Umstellung von MPLS zu SD-WAN, Checklist zur Migration
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Erfolgreich von MPLS zu SD WAN wechseln
Klare Schritte für eine reibungslose Migration
Der Wechsel von einem klassischen MPLS Netzwerk zu SD WAN eröffnet neue Möglichkeiten in Flexibilität, Skalierbarkeit und Kostenkontrolle. Doch die Umstellung erfordert eine sorgfältige Planung. Diese Checkliste zeigt die wichtigsten Schritte für eine erfolgreiche Migration.
Auf den Punkt gebracht:
- Standorte bewerten: Anforderungen an Verfügbarkeit, Latenz und Kosten analysieren und priorisieren
- Letzte und mittlere Meile planen: Kombination aus Glasfaser, Richtfunk oder hybriden Lösungen für Performance und Stabilität wählen
- Sicherheitsstrategie prüfen: SASE Integration und Zero Trust Architektur frühzeitig einbeziehen
- Cloud Einbindung umsetzen: Direkte Verbindung von Cloud Anwendungen und Rechenzentren für bessere Performance
- Verwaltungsmodell wählen: Von DIY bis Managed Service das passende SD WAN Management festlegen
SAVECALL begleitet Unternehmen von der Analyse bis zur Implementierung der SD WAN Lösung, neutral, erfahren und mit umfassendem Marktüberblick.
Die Frage: Welche Schritte planen Sie für Ihre Migration von MPLS zu SD WAN?
Der Übergang von einem MPLS basierenden Netzwerk zum SD-WAN ist oft unklar. Welche Schritte sind bei der Umstellung von einem herkömmlichen MPLS-Netzwerk zum SD-WAN zu beachten? Hier verraten Wir es Euch:
1. Migration der Standorte von MPLS zu SD-WAN
1.1 Kategorisierung der Standorte
Gruppierung von einzelnen Standorte nach ihren Anforderungen an Verfügbarkeit, Paketlaufzeiten, Paketverlust und Kosten.
1.2 Wahl der richtigen „Letzen Meile“
Je höher die Anforderung der kategorisierten Standorte, desto performanter und sicher muss die letzte Meile aufgebaut sein. Internet via Glasfaser, Kupfer, Richtfunk, LTE oder doch eine hybride Lösung aus mehreren Anbindungsvarianten.
1.3 Wahl der richtigen „Mittlere Meile“
Während die „Letzte Meile“ die Punkte Verfügbarkeit und Paketverlust abdeckt, liegt der Fokus bei der „Mittleren Meile“ besonders in Bezug auf Latenz und Carrier LockIn. Grundsätzlich gibt es zwei Varianten der „Mittleren Meile“. Einmal das unberechenbare öffentliche Internet und/oder die SLA-gestützten Backbones verschiedenster Carrier.
1.4 Richtige Wahl der Netzwerk Architektur
Durch die richtige Kombination aus DIA- und Breitbanddiensten auf der „Letzten Meile“ und einem privaten Backbone auf der „Mittleren Meile“, ist es möglich eine MPLS-ähnliche Qualität zu erhalten. Allerdings mit Internet-ähnlichem Preis und Flexibilität.
2. Beschaffung der Dienste
2.1 Beschaffung der Infrastruktur
Soll die Beschaffung in Verbindung einer mühsamen Marktrecherche von der IT/ und oder Einkaufsabteilung erfolgen, oder an einen „Letzen Meile“ Markspezialisten wie der SAVECALL ausgelagert werden? SAVECALL übernimmt den gesamten Beschaffungsprozess und holt in kürzester Zeit anbieterneutrale Angebote ein. Dies geschieht in den meisten Fällen völlig kostenneutral.
2.2 Beschaffung des SD-WAN Service
Der SD-WAN Markt ist enorm gewachsen. Ein Produktvergleich scheint auf den ersten Blick unmöglich. Verschiedenste Hardware trifft auf ebensolche Software. Jeder Anbieter hat seine eigene Lizenz. Diese wiederum enthält unendliche „Feature-Listen“, die mühsam entflechtet werden muss. Die Frage ist: Welches Produkt ist passend zu meinen vorab definierten Anforderungskatalog? Auch hier kann SAVECALL durch langjährige Erfahrung über den gesamten Prozess unterstützen. Von der Konzeptionierung bis hin zur Angebotseinholung mit final ausgehandelten Preisen.
3. Überprüfung der Sicherheitsstrategie
Im SD-WAN können Sicherheitsabläufe effektiver und effizienter gestaltet werden. Dazu müssen die bisherigen Security-Maßnahmen neu bewertet werden.
3.1 SASE Lösung definieren
Jeden Unternehmensstandort mit eigener, lokaler Firewall ausstatten? Viel zu teuer und extrem verwaltungsaufwändig, die Lösung heißt SASE.
SASE integriert Security-Funktionalitäten in das WAN. Auf Session- und Userbasis, in einer Zero-trust Umgebung. Gemanaged werden Security und Netzwerk über die Cloud, sodass Administratoren, Änderungen einmal durchführen und die Policies auf sämtliche Lokationen bzw. User übernehmen können. Damit ermöglicht Secure Access Service Edge dem Unternehmen, Remote Worker und „IoT-Dienste“ sicher an das WAN zu konnektieren. Grundsätzliche gibt es 4 SASE-Bezugsmodelle. „Cloud-native SASE”, “Cloud-managed On-Premises SASE”, “Managed SASE” und “Hybride SASE Optionen”.
3.2 Das „Problem mit der Zentralisierung der Security im SD-WAN“ erkennen
Je nach Lösung und Anbieter macht eine Zentralisierung der Security-Lösung die Sicherheitsabläufe zwar besser verwaltbar und skalierbar, allerdings kann dieser Lösungsansatz auch eine erhebliche, zusätzliche Latenz, die sich vor allem in Cloud und Internet-Applikationen stark bemerkbar machen kann, erzeugen. Dieses Problem kann schnell zum versteckten Kostenfaktor werden, wenn nachträglich nur die Aufwertung der Infrastruktur (Letzten Meile / Mittleren Meile) hilft. Von Vorteil sind hier SD-WAN Lösungen, welche eine tiefe SASE-Integration in deren gesamten Architektur bereits vorsehen.
4. Verbindung von Cloud-Applikationen mit dem SD-WAN
Die vollständige Anbindung von Cloud Rechenzentren (IaaS) oder Cloud-Anwendungen (SaaS) an das SD-WAN ist nur eine Frage der Zeit. Durch die Anbindung von Cloud-Ressourcen an das SDWAN, können Unternehmen Latenz und Paketverluste entgegenwirken und tragen allgemein dazu bei, dass die „User-Freundlichkeit“ sich durch eine stabilere Performance erheblich verbessert.
5. Optimierung für Mobile-Anwender
Die SD-WAN-Lösung sollte „Mobile-User“ eine Verbindung zu jedem SD-WAN-Knoten ermöglichen, und einen performanten Zugriff auf das Unternehmensnetzwerk gewährleisten. Der Datenverkehr sollte im SD-WAN monitorbar sein. Hier gilt besonderes Augenmerk auf die Sicherheitslösung (SASE).
6. Das richtige SD-WAN Verwaltungsmodell
Grundsätzlich gibt es vier Möglichkeiten SD-WAN-Lösungen zu verwalten: “Do-it-yourself (DIY)“, “full managed Carrier service“, “self-service” und “co-managed services”. Die Ansätze unterscheiden sich durch den Grad der Administration, Verantwortung für die kontinuierliche Überwachung, die Wartung der Infrastruktur und das Änderungsmanagement, welches vom Kunden gewünscht wird. Ausschlaggebend für die richtige Entscheidung ist die Unternehmensstruktur, vorhandenes „Know-How“, Personalressourcen und die Präferenzen der IT-Abteilung.
Wie SAVECALL bei der Migration unterstützt
Die Umstellung von MPLS auf SD-WAN berührt viele Gewerke gleichzeitig: Standortbewertung, letzte und mittlere Meile, Security und Verwaltungsmodell. SAVECALL begleitet diesen Prozess herstellerneutral und mit über 80 Carrier-Partnerschaften. Wir kategorisieren Ihre Standorte, vergleichen Anbindungen und SD-WAN-Produkte, holen anbieterneutrale Angebote mit final verhandelten Preisen ein und beziehen SASE von Anfang an mit ein. So treffen Sie jede Entscheidung dieser Checkliste auf Basis belastbarer Marktdaten statt aus dem Bauch heraus.
Fazit: Migration mit Plan statt mit Risiko
Der Wechsel von MPLS zu SD-WAN ist kein reines Technikprojekt, sondern eine Kette aufeinander aufbauender Entscheidungen von der Standortbewertung bis zum Verwaltungsmodell. Wer die Schritte dieser Checkliste sauber abarbeitet, sichert MPLS-ähnliche Qualität zu internet-ähnlichen Kosten und behält Flexibilität für Cloud und Wachstum. Die entscheidende Frage bleibt, welche Schritte Sie für Ihre Migration zuerst angehen und wo Sie unabhängige Unterstützung brauchen.

Verfasst von
Frank Frommknecht
Key Account Consultant, SAVECALL
Begleitet Unternehmen seit über 20 Jahren bei Auswahl und Optimierung ihrer Vernetzungslösungen. Sein Fokus: komplexe Telekommunikation aus Sicht des Kunden verständlich machen und strategisch die passende Lösung finden.
Quellen
- MEF Forum: SD-WAN Service Standards (MEF 70)
- Gartner: Definition und Marktüberblick SASE
- SAVECALL: SD-WAN- und WAN-Lösungen für Unternehmen
Häufig gestellte Fragen
MPLS bietet stabile, priorisierte Verbindungen, ist aber teuer und unflexibel, gerade bei Cloud-Anbindung und schneller Standortskalierung. SD-WAN nutzt mehrere Anbindungsarten wie Glasfaser, Kabel, LTE oder Richtfunk parallel, steuert den Datenverkehr anwendungsbasiert und senkt oft die Kosten. Der Wechsel lohnt sich vor allem, wenn Cloud-Nutzung, viele Standorte oder flexible Bandbreiten im Vordergrund stehen.
Die Migration folgt einer klaren Reihenfolge: Standorte nach Anforderungen kategorisieren, die passende letzte und mittlere Meile wählen, die Netzwerkarchitektur festlegen, Dienste und SD-WAN-Service beschaffen, die Sicherheitsstrategie mit SASE prüfen, Cloud-Applikationen anbinden, mobile Anwender optimieren und schließlich das passende Verwaltungsmodell wählen. Jeder Schritt sollte dokumentiert und getestet werden.
Die letzte Meile ist die Anbindung des einzelnen Standorts, etwa über Glasfaser, Kupfer, Richtfunk oder LTE. Sie bestimmt vor allem Verfügbarkeit und Paketverlust. Die mittlere Meile verbindet die Standorte untereinander und mit Rechenzentren oder Cloud, hier zählen vor allem Latenz und die Vermeidung von Carrier-Lock-in. Die Kombination aus beidem entscheidet über Qualität, Kosten und Flexibilität.
SASE integriert Sicherheitsfunktionen direkt in das WAN, auf Session- und Userbasis in einer Zero-Trust-Umgebung. Statt jeden Standort mit eigener Firewall auszustatten, werden Security und Netzwerk zentral über die Cloud verwaltet. So lassen sich Richtlinien einmal definieren und auf alle Standorte und Nutzer anwenden. Wichtig ist eine tiefe SASE-Integration, um zusätzliche Latenz durch zentralisierte Security zu vermeiden.
Grundsätzlich gibt es vier Modelle: Do-it-yourself (DIY), Full Managed Carrier Service, Self-Service und Co-Managed Service. Sie unterscheiden sich im Grad der Eigenverantwortung für Betrieb, Monitoring, Wartung und Änderungsmanagement. Welches Modell passt, hängt von Unternehmensstruktur, vorhandenem Know-how, Personalressourcen und den Präferenzen der IT-Abteilung ab.
SAVECALL begleitet den gesamten Prozess herstellerneutral, von der Standortanalyse über die Auswahl der letzten und mittleren Meile bis zur Beschaffung von Infrastruktur und SD-WAN-Service. Wir vergleichen Anbieter, holen anbieterneutrale Angebote mit final verhandelten Preisen ein und beziehen SASE sowie das passende Verwaltungsmodell ein. In vielen Fällen ist die Beschaffungsbegleitung für Sie kostenneutral.
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