Dark Fiber vs. Managed Wavelength
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Dark Fiber oder Wave, welche Lösung passt zu Ihrem Unternehmen?
Dark Fiber oder Wave
Unternehmen mit wachsendem Datenverkehr stehen oft vor einer zentralen Frage: Volle Kontrolle mit Dark Fiber oder Effizienz mit Wave-Service? Beide Technologien bieten Hochleistungskonnektivität, doch sie unterscheiden sich grundlegend in Verantwortung, Flexibilität und Kosten.
Auf den Punkt gebracht:
- Dark Fiber: maximale Kontrolle, aber auch voller Betriebsaufwand
- Wave-Service: vorkonfiguriert, schnell einsatzbereit und providerverwaltet
- Falsche Wahl kann zu Engpässen, Fehlkonfigurationen oder unnötigen Kosten führen
Die Lösung: Wer die Unterschiede versteht, kann gezielt entscheiden, welche Glasfaserlösung aus dem Internet-Portfolio die bessere Wahl für den eigenen Anwendungsfall ist.
Worum es in diesem Beitrag geht: Im Folgenden erfahren Sie, wie sich Dark Fiber und Wave unterscheiden, welche Varianten es gibt und wie SAVECALL die passende Lösung für Sie findet.
Dark Fiber vs. Wave: Der grundlegende Unterschied
Wenn Sie über die Nutzung von Dark Fiber oder Wave-Services nachdenken, sollten Sie die Unterschiede kennen. Bei unbeschalteten Glasfasern (Dark Fiber) müssen Sie selbst „das Licht einschalten“ und die komplette Verwaltung übernehmen. Wave-Services sind dagegen bereits beleuchtet, der Netzbetreiber übernimmt Konfiguration und Betrieb.
Dark Fiber, volle Kontrolle, volle Verantwortung
Unternehmen, die maximale Kapazität und volle Kontrolle über ihre Verbindung wünschen, greifen zu Dark Fiber. Sie betreiben eigene Ausrüstung, definieren Protokolle und bestimmen die Bandbreite selbst. Änderungen können jederzeit intern vorgenommen werden, allerdings liegt auch die gesamte Verantwortung bei Ihnen.
Für den Betrieb eigener Glasfasern ist eine Investition in WDM-Geräte (Wavelength-Division Multiplexing) notwendig, die an beiden Enden installiert werden. WDM ermöglicht die Übertragung mehrerer Signale auf unterschiedlichen Wellenlängen durch eine einzige Glasfaser, so lassen sich mehrere Datenströme gleichzeitig senden, ohne gegenseitige Beeinflussung.
Wave-Service, verwaltete Performance ohne Eigenaufwand
Mit einem Wave-Service erhalten Sie die Vorteile von Dark Fiber, ohne eigene Verwaltung und ohne hohe Investitionen. Mehrere Protokolle können parallel laufen, während Ihr Anbieter den Betrieb übernimmt. Sie sparen Zeit, Kosten und Aufwand und profitieren dennoch von dedizierter Hochleistungs-Konnektivität.
Schneller zur passenden Anbindung: individuell beraten, herstellerunabhängig verglichen, effizient umgesetzt. SAVECALL begleitet Sie von der Analyse bis zur Umsetzung.

Was sind Wavelengths (Wellenlängen)?
Bei der Standortvernetzung über eine Wellenlänge innerhalb des Backbone-Netzes werden mittels DWDM-Technologie (Dense Wavelength Division Multiplexing) mehrere Services parallel übertragen und über optische Interfaces (SDH, OTU, FC) übergeben. Je nach Carrier wird diese Standortkopplung typischerweise in zwei Varianten angeboten:
Wave
Technische Eckdaten:
- Bandbreite: 1 Gbps, 10 Gbps, 40 Gbps, 100 Gbps
- Abdeckung: Metro, national, international
- Ausfallsicherheit: Unprotected / Protected
- Technologie: DWDM
- Interfaces: Ethernet, Ethernet LAN PHY, SDH, Fibre Channel, OTU
- Routing: vordefinierte Übertragungsrouten
Eine Wave-Anbindung ist über Metro-, nationale und internationale Netzwerke verfügbar. Die Infrastruktur wird nicht exklusiv dem Kunden zugeordnet. Im Vergleich zu Ethernet ist eine Wave-Kopplung etwa 20 % teurer, bietet dafür aber höhere Performance. Das nächsthöhere Produkt ist Private Wave, das direkt auf der physischen Glasfaserebene im Backbone aufsetzt.

Private Wave
Technische Eckdaten:
- Bandbreite: 1 Gbps, 10 Gbps, 40 Gbps, 100 Gbps
- Abdeckung: Metro
- Ausfallsicherheit: Unprotected / Protected
- Technologie: WDM
- Interfaces: Ethernet, SDH, Fibre Channel, OTU
- Routing: kundenspezifisch definierbar, inkl. Diversity mit KMZ-gestützter Routenplanung
Private Wave steht ausschließlich in Metro-Regionen zur Verfügung. Hier erhält der Kunde eine dedizierte, private Infrastruktur, ideal für Unternehmen mit höchsten Anforderungen. Bandbreiten sind nur in festen Abstufungen verfügbar (1G, 10G, 40G, 100G).

Die Vorteile des Wave-Services
1)
Geringe Latenz: mehrere redundante Routen zwischen Standorten und Märkten
2)
Sicherheit: private, dedizierte Verbindungen für maximale Datensicherheit
3)
Flexibilität: vielfältige Wellenoptionen und redundante Pfade für Geschäftskontinuität
4)
Kompatibilität: unterstützt Digital Hierarchy, SONET und Ethernet-Interfaces
5)
Proaktives Management: permanente Überwachung für maximale Verfügbarkeit
6)
Unabhängigkeit: geografisch getrennte Netzpunkte, kein Konflikt mit Fremdverkehr
Wie SAVECALL Ihre Glasfaser-Entscheidung unterstützt
Wave-Services kombinieren die Leistung von Dark Fiber mit der Einfachheit eines Managed Service. Die richtige Lösung spart nicht nur Kosten, sondern sorgt für maximale Performance und Stabilität. SAVECALL findet die passende Option für Ihre Anforderungen, neutral, schnell und effizient. Für Standorte mit klassischer Punkt-zu-Punkt-Verbindung lohnt sich zudem ein Blick auf unsere weiteren Underlay– und Glasfaser-Lösungen im Internet-Portfolio.
Fazit
Wer die Unterschiede zwischen Dark Fiber und Wave-Service versteht, kann gezielt entscheiden, welche Glasfaserlösung die bessere Wahl für den eigenen Anwendungsfall ist. Eine falsche Wahl kann zu Engpässen, Fehlkonfigurationen oder unnötigen Kosten führen, während die passende Lösung maximale Performance und Stabilität sichert.

Verfasst von
Frank Frommknecht
Key Account Consultant, SAVECALL
Begleitet Unternehmen seit über 20 Jahren bei Auswahl und Optimierung ihrer Vernetzungslösungen. Sein Fokus: komplexe Telekommunikation aus Sicht des Kunden verständlich machen und strategisch die passende Lösung finden.
Häufige Fragen zu Dark Fiber und Wave
Häufige Fragen zu Dark Fiber und Wave
Bei Dark Fiber mietet das Unternehmen unbeschaltete Glasfasern und übernimmt selbst die komplette technische Verwaltung, inklusive eigener WDM-Geräte. Ein Wave-Service ist dagegen bereits beleuchtet: Der Netzbetreiber übernimmt Konfiguration und Betrieb, während das Unternehmen dennoch von dedizierter Hochleistungskonnektivität profitiert, ohne eigene Investitionen in aktive Technik.
Dark Fiber lohnt sich für Unternehmen, die maximale Kapazität und volle Kontrolle über Protokolle und Bandbreite wünschen und die Verantwortung für Betrieb und WDM-Ausrüstung selbst tragen wollen. Wer dagegen Zeit, Kosten und Betriebsaufwand sparen möchte, ist mit einem providerverwalteten Wave-Service meist besser bedient.
Wave ist über Metro-, nationale und internationale Netzwerke verfügbar, die Infrastruktur wird jedoch nicht exklusiv einem Kunden zugeordnet. Private Wave setzt direkt auf der physischen Glasfaserebene im Backbone auf, ist nur in Metro-Regionen verfügbar, bietet dafür aber eine dedizierte, private Infrastruktur für Unternehmen mit höchsten Anforderungen.
Eine Wave-Kopplung ist im Vergleich zu Ethernet etwa 20 Prozent teurer, bietet dafür aber höhere Performance über DWDM-Technologie mit Bandbreiten von 1 bis 100 Gbps. Ob sich der Aufpreis lohnt, hängt von den tatsächlichen Performance-Anforderungen und der geografischen Abdeckung der benötigten Standorte ab.
Für den Betrieb eigener Glasfasern ist eine Investition in WDM-Geräte (Wavelength-Division Multiplexing) notwendig, die an beiden Enden der Verbindung installiert werden. WDM ermöglicht die Übertragung mehrerer Signale auf unterschiedlichen Wellenlängen durch eine einzige Glasfaser, sodass mehrere Datenströme gleichzeitig ohne gegenseitige Beeinflussung gesendet werden können.
SAVECALL berät individuell und herstellerunabhängig, vergleicht die verfügbaren Optionen objektiv und begleitet Sie von der Analyse bis zur Umsetzung. So finden Sie die Glasfaserlösung, die neutral, schnell und effizient zu Ihren tatsächlichen Anforderungen an Kontrolle, Performance und Betriebsaufwand passt.
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