Ethernet Private Network

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Ethernet (E-PN) bietet Any-to-Any-Connectivity auf Ethernet-Ebene. Das bedeutet, dass die LANs in jeder Niederlassung mit jeder anderen Niederlassung im Netzwerk über eine logische Any-to-Any-Topologie kommunizieren können. Der E-PN Service ist ein Layer-2-VPN-Service mit Switching-Funktionalität, die im Anbieter-Netzwerk implementiert ist. Dadurch kann jeder Internet-Frame, der an einem Standort in das Netzwerk eintritt, geswitcht und an jeden anderen Standort weitergeleitet werden.

Hierbei kann folgendes geboten werden:

  • Any-to-Any-Switched-Services
  • Bandbreiten von 2 Mbit/s bis 1 Gbit/s
  • Ein dedizierter Service für jeden einzelnen Kunden
  • Metro-, nationale und internationale Abdeckung mit Off-Net-Zugang

Dieser Service wird über eine Sterntopologie bereitgestellt, was bedeutet, dass alle Standorte miteinander kommunizieren können, ohne dass zusätzliche Switching oder Routing-Einrichtungen erforderlich sind. Der Service nutzt Ethernet über SDH oder native Ethernet-Technologie und stellt die Einhaltung der garantierten Leistungswerte sicher. Alle Schnittstellen sind für Layer-2-Protokolle transparent. Jedes Netzwerk verfügt über einen ausfallsicheren Switching-Punkt, der an einem Anbieter-Knoten eingerichtet wird.

Ethernet Private Network bietet viele Vorteile

Da E-PN ein Layer-2-Private-Network ist, das Any-to-Any-Verbindungen bietet, können die Kunden ihre Netzwerke so konfigurieren, dass die speziellen Anforderungen ihres Unternehmens erfüllt werden. Das bedeutet, dass si entscheiden können, wie sie ihr Netzwerk einrichten und betreiben möchten, und dass die Durchführung von Änderungen unübertroffen einfach und unproblematisch ist. Jeder Niederlassung kann über eine logische Sterntopologie mit jeder anderen Niederlassung kommunizieren, und da es sich um einen Switched Service handelt, kann jeder Ethernet-Frame, der an einem Standort in das Netzwerk eintritt, unverzüglich an seinen Zielort übertragen werden.

Die Gesamtbetriebskosten eines WAN können im Vergleich zu anderen Netzwerk-Technologien um bis zu 30 % gesenkt werden. Dies ist möglich. Da weniger Systeme benötigt werden und die Verbindungen in der Regel günstiger sind als klassische Mietleitungen und ATM/Frame Relay. Darüber hinaus können die Kunden das vorhandene interne Fachwissen aus dem LAN-Bereich nun auch im WAN nutzen. E-PN nutzt Ethernet über SDH oder native Ethernet-Technologie, und alle Schnittstellen sind vollständig transparent für Layer-2-Ethernet-Protokolle. Das bedeutet, dass Kunden ihre eigenen VLANs sowie Broadcast- und Multicast-Domains betreiben können, die ihren spezifischen Anforderungen entsprechen. Und selbstverständlich spielt es keine Rolle, ob die Standorte primär auf metro-, nationaler oder internationaler Ebene sind, denn ein E-PN fasst sie zu einer einzigen Einheit zusammen.

E-PN bietet umfassende Flexibilität durch die Möglichkeit, die den einzelnen Standorten bereitgestellten Bandbreiten zu ändern und einem E-PN ganz nach Bedarf neue Standorte hinzuzufügen. Der E-PN-Anbieter stellt sicher, dass die Kunden ihre Bandbreiten in sehr viel kleineren Schritten erhöhen können, als dies mit anderen Technologien möglich ist. Diese erhöhte Bandbreitengranularität bedeutet, Dass Kunden Bandbreiten von 2 Mbit/s bis hin zu 1 Gbit/s in kleinen, logischen Schritten erhalten können und daher nur für die Bandbreite bezahlen, die sie benötigen. Die Bandbreite wird für jeden einzelnen Standort garantiert, und der Anbieter bietet Dienstklassen (Class of Service, CoS) mit priorisierten Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s. Auf diese Weise können Kunden bestimmtem Datenverkehr Vorrang einräumen und die Nutzung ihrer Bandbreite managen, um die Unternehmenseffizienz sicherzustellen. Ausfallsicherheit, Sicherheit und Leistungen sind wichtige Faktoren, und da E-PN überdedizierte Leitungen bereitgestellt wird, können die Kunden sicher sein, dass ihnen alle drei Elemente zuverlässig zur Verfügung stehen.

Ethernet Private Network Topologie

Ethernet Private Network bietet den Kunden Netzwerk-Konnektivität für mehrere Standorte. E-PN entspricht der E-LAN-Definition des MEF für einen Ethernet Virtual Connection (EVC). Die physische Architektur ist eine Sterntopologie, die logische Any-to-Any-Kommunikation ermöglicht. Die Any-to-Any-Topologie kann optimiert werden, indem ein Switch-Knoten in der Nähe des im Hinblick auf den Daten- und Anwendungs-Workflow primären Standortes platziert wird. Der primäre Standort ist der Ort, der den tatsächlichen Hub-Punkt der meisten Datenströme darstellt oder gleich weit von allen anderen Netzwerkzugangsstandorten entfernt ist. Die geografische Lage des primären Standorts zeigt an, an welchen Punkten der Switch-Knoten im Anbieter-Netzwerk installiert werden sollte.

Die Netzwerkkarte, die für die Bereitstellung des Switching eingesetzt wird, wird an dem verfügbaren Anbieter-Knoten installiert, der dem im Auftragsformular genannten primären Standort am nächsten liegt. Alle E-PN-Zugangsstandorte werden über diesen Switch-Standort geroutet. Darüber hinaus können bis zu drei Switching-Knoten eingesetzt werden, wenn es regionale Konzentrationen von Zugangsstandorten mit lokal ausgerichtetem Verkehr gibt. Dieses Merkmal ist als Distributed E-PN bekannt und bietet eine Minimierung der Latenzzeiten in geografisch getrennten Netzwerken. Auf einem einzigen Kunden-Interface können mehrere EP-LAN-Service (Multiplexed Ethernet UNI) mit über VLAN getrennten individuellen Service konfiguriert werden. Diese Serviceoption wird als EVP-LAN bezeichnet. Der E-PN-Service kann zur Ermöglichung einer speziellen Konnektivität zwischen Mehrfachstandorten auf der Grundlage des MEF E-Tree-Definition eines EP-Tree-Service (Ethernet Private Tree-Service), bei dem es sich um eine bidirektionale Punkt-zu-Mehrpunkt-EVC (Rooted Multipoint Ethernet Virtual Connection) handelt.

In dieser Topologie werden Standorte als Wurzeln (Roots) oder Blätter (Leaves) konzipiert und die Konnektivität wie folgt definiert: 

  • Root-Standorte haben Zugang zu allen anderen Standorten (Roots und Leaves).
  • Leaf-Standorte haben nur Zugang zu Wurzel-Standorten.

Auf einem einzigen Kunden-Interface können mehrere EP-Tree-Services (Multiplexed Ethernet UNI) mit über VLAN getrennten individuellen Services konfiguriert werden. Diese Serviceoption wird als EVP-Tree bezeichnet.

Ethernet VPN (Virtual Private Network) - ein Kundenbericht

Kundenbericht über den Vernetzungsbedarf eines Unternehmens. Savecall als Berater konzipierte mit dem Kunden zusammen ein Ethernet VPN.
Bandbreite vs. Preis?
Hohe Ethernet-Bandbreiten sind relativ günstig. Für die Telefongesellschaften macht es oft keinen Kostenunterschied ob dem Kunden 30 oder 100 Mbit zur Verfügung gestellt werden, denn es wird meist die gleiche Hardware und gleiche Leitung verwendet. Daher lohnt es sich, Ethernet-Bandbreiten bewusst großzügig zu wählen, damit Features wie "Class of Service" ggfs. gar nicht notwendig sind. Da eine Verdopplung der Bandbreite meist nur mit einer Preissteigerung von z.B. 10% einher geht, lohnt es sich die Bandbreite großzügig zu kalkulieren. -> Dimensionieren sie ihre Ethernet-Bandbreite großzügig. Verhandeln sie hart, es lohnt sich!
Wieso ist Ethernet nicht gleich Ethernet?
Ethernet-Leitungen können transparent, d.h. als echtes Ethernet (Layer3) geliefert werden, oder nur emuliert. Emulierte Ethernet-Leitungen sind virtuelle Layer2 (IP) Leitungen (VPLS / Ethernet over MPLS) und werden in MPLS-Netzen "erzeugt". Hieraus ergeben sich negative Auswirkungen auf Performance und Round-Trip Times, wodurch beim Einsatz zeitkritischer Anwendungen wie Storage- bzw. Metro-Links große Probleme entstehen. -> Prüfen Sie die Dienstbeschreibungen Ihres Anbieters genau.
Für welche Dienste benötigen sie ihre Ethernet Leitung?
Manche Anbieter liefern Ethernet mit einer 2-Wegeführung. Das ist prinzipiell gut, da sie dadurch eine höhere Verfügbarkeit (SLA) und Ausfallsicherheit erhalten. Jedoch sind solche Leitungen nicht dazu geeignet Sprache (VoIP) und Videodaten zu transportieren. Sollten Sie VoIP oder Video Anwendungen nutzen, prüfen Sie bitte auch, ob Sie "Quality of Service" oder "Class of Service" auf Ihrer Ethernet-Leitung benötigen. Also die Garantie schneller Datenleitungen im ersten Fall, oder das Priorisieren unterschiedlicher Klassen von Daten (Data, VoIP, Video). Letzteres ist vor allem dann wichtig, wenn Sie die verfügbare Bandbreite auf Ihrer Leitung weitgehend ausnutzen. Sobald der traffic zu hoch wird, leidet nämlich die Qualität zeitkritischer Dienste wie VoIP oder Video. Class of Service schafft hier Abhilfe, da die Bandbreite dynamisch gemanaged wird. -> Definieren Sie die von Ihnen benötigten Dienste und Bandbreiten genau.
Ist die Bandbreite verfügbar?
Telefongesellschaften stellen Ethernet-Leitungen auf Basis unterschiedlicher Technologien zur Verfügung. So kann es sein, dass ein Anbieter maximal 30 Mbit, ein anderer jedoch 1 Gbit-Bandbreite an Ihrem Standort liefern kann. ->Prüfen Sie die verfügbare Bandbreite immer bei mehreren Anbietern
Ronald Bals Ronald Bals Key-Account Consultant Tel.: +49 (0)89 / 219 914 810 E-Mail: kontakt@savecall.de Lesen sie auch meinen Blog
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