macht den Zugriff kontextabhängig prüfbar. Die Umstellung erfolgt meist schrittweise, beginnend mit dem Remote-Access als erstem Anwendungsfall. Ein direkter Eins-zu-eins-Austausch ist selten sinnvoll. Stattdessen werden Rollen, Anwendungen und Richtlinien sauber neu definiert, was den eigentlichen Mehrwert gegenüber dem alten VPN ausmacht.
Eine SASE-Einführung dauert je nach Unternehmensgröße einige Wochen bis mehrere Monate. Sie läuft selten als Big Bang, sondern in Phasen: zuerst Remote-Access, dann Standortanbindung, dann vollständige Richtlinien-Konsolidierung. Der größte Aufwand liegt nicht in der Technik, sondern in der sauberen Definition von Rollen, Anwendungen und Zugriffsregeln. Eine gute Vorbereitung verkürzt die Einführung deutlich. Wer Anforderungen und Architektur vorab klärt, vermeidet teure Nacharbeit und kann die Migration kontrolliert über definierte Meilensteine steuern.











