SASE funktioniert nur so gut wie Ihr Underlay 

SASE richtig starten: Warum Underlay über Erfolg entscheidet

Steigende Anforderungen an Performance, Security und Verfügbarkeit treffen auf verteilte Standorte, Cloud-Anwendungen und Hybrid Work. SASE soll genau das lösen – scheitert jedoch häufig an instabiler oder uneinheitlicher Konnektivität. Nicht SASE ist Problem, sondern Underlay.

Was das für Sie bedeutet
Worum es in diesem Beitrag geht

Dieser Beitrag zeigt, warum stabiles, resilientes Underlay Grundlage für funktionierendes SASE ist. Klar wird, welche Rolle Konnektivität für Performance, Security und Betrieb spielt – und warum Reihenfolge über Erfolg entscheidet.

Warum der Weg zur Secure Access Service Edge (SASE) nicht beim Vendor-Pitch beginnt – sondern bei Konnektivität, Resilienz und Transparenz 

  • SASE bündelt Netzwerk- und Security-Funktionen cloud-nativ – aber es macht schlechte Leitungen nicht automatisch besser. 
  • Wenn Ihr Underlay (Zugänge/Transport) schwankt, fragmentiert ist oder ausfällt, leidet User Experience, Security-Policy-Wirksamkeit und Betrieb. 
  • Der erste Schritt zu SASE ist deshalb: Underlay prüfen, standardisieren und resilient machen – dann Overlay (SD-WAN/SASE) darauf aufsetzen. 

Warum gerade jetzt so viele Unternehmen auf SASE setzen 

Hybrid Work, Multi-Cloud und verteilte Anwendungen haben den Rand des Netzwerks verschoben: Nutzer, Geräte und Workloads sitzen überall. Gleichzeitig nimmt die Bedrohungslage zu – und Security muss in-line funktionieren, ohne die Performance zu zerstören. SASE adressiert genau das, indem Netzwerkperformance und Security-Funktionen als einheitlicher Cloud-Service bereitgestellt werden – standortunabhängig und skalierbar. 

Alpine Forschungsstation bei Nacht auf einem Gletscher mit einer Person und Sternenhimmel

SASE kurz erklärt:
Was steckt in der Architektur? 

SASE kombiniert typischerweise folgende Bausteine: 

Netzwerk/Steuerung 

  • SD-WAN (Policy-basierte Pfadsteuerung, App-Awareness, Verschlüsselung) 

Security-Services 

  • SWG (Secure Web Gateway) 
  • CASB (Cloud Access Security Broker) 
  • FWaaS (Firewall as a Service) 
  • ZTNA (Zero Trust Network Access) 

Das Ziel: sicherer, performanter Zugriff auf Anwendungen – egal wo Nutzer und Workloads sitzen. 

Der häufigste Fehler bei SASE-Projekten 

Viele Organisationen starten mit der Tool-Auswahl: „Welcher SASE-Anbieter? Welche ZTNA-Lösung? Welches SD-WAN?“ Was dabei oft fehlt: eine ehrliche Bestandsaufnahme des globalen Underlay-Netzes. Wenn Ihr Underlay regional unterschiedlich gut ist oder wenn SLAs und Entstörprozesse je Provider variieren, dann wird Ihr SASE-Rollout genau diese Probleme verstärken – nicht lösen. 

Die erste Frage vor jedem SASE-Rollout: Ist unser Underlay SASE-ready? 

Nutzen Sie diese Checkliste als Einstieg: 

  • Haben wir konsistente Konnektivität über alle Regionen? 
  • Gibt es Standorte, die auf consumer-grade Zugängen basieren? 
  • Erreichen wir Low Latency und hohe Verfügbarkeit dort, wo es zählt (Voice/Video/Realtime)? 
  • Ist Resilienz geplant (Redundanz, diverse Wege, schnelle Failover)? 
  • Wie schnell können wir Underlay-Störungen isolieren und beheben? 
  • Gibt es einheitliche SLAs/Eskalationswege oder herrscht Wildwuchs? 

Wenn Sie hier mehr als einmal „nicht sicher“ sagen: Underlay zuerst. 

Underlay vs. Overlay – der Unterschied, der über Erfolg entscheidet 

Underlay (die „Straße“) 

Das Underlay ist die physische Transportebene: Glasfaser/DIA, Ethernet, MPLS, Fixed Wireless, Satellit/LEO – inklusive Last Mile, Provider, Handovers und SLAs. 

Overlay (die „Intelligenz“) 

Das Overlay ist die virtuelle Steuerungsschicht darüber: SD-WAN-Tunnel, App-Routing, Verschlüsselung und Policies – plus cloud-basierte Security-Services im SASE-Modell

Wichtig: Ein Overlay kann schlechte Straßen nicht in Autobahnen verwandeln. Es kann höchstens intelligenter ausweichen – wenn Alternativen existieren. 

Was ein schwaches Underlay in der Praxis mit SASE macht

 

Ein instabiles Underlay führt häufig zu: 

  • Unberechenbarer Latenz: schlechte Voice/Video-Qualität, träge SaaS-Apps 
  • Packet Loss und Jitter: Policies greifen, aber die Experience bricht weg 
  • Längeren MTTRs (Mean Time to Repair): weil Fehlersuche zwischen Providern/Regionen zäh wird 
  • Höheren Betriebskosten: mehr Tickets, mehr Eskalationen, mehr „Feuerwehr“ 
  • Frustrierten Endanwendern: SASE wird als Problem wahrgenommen statt als Lösung 

Wie sieht ein SASE-taugliches Underlay wirklich aus?

1) Resilienz durch Design (nicht durch Hoffnung) 

  • Primär: Glasfaser/DIA für kritische Standorte 
  • Sekundär: Fixed Wireless oder LEO als unabhängiger Backup-Pfad (oder für schwer erschließbare Standorte) 
  • Ziel: schnelles Failover, ohne dass Nutzer es merken 

2) Konsistenz über Länder und Provider hinweg 

  • Standardisierte Performance-Ziele (Latency/Jitter/Loss) 
  • Einheitliche SLAs und Eskalationsprozesse 
  • Weniger Provider-Wildwuchs = schnellere Entstörung 

3) End-to-End-Transparenz 

Ohne Monitoring fliegt Ihr SASE-Policy-Stack blind. Underlay-Telemetrie für alle Links schafft Klarheit und macht messbar, was der User wirklich erlebt – und ob ein Problem aus Security oder Transport kommt. 

Perspektivwechsel: Vom Produkt zur Kundenrealität 

Bevor man über SASE-Features spricht, lohnt sich der Blick auf die Realität im Unternehmen: Wo entstehen heute die meisten Tickets – Performance, Security, Providerkoordination oder Remote Sites? Was ist der eigentliche Treiber: Cloud-Migration, Hybrid Work, Compliance, Kostendruck oder Standardisierung? Wenn das „Warum“ klar ist, wird SASE kein Tool-Projekt, sondern ein Business-Enabler. 

Typische Stolpersteine: zu früh über konkrete Produkte oder Carrier zu sprechen. Entscheidend ist zunächst das Kaufmotiv und der Bedarf – erst danach folgt die passende Lösung. 

Wie Savecall Sie dabei unterstützt  

Savecall arbeitet anbieterneutral: D.h. wir vergleichen Standortoptionen marktweit (Carrier, Last Mile, SLA und Kosten) und machen aus Fragmentierung eine steuerbare Plattform. 

Unser typischer Ansatz: 

  • Underlay-Audit: Performance, Verfügbarkeit, Risiko, Providerlandschaft, Abhängigkeiten 
  • Zielbild und Standards: SLA-Framework, Redundanzprinzip, 
    Standortklassen (HQ/Branch/Remote) 
  • Sourcing und Design: passende Connectivity pro Standort (DIA/Fiber/FWA/LEO/Mix) 
  • Betriebsmodell und Monitoring: klare Prozesse, Eskalation, Transparenz 
  • Dann erst Overlay: SD-WAN/SASE so ausrollen, dass Security und User Experience gewinnen 

Fazit: Underlay zuerst – dann liefert SASE den versprochenen Effekt 

SASE kann Cloud, Hybrid Work und Security massiv beschleunigen – wenn das Fundament stimmt. Ein sauber designtes Underlay bringt Stabilität, planbare Performance und schnelle Entstörung. Darauf kann ein SASE-Overlay seine Stärken ausspielen: sicher, skalierbar, überall. 

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