Firewall: Die Zukunft der Netzwerksicherheit?
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Firewall as a Service: die Zukunft der Netzwerksicherheit
Von On Premise zu Zero Trust und Firewall as a Service
Warum klassische Firewalls an ihre Grenzen kommen
Firewalls bilden seit Jahrzehnten das Rückgrat der Netzwerksicherheit. Doch mit Cloud Migration, hybriden Arbeitsmodellen und SaaS Anwendungen verändern sich die Anforderungen. Klassische On Premise Firewalls geraten an ihre Grenzen. Moderne Konzepte wie Zero Trust und SASE läuten eine neue Ära ein.
Auf den Punkt gebracht:
- Generationswechsel: Von lokalen Hardware Firewalls zu Cloud basierten Sicherheitsdiensten
- Hybrides Arbeiten: Mehr Endpunkte, Geräte und Cloud Anwendungen erfordern neue Schutzmodelle
- Zero Trust Prinzip: Kein Traffic wird automatisch vertraut, Zugriffe erfolgen kontextabhängig
- Firewall as a Service: Verwaltung und Skalierung werden zentralisiert, Richtlinien statt Geräte stehen im Fokus
- Integration mit SD WAN: Sicherheit und Konnektivität wachsen auf einer Plattform zusammen
Die Lösung: Mit Firewall as a Service verschiebt sich die Verantwortung von der Hardware hin zur Strategie. Unternehmen gewinnen Kontrolle, Transparenz und Flexibilität bei gleichzeitig geringerem Aufwand.
Worum es in diesem Beitrag geht: Wie sich die Firewall über drei Generationen verändert hat, was Zero Trust und SASE konkret bedeuten und woran Sie erkennen, dass der Umstieg auf Firewall as a Service für Ihr Unternehmen ansteht.
Die Frage: Wie bereiten Sie Ihr Unternehmen auf die nächste Generation der Netzwerksicherheit vor?
Warum die klassische Firewall unter Druck gerät
Die Netzwerksicherheit. Das Arbeitspferd dieser Welt war bis vor kurzem immer noch die gute alte „on premise“ Firewall. Sie verdrahtete die Netzwerksegmente miteinander und setzte die individuellen, definierten Firewall-Regeln durch und überwachte sie. In der Zwischenzeit hat sich einiges verändert, rund um die Firewall. Die meisten Anwendungen haben sich in die „Public Cloud“ verlagert und viele User das Bürogebäude in Richtung Homeoffice verlassen. Hybrides Arbeiten stellt plötzlich das gesamte WAN-Konzept der Unternehmen in Frage. Was bedeutet das alles für die Netzwerksicherheit in Unternehmen? Und was ist die Zukunft der Firewall?
Die Evolution der Netzwerk-Security
1. Generation der Firewall
Unternehmensnetzwerke haben mehrere Generationswechsel durchlaufen, die jeweils einen etwas anderen Ansatz erfordern. Die erste große Generation war das, was wir die „Schloss und Graben Welt“ nennen. Ein privates Unternehmens-WAN, das in der Regel auf Basis von MPLS-VPN aufgebaut wurde und nur einen gesonderten dedizierten Weg ins öffentliche Internet inkludierte. Die Firewall war immer „on premise“ aufgebaut. Alles im privaten WAN galt als vertrauenswürdig und alles im Internet wiederum, als „gefährlicher Traffic“ und nicht vertrauenswürdig. Das Bindeglied zwischen den beiden Welten war die Netzwerk-Firewall, die einen Teil der Kommunikation zwischen dem privaten WAN und dem Internet ermöglichte, so dass Mitarbeiter im Internet surfen und Privatanwender über ein VPN auf private Anwendungen zugreifen konnten.
2. Generation der Firewall
In der zweiten Generation wurden viele Anwendungen in die „Public Cloud“ verlagert, und die Firewalls der Unternehmen kamen immer in einen „Mischbetrieb“. Netzwerkadministratoren mussten sich schnell anpassen, indem sie virtuelle Versionen ihrer Firewalls in die öffentliche Cloud einbrachten und ihre WANs erweiterten. Das Prinzip der Firewall blieb jedoch im Wesentlichen dasselbe. Aus der Sicht der IT-Mitarbeiter mussten im Endeffekt nun mehr Geräte verwaltet werden, die alten „on Premise-Firewalls“ und zusätzlich die virtuellen Firewall-Applikationen in der Cloud, was die Komplexität und die Betriebskosten massiv erhöhte.
3. Generation der Firewall
Die dritte Generation ist die heutige Welt, in der hybrides Arbeiten und SaaS die neue Normalität geworden sind. Alle User und Applikationen befinden sich im Internet. Unternehmen haben immer noch Büros, Einzelhandelsgeschäfte, Fabriken und Vertriebszentren, die Sie via WAN vernetzen müssen. Allerdings werden die alten WAN-Konzepte den neuen Anforderungen immer weniger gerecht. Das Modell von „Schloss und Graben Welt“ funktioniert nicht mehr, und die Netzwerksicherheit erfordert einen grundlegend anderen Ansatz.
Zero-Trust-Sicherheit: Benchmark im Internet
Zero-Trust
Die nächste Generation von Unternehmensnetzwerken wird unumgehbar auf Basis des Internets (SD-WAN) aufgebaut sein. Dies erfordert ein grundlegend anderes Modell der Netzwerksicherheit, einen „Zero-Trust“ Ansatz. Zero Trust bedeutet einfach, dass jeder Traffic im Netzwerk standardmäßig nicht vertrauenswürdig ist und je nach Identität, Standort und Geräteherkunft nur für die Dauer der Aufgabe, Zugriff auf bestimmte Ressourcen erhält. Secure Access Service Edge (SASE) bietet eine Lösung für integrierte Netzwerkkonnektivität und Zero-Trust-Sicherheit, das auf derselben Plattform bereitgestellt wird, sodass Sicherheitsdienste je nach Bedarf aktiviert werden können, ohne die Netzwerkarchitektur des Unternehmens grundlegend zu verändern. Diese Security-Lösung stellt sich als ein „as a Service“ dar, bei dem eine Firewall eine Funktion auf einer SASE-Plattform ist und nicht eine separate Applikation, die man ausloten und verwalten muss.
Prognose und Praxis: Wohin der Weg führt
Prognose
Dies ist ein bedeutender positiver Wandel in der Welt der Netzwerksicherheit, den viele Unternehmen zu nutzen beginnen. Tatsächlich schätzte Gartner im Magic Quadrant für Firewalls, dass bis zum Jahr 2025 ganze 30% der neuen Bereitstellungen von Firewalls für verteilte Zweigstellen auf Firewall-as-a-Service umgestellt werden.
Praxis
Aus der Praxis wissen wir, dass so eine Umstellung oft im Zusammenspiel mit der Umstellung des Unternehmens-WAN auf SD-WAN passiert. Zum großen Thema SD-WAN finden Sie hier unsere neueste Videoreihe mit allen wichtigen Informationen, rund um dieses sehr „umfassende“ Thema. Sehr gerne können Sie sich auch direkt an uns wenden und sofort eine anforderungsgerechte Lösung inklusive Angebot von mir erhalten.
Wie SAVECALL beim Umstieg unterstützt
SAVECALL berät carrier- und herstellerunabhängig. Wir klären zuerst, welche Standorte, Anwendungen und Compliance-Anforderungen abgesichert werden müssen, und leiten daraus die passende Architektur ab. Das reicht von klassischer Cyber Security über Firewall as a Service bis zu einem co-managed SASE-Modell, bei dem Ihr Team die Richtlinien behält und der Betrieb ausgelagert wird. Anschließend holen wir Angebote aus einem Netz von über 80 Carrier- und Herstellerpartnern ein, vergleichen sie und begleiten Migration und Betrieb. Sie behalten einen Ansprechpartner für Netz und Sicherheit.
Fazit zur Zukunft der Firewall
Fast alles in der IT wird heute als Dienstleistung (as a Service) in Anspruch genommen. Netzwerk- und Firewall-Applikationen vollziehen diesen Wandel erst jetzt. Mit Firewall-as-a-Service verlagert sich der Schwerpunkt von der Verwaltung und Skalierung von Firewall-Applikationen auf die Verwaltung von Sicherheitsrichtlinien. Die Firewall ist nicht länger ein separates Element. Sie ist jetzt eine Funktion, die überall im Netzwerk implementiert ist. Sie müssen sich nicht mehr darum kümmern, Regeländerungen an einzelne Applikationen weiterzuleiten. Dieser Aufwand entfällt komplett.

Verfasst von
Frank Frommknecht
Key Account Consultant, SAVECALL
Begleitet Unternehmen seit über 20 Jahren bei Auswahl und Optimierung ihrer Vernetzungslösungen. Sein Fokus: komplexe Telekommunikation aus Sicht des Kunden verständlich machen und strategisch die passende Lösung finden.
Quellen
- Gartner, Magic Quadrant for Network Firewalls, Prognose zur Verbreitung von Firewall as a Service in verteilten Zweigstellen
- NIST, Special Publication 800-207: Zero Trust Architecture, 2020
- BSI, Die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland, jährlicher Lagebericht
- SAVECALL, Secure Access Service Edge (SASE) und Security-Überblick
Firewall as a Service: Fragen und Antworten
Häufige Fragen zu Firewall as a Service und Zero Trust
Firewall as a Service ist eine Firewall, die als Cloud-Dienst bereitgestellt wird statt als Gerät im Rechenzentrum oder in der Filiale. Die Sicherheitsfunktion liegt nicht mehr auf einer einzelnen Appliance, sondern ist überall im Netzwerk verfügbar. Unternehmen verwalten dann Sicherheitsrichtlinien statt Hardware. Updates, Skalierung und Ausfallsicherheit übernimmt der Anbieter. Der Aufwand, Regeländerungen an einzelne Geräte weiterzureichen, entfällt. Das senkt Betriebskosten und beschleunigt Änderungen deutlich.
Klassische Firewalls stammen aus einer Zeit, in der Anwendungen und Nutzer innerhalb eines abgegrenzten Unternehmensnetzes lagen. Heute liegen die meisten Anwendungen in der Public Cloud und ein großer Teil der Belegschaft arbeitet hybrid. Damit verliert das Perimeter-Modell seine Grundlage. Wer weiterhin lokale Firewalls und zusätzlich virtuelle Firewalls in der Cloud betreibt, verwaltet mehr Geräte als früher. Komplexität und Betriebskosten steigen, ohne dass die Sicherheit im gleichen Maß zunimmt.
Zero Trust bedeutet, dass kein Datenverkehr im Netzwerk automatisch als vertrauenswürdig gilt. Zugriff wird je nach Identität, Standort und Gerät gewährt, und nur für die Dauer der Aufgabe. Für die Firewall heißt das: Sie ist nicht länger der Wächter an einer Grenze, sondern eine Kontrollfunktion, die überall greift. Die Prüfung wandert vom Netzwerkrand zum einzelnen Zugriff. Firewall as a Service ist die technische Umsetzung dieses Prinzips im laufenden Betrieb.
SASE steht für Secure Access Service Edge und kombiniert Netzwerkkonnektivität und Sicherheitsfunktionen auf einer Cloud-Plattform. Firewall as a Service ist dabei eine Funktion dieser Plattform, keine eigenständige Applikation mit eigenem Lebenszyklus. Der Vorteil: Sicherheitsdienste lassen sich nach Bedarf aktivieren, ohne die Netzwerkarchitektur grundlegend umzubauen. Unternehmen brauchen dadurch weniger Einzelprodukte, weniger Schnittstellen und weniger Abstimmung zwischen Netzwerk- und Security-Team.
Aus der Praxis heraus lohnt sich der Umstieg vor allem dann, wenn ohnehin am Netzwerk gearbeitet wird. Typische Auslöser sind die Ablösung von MPLS durch SD-WAN, auslaufende Hardware-Wartungsverträge, ein hoher Homeoffice-Anteil oder neue Compliance-Anforderungen. Wer Netzwerk und Sicherheit gemeinsam plant, vermeidet Doppelinvestitionen. Wer beides getrennt beschafft, baut die alte Komplexität in neuer Form wieder auf.
SAVECALL berät carrier- und herstellerunabhängig und vergleicht die Angebote aus einem Netz von über 80 Partnern. Wir klären zuerst die Anforderungen an Standorte, Anwendungen und Compliance und leiten daraus die passende Architektur ab, von Firewall as a Service über SASE bis zur Kombination mit SD-WAN. Anschließend holen wir die Angebote ein, verhandeln die Konditionen und begleiten Migration und Betrieb. Sie behalten einen Ansprechpartner für Netz und Sicherheit.
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