Great Firewall of China: VPN nach China

Sichere Kommunikation über die Great Firewall

VPN Alternativen für Unternehmen in China

Die „Great Firewall of China“ blockiert zahlreiche westliche Dienste und erschwert den Datenaustausch zwischen internationalen Standorten. Klassische VPNs funktionieren nur eingeschränkt oder werden zunehmend gesperrt. Unternehmen mit Büros oder Partnern in China benötigen daher rechtssichere und performante Alternativen.

Auf den Punkt gebracht:

  • VPN Einschränkungen: Chinesische Behörden blockieren unautorisierte VPN Tunnel und IPSec Verbindungen
  • Hohe Risiken: Gesperrte IP Adressen und unterbrochene Kommunikation können Geschäftsprozesse lahmlegen
  • MPLS als sichere Lösung: Stabile, aber teure Verbindung mit hoher Verfügbarkeit und definierten SLAs
  • SD WAN als Alternative: Verschlüsselte, flexible und kosteneffiziente Lösung auf Basis lokaler Internetanbindungen
  • Rechtssicher und performant: Keine Schlüsselhinterlegung bei Behörden, moderne Verschlüsselung und globale Skalierbarkeit

Die Lösung: SAVECALL hilft Unternehmen bei der Analyse, Planung und Umsetzung moderner Netzwerklösungen, um stabile Verbindungen nach China sicherzustellen: schnell, rechtskonform und leistungsstark.

Worum es in diesem Beitrag geht: Dieser Beitrag erklärt, was die Great Firewall of China ist, wie sich die Regulierung seit 2017 entwickelt hat und welche Alternativen wie MPLS und SD-WAN China heute zur Verfügung stehen. Die zentrale Frage: Wie sichern Sie Ihre Unternehmenskommunikation in und aus China gegen Sperrungen und Ausfälle?










Was ist die Great Firewall of China?

Die Great Firewall of China ist das staatliche Zensur- und Filtersystem, mit dem die chinesische Regierung den Zugriff auf ausländische Internetdienste kontrolliert und den grenzüberschreitenden Datenverkehr reguliert.

Die „Great Firewall of China“ (GFC/GFW) wird vom chinesischen Ministerium für Informationstechnologien (MIIT) betrieben und kommt somit direkt von der chinesischen Regierung. Diese gibt vor, welche Webseiten und sogenannte „Keywörter“ geblockt oder gefiltert werden müssen, nur ein VPN nach China ermöglichte bisher noch den Datenverkehr. Die Firewall verhindert nicht nur eine Erreichbarkeit von Diensten wie YouTube, Twitter, Facebook, Google und vielen anderen Plattformen aus dem Ausland in China, sondern erschwert auch die Kommunikation von Unternehmen mit ihren dortigen Zweigstellen.

Wie Unternehmen die Great Firewall früher umgangen haben

In der Vergangenheit gab es immer wieder Mittel und Wege, mit Hilfe eines VPN nach China das Ganze zu umgehen. Verschiedene VPN-Software wurde auf einem lokalen Computer und einem entfernten Server installiert und baute zwischen diesen einen verschlüsselten Tunnel (IPSec) auf. Die Daten vom lokalen Computer in China wurden durch den verschlüsselten VPN-Tunnel zu dem sich im Ausland befindenden Server gesendet. Dieser hat dann den Verbindungsaufbau zu YouTube & Co. durchgeführt und die Daten verschlüsselt zurückgesendet. Die GFC konnte die verschlüsselten Daten nicht als „verboten“ erkennen und hat auch entsprechend nicht blockiert. Die gleiche Methode haben Unternehmen für ihre Kommunikation genutzt.

Regulierung seit 2017 und der heutige Stand

Mit einer Neuregelung vom 22. Januar 2017 erklärte die chinesische Regierung genau dieser VPN-Tunnel-Lücke den Kampf. Ziel war es, alle VPN-Verbindungen abzustellen, die den Zugang zum freien Internet ermöglichen. Die ursprünglich für Ende März 2018 vorgesehene Umsetzungsfrist wurde damals bis Ende März 2019 verlängert.

Seither hat sich die Kontrolle nicht gelockert, sondern verstetigt: Die GFC filtert auffällige IP-Adressen aus und sperrt diese dauerhaft. Dafür reicht mitunter schon eine einzelne Google-Suche eines beliebigen Mitarbeiters nach Facebook, Instagram und Co., und eine wertvolle IP-Adresse aus dem eigenen Bestand ist für immer gesperrt und unbrauchbar. So lässt sich regelrecht beobachten, wie IP-Adressen eine nach der anderen „gefangen“ werden, bis am Ende keine Möglichkeit mehr besteht, überhaupt eine Verbindung aufzubauen. Unternehmen mit einer oder mehreren Niederlassungen in China, die weiterhin über verschlüsselte VPN-Tunnel (IPSec) kommunizieren, stehen daher bis heute unter Handlungsdruck.

Warum Unternehmen die Great Firewall umgehen

Unternehmen nutzen VPNs, um sich von ihren lokalen Servern (China Inland) in ihr Intranet einzuwählen oder ihre Kommunikation vor Dritten zu schützen. Sensible Daten wie

  • Gehaltsabrechnungen
  • Baupläne
  • Strategiegespräche
  • etc.

können so übermittelt werden, ohne mitgelesen zu werden.

Welche Lösung gibt es heute für Unternehmen

Technische Skizze zu SD-WAN High Speed Network: Standortvernetzung zwischen Niederlassungen in China und internationalen Niederlassungen über CGW und optimiertes Internet.

Bevor konkrete Maßnahmen zur Ausfallreduzierung umgesetzt werden, sollte eine Vorabanalyse klären, welche Unternehmensdaten hinsichtlich Verfügbarkeit und Qualität von besonderer Wichtigkeit sind. Erst auf Basis dieser Vorabanalyse und einer Kalkulation des vorhandenen Ausfallrisikos sollten entsprechende Lösungsansätze ausgearbeitet werden. Grundsätzlich gibt es zwei Lösungsansätze, die wirkliche Alternativen für ein VPN nach China darstellen. Eine davon ist das MPLS-VPN. Allerdings sind MPLS Verbindungen nach China sehr kostenintensiv, für eine kleine dedizierte MPLS Bandbreite kann durchaus ein fünfstelliger Betrag im Monat fällig werden. Eine kostengünstigere Alternative zum MPLS-VPN ist SD-WAN China. Die Lösung kann auf Basis von lokalen Internetleitungen oder bereits vor Ort befindlichen Internetleitungen aufgebaut werden. Innerhalb des SD-WAN findet eine Verschlüsselung statt, darüber hinaus kann noch eine weitere, eigene Encryption eingesetzt werden, ohne dass der Schlüssel bei einer chinesischen Behörde hinterlegt werden muss. SD-WAN ist nicht nur eine alleinstehende Lösung, sondern lässt sich auch flexibel zur Erweiterung bestehender MPLS-Netze einsetzen, etwa über SAVECALL Dedicated China Connect.




Wie SAVECALL bei der VPN Modernisierung unterstützt

Die Experten von SAVECALL beraten Sie gerne bei der Modernisierung Ihres VPN nach China oder weltweit. Wir helfen Ihnen von der Analyse bis zur Implementierung Ihres MPLS-VPN oder Ihrer SD-WAN Lösung, anbieterneutral und mit direktem Zugang zu China Telecom als Partner.

Fazit zur Great Firewall of China

Ein klassisches VPN nach China ist heute keine verlässliche Basis mehr für geschäftskritische Kommunikation. MPLS bleibt stabil und rechtskonform, aber kostenintensiv. SD-WAN China ist die günstigere und flexiblere Alternative, ohne dass der Verschlüsselungsschlüssel bei einer chinesischen Behörde hinterlegt werden muss. Welche Lösung passt, hängt von Budget, Standortanzahl und Anforderungen an Bandbreite und Kontrolle ab.

Frank Frommknecht, Key Account Consultant bei SAVECALL

Verfasst von

Frank Frommknecht

Key Account Consultant, SAVECALL

Begleitet Unternehmen seit über 20 Jahren bei Auswahl und Optimierung ihrer Vernetzungslösungen. Sein Fokus: komplexe Telekommunikation aus Sicht des Kunden verständlich machen und strategisch die passende Lösung finden.

Quellen

Häufige Fragen zur Great Firewall of China

Was ist die Great Firewall of China?

Die Great Firewall of China (GFC/GFW) ist ein staatliches Zensur- und Filtersystem, das vom chinesischen Ministerium für Industrie und Informationstechnologie betrieben wird. Sie blockiert den Zugriff auf zahlreiche westliche Dienste wie YouTube, Twitter oder Facebook und filtert Inhalte anhand vorgegebener Keywords. Für Unternehmen mit Standorten in China erschwert sie zusätzlich die interne Kommunikation mit der Zentrale im Ausland. Klassische VPN-Verbindungen, die früher einen Umweg um die Sperre boten, werden zunehmend erkannt und blockiert. Wer heute stabil kommunizieren will, braucht daher eine rechtskonforme Alternative.

Funktioniert ein klassisches VPN nach China heute noch zuverlässig?

Ein klassisches IPSec-VPN nach China gilt heute als unzuverlässig und riskant. Seit einer Neuregelung aus dem Jahr 2017 verschärft China die Kontrolle über verschlüsselte Tunnelverbindungen kontinuierlich und blockiert sie zunehmend ohne Vorankündigung. Auffällige oder wiederholt genutzte IP-Adressen werden dauerhaft gesperrt, teils ausgelöst durch einen einzelnen Zugriff auf gesperrte Plattformen. Für geschäftskritische Kommunikation ist ein klassisches VPN daher keine verlässliche Basis mehr. Unternehmen sollten stattdessen auf MPLS oder SD-WAN China setzen.

Warum nutzen Unternehmen überhaupt einen VPN-Tunnel nach China?

Unternehmen mit Niederlassungen in China nutzen VPN-Tunnel, um sich sicher in ihr Intranet einzuwählen und ihre Kommunikation vor Dritten zu schützen. Über den verschlüsselten Tunnel lassen sich sensible Daten wie Gehaltsabrechnungen, Baupläne oder Strategiegespräche übertragen, ohne dass sie mitgelesen werden können. Gleichzeitig ermöglicht der Tunnel den Zugriff auf im Ausland gehostete Systeme, die aus China direkt nicht erreichbar wären. Da klassische VPNs zunehmend blockiert werden, verlagert sich dieser Bedarf heute auf MPLS- und SD-WAN-Lösungen.

Was ist der Unterschied zwischen MPLS-VPN und SD-WAN für China?

Ein MPLS-VPN nach China ist stabil und rechtskonform, aber kostenintensiv. Schon eine kleine dedizierte MPLS-Bandbreite kann einen fünfstelligen Betrag pro Monat kosten. SD-WAN ist die kostengünstigere Alternative und baut auf vorhandenen lokalen Internetleitungen auf. Innerhalb des SD-WAN findet eine Verschlüsselung statt, die sich durch eine zusätzliche eigene Encryption ergänzen lässt, ohne dass der Schlüssel bei einer chinesischen Behörde hinterlegt werden muss. SD-WAN lässt sich zudem flexibel mit bestehenden MPLS-Netzen kombinieren.

Muss ich meinen Verschlüsselungsschlüssel bei chinesischen Behörden hinterlegen?

Bei einer SD-WAN-Lösung für China ist keine Schlüsselhinterlegung bei einer chinesischen Behörde notwendig. Die Verschlüsselung findet innerhalb des SD-WAN statt und lässt sich durch eine zusätzliche, eigene Encryption ergänzen. Das unterscheidet SD-WAN von klassischen IPSec-VPN-Ansätzen, bei denen eine offizielle Registrierung mit Schlüsselhinterlegung möglich, aber nicht immer gewünscht ist. Für Unternehmen mit hohen Anforderungen an Datenschutz ist das ein wichtiges Entscheidungskriterium. SAVECALL berät Sie dazu anbieterneutral.

Wie startet man den Umstieg von VPN auf eine moderne China-Anbindung?

Vor konkreten Maßnahmen sollte eine Vorabanalyse klären, welche Unternehmensdaten hinsichtlich Verfügbarkeit und Qualität besonders kritisch sind. Auf Basis dieser Analyse und einer Einschätzung des Ausfallrisikos lässt sich entscheiden, ob ein MPLS-VPN oder eine SD-WAN-Lösung besser passt. SAVECALL begleitet Unternehmen von der Analyse über die Planung bis zur Implementierung der passenden Lösung. Dabei bleibt die bestehende Verbindung aktiv, bis die neue Anbindung erfolgreich läuft. So entsteht kein Kommunikationsausfall während der Umstellung.

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