All IP: QSC vs. Telekom SIP Trunk
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All IP im Vergleich QSC und Telekom SIP Trunk
Welche Lösung überzeugt im Unternehmensumfeld
Mit der Abschaltung von ISDN gewinnt All IP zunehmend an Bedeutung. Statt klassischer Telefonleitungen läuft die Kommunikation heute über das Internetprotokoll. Sowohl die Telekom als auch QSC bieten mit ihren SIP Trunk Lösungen moderne Alternativen für Unternehmen jeder Größe.
Auf den Punkt gebracht:
- Anbindung: QSC erlaubt jede Zugangstechnologie inklusive Fremdcarrier Telekom nur eigenes Netz
- Sprachkanäle: QSC ohne Limit abhängig von Bandbreite Telekom bis 300 Kanäle über VDSL
- Tarifmodelle: QSC mit flexiblen Flatrates und Standort übergreifender Nutzung
- Hardware: QSC liefert Router und Session Border Control inklusive Telekom nur optional
- Verfügbarkeit: QSC punktet mit mehr Zugangsmöglichkeiten besonders in ländlichen Gebieten
Fazit:
Beide Anbieter bieten zuverlässige All IP Lösungen mit hoher Sprachqualität und stabiler Performance. QSC überzeugt jedoch mit größerer Flexibilität, offener Netzstruktur und günstigerer Standortkopplung.
Die Frage: Welcher SIP Trunk passt besser zu Ihrer Kommunikationsstrategie und Infrastruktur?
Das Schlagwort All IP geistert weiter durch die TK-Welt. All IP kam mit der drohenden ISDN Abschaltung als Alternative auf. Doch was ist eigentlich All IP? All IP bedeutet einfach formuliert, dass sämtliche Telekommunikation nicht mehr per ISDN übertragen wird, sondern per IP Protokoll. Das IP Protokoll ist das gängige Internet Protokoll. Lösungen für eine solche Übertragung gab es schon länger, man sprach dabei von sog. SIP Trunks. Durch die baldige Abschaltung von ISDN wird das Thema nun neu aufgerollt und All IP Lösungen bzw. SIP Trunks bahnen sich ihren Weg in die breite Öffentlichkeit. QSC bietet mit seinem SIP Trunk Produkt QSC IPfonie extended eine wohl durchdachte All IP Lösung an. Doch was bietet es?
Telekom vs. QSC SIP Trunk
Am geeignetsten ist ein Vergleich zwischen zwei Anbietern. Hier zwischen der Deutschen Telekom mit DeutschlandLAN SIP Trunk und QSC mit IPfonie extended.
Anbindungsvarianten
Die Telekom bietet derzeit nur die Möglichkeit der Anbindung über ADSL/VDSL in ihrem eigenen Netz. Die Nutzung fremder Netze ist derzeit nicht zugelassen. QSC hingegen bietet seinen SIP Trunk mit der Anbindung über jede Zugangstechnologie (ADSL, SDSL, Standleitung, Richtfunk, etc.) an. Des Weiteren ist es auch möglich über Fremdcarrier das Produkt zu betreiben. Das größte Manko liegt hier bei der Telekom an der fehlenden Option den SIP Trunk über symmetrische Bandbreiten zu betreiben.
Sprachkanäle
Die Anzahl der Sprachkanäle ist bei der Telekom je nach Produkt beschränkt. Während DeutschlandLAN SIP Trunk bis zu 30 Sprachkanäle ermöglicht, kann man mit der Variante Pooling bis zu 300 Sprachkanäle aufschalten. Diese stehen jedoch in Abhängigkeit von der möglichen VDSL Bandbreite. Da die Bandbreite im Verhältnis zu einer Standleitung vergleichsweise gering ist, werden auch die 300 Kanäle voraussichtlich nicht komplett realisierbar sein. Bei QSC gibt es hingegen keine Begrenzung bei der Anzahl der angebotenen Sprachkanäle. Einzige Begrenzung ist hier die Bandbreite der Internetleitung.
Tarife
Beim Tarifmodell halten sich beide Provider die Waage. Bei der Telekom ist im klassischen SIP Trunk eine Europa Flatrate mit inbegriffen, beim Pooling Modell ist es ein Minutenpaket. QSC bietet beides an. Interessant wird hier QSC IPfonie extended mit der Option einen SIP-Trunk für mehrere Standorte zu nutzen. Wählt man ein Flatrate Modell gilt dies für alle Standorte, was eine erhebliche Kostenersparnis ermöglicht.
Endgeräte
Während bei der Telekom ein WAN Router entweder gekauft oder gemietet werden muss, stellt QSC bei Bestellung von IPfonie extended einen Router mit sicherem Voice Port inklusive bereit. Ebenso ist die E-SBC (Enterprise Session Border Control) Funktion bei der Telekom nur als optionales Zusatzpaket erhältlich, bei QSC bereits integriert.
Standorte und Rufnummern
Hat man mehrere Standorte oder möchte zusätzlich zu einem Rufnummernblock auch Einzelnummern beziehen, bietet QSC die beste Möglichkeit dazu. Telekom DeutschlandLAN SIP Trunk bietet nur die Option pro Standort einen Rufnummernblock zu beziehen. Einzelrufnummern sind derzeit hier nicht möglich!
Verfügbarkeit
Zwar hat die Telekom deutschlandweit das bestausgebaute Netz, jedoch hängt es bei einem SIP Trunk auch von der möglichen Bandbreite ab. Dadurch dass hier nur ADSL und VDSL nutzbar ist, schränkt es potentielle Unternehmen jedoch stark ein. Bei QSC ist einerseits jede Anbindungstechnologie möglich und ebenso die Möglichkeit vorhanden auch Internetleitungen von Fremdcarriern zu nutzen. Dadurch können auch Unternehmen in ländlichen Gebieten hier einen besseren Schnitt machen.
Migration
Beide Anbieter haben sich auf die Anforderungen von Unternehmen eingestellt, die nicht sofort ihre klassische TK-Anlage aufgeben können oder wollen. Sowohl QSC IPfonie extended als auch DeutschlandLAN SIP Trunk bieten Migrationslösungen mit S0 und S2M Schnittstellen zur Anschaltung an klassische TK Anlagen.

Vergleich auf einen Blick
| Kriterium | Telekom DeutschlandLAN SIP Trunk | QSC IPfonie extended |
|---|---|---|
| Anbindung | Nur eigenes Netz über ADSL/VDSL, keine Fremdnetze, keine symmetrischen Bandbreiten | Jede Zugangstechnologie (ADSL, SDSL, Standleitung, Richtfunk), auch über Fremdcarrier |
| Sprachkanäle | Bis 30, mit Pooling bis 300, abhängig von VDSL-Bandbreite | Ohne feste Begrenzung, nur durch die Bandbreite der Internetleitung begrenzt |
| Tarife | Europa-Flatrate (klassisch) oder Minutenpaket (Pooling) | Flatrate und Minutenpaket, Flatrate standortübergreifend nutzbar |
| Endgeräte | WAN-Router kaufen oder mieten, E-SBC nur als Zusatzpaket | Router mit sicherem Voice Port und E-SBC inklusive |
| Standorte und Rufnummern | Ein Rufnummernblock pro Standort, keine Einzelrufnummern | Mehrere Standorte über einen SIP-Trunk, Rufnummernblock und Einzelnummern |
| Verfügbarkeit | Bestausgebautes Netz, aber auf ADSL/VDSL begrenzt | Mehr Zugangsmöglichkeiten, Vorteil in ländlichen Gebieten |
| Migration | S0- und S2M-Schnittstellen zur Anschaltung klassischer TK-Anlagen | S0- und S2M-Schnittstellen zur Anschaltung klassischer TK-Anlagen |
Fazit
Beide Anbieter bieten mit ihren SIP Trunks All IP fähige Lösungen an, die in Puncto Qualität und Preis/Leistung für Unternehmen eine gute Alternative zu ISDN TK Anlagen bieten. QSC gewinnt vor allem im Bereich Netzöffnung, sprich jedweder Zugang und Anbieter sind nutzbar. Beim Tarifmodell liegt QSC ebenso vorn. Vor allem wegen der Möglichkeit mehrere Standorte über einen SIP Trunk anzuschließen. Sie möchten eine genaue Preis- & Verfügbarkeitsübersicht für Ihren Standort? Nutzen Sie unseren SIP Trunk Online Check:
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Verfasst von
Frank Frommknecht
Key Account Consultant, SAVECALL
Begleitet Unternehmen seit über 20 Jahren bei Auswahl und Optimierung ihrer Vernetzungslösungen. Sein Fokus: komplexe Telekommunikation aus Sicht des Kunden verständlich machen und strategisch die passende Lösung finden.
Quellen
- Bundesnetzagentur: Umstellung auf IP-basierte Anschlüsse
- SAVECALL: SIP-Trunk-Lösungen für Unternehmen
- SAVECALL: Voice- und Kommunikationslösungen
Häufig gestellte Fragen
All IP bedeutet, dass sämtliche Telekommunikation nicht mehr über ISDN, sondern über das IP-Protokoll übertragen wird, also über das gängige Internetprotokoll. Mit der Abschaltung von ISDN wird All IP zum Standard für die Unternehmenskommunikation. Umgesetzt wird es in der Praxis über sogenannte SIP-Trunks, die klassische Telefonanlagen an das IP-Netz anbinden. SAVECALL berät herstellerneutral bei der Auswahl der passenden All-IP-Lösung.
Ein SIP-Trunk ist die Sammelanbindung einer Telefonanlage an das Telefonnetz über das Internetprotokoll. Statt einzelner ISDN-Leitungen werden mehrere Sprachkanäle gebündelt über eine IP-Verbindung geführt. Die Zahl der gleichzeitig möglichen Gespräche hängt dabei von der verfügbaren Bandbreite und dem gewählten Tarif ab. SIP-Trunks sind die technische Grundlage moderner All-IP-Telefonie und lassen sich auch an bestehende TK-Anlagen anbinden.
Der Telekom DeutschlandLAN SIP Trunk läuft nur über das eigene Netz per ADSL/VDSL und ist bei Sprachkanälen sowie Rufnummern eingeschränkter. QSC IPfonie extended erlaubt jede Zugangstechnologie inklusive Fremdcarrier, bietet Sprachkanäle ohne feste Obergrenze abhängig von der Bandbreite, standortübergreifende Flatrates sowie Router und E-SBC inklusive. In Summe ist QSC flexibler und offener, während die Telekom vom flächendeckenden Netzausbau profitiert.
Beim Telekom DeutschlandLAN SIP Trunk sind je nach Produkt bis zu 30 Sprachkanäle möglich, mit der Pooling-Variante bis zu 300, abhängig von der verfügbaren VDSL-Bandbreite. Da diese Bandbreite begrenzt ist, sind 300 Kanäle in der Praxis oft nicht voll realisierbar. Bei QSC gibt es keine feste Obergrenze, hier begrenzt allein die Bandbreite der Internetleitung die Zahl der Kanäle.
Ja, QSC IPfonie extended erlaubt es, einen SIP-Trunk über mehrere Standorte zu nutzen. Wählt man ein Flatrate-Modell, gilt dieses für alle angebundenen Standorte, was erhebliche Kosten spart. Beim Telekom DeutschlandLAN SIP Trunk ist pro Standort nur ein Rufnummernblock möglich, Einzelrufnummern werden derzeit nicht angeboten. Für Unternehmen mit mehreren Standorten ist die standortübergreifende Nutzung daher ein wichtiges Auswahlkriterium.
Ja, beide Anbieter haben Migrationslösungen für Unternehmen, die ihre klassische TK-Anlage nicht sofort ablösen wollen. Sowohl QSC IPfonie extended als auch der Telekom DeutschlandLAN SIP Trunk bieten Anbindungen über S0- und S2M-Schnittstellen an bestehende Anlagen. So gelingt der Umstieg auf All IP schrittweise, ohne die vorhandene Telefoninfrastruktur sofort ersetzen zu müssen. SAVECALL begleitet die Migration herstellerneutral.
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