Web-basierende Telefonie übernimmt die Probleme des Internet

Von |Veröffentlicht am: 31. Juli 2012|1 Minuten zu lesen|201 Worte|0 Kommentare|

Wenn Sprachtelefonie ein Bestandteil des Internet wird, erhält sie auch die Schwächen des Internets. VoIP-Spamming wird z. B. nur schwer zu vermeiden sein. Für den Spammer fast kostenlose Audio-Botschaften lassen dabei Telefone auf der ganzen Welt rund um die Uhr bimmeln. Die Anruf-Empfänger werden nicht nur gestört, sie müssen sich auch unerwünschte Werbenachrichten anhören. Die Quelle der störenden Anrufe lassen sich nur sehr schwer ermitteln. Wenn man als Verbraucher lästige Werbeanrufe bekommt, kann man die Bundesnetzagentur informieren; die Bundesnetzagentur kann dann weitere Konsequenzen ergreifen und z. B. die Abschaltung der Rufnummer durchführen. Bei Anrufen dieser Art darf nach aktueller Gesetzeslage die Anzeige der Rufnummer nicht unterdrückt werden. Jedoch ist es sehr fraglich, ob gesetzliche Vorschriften die Spam-Anrufer genügend abschrecken können, vor allem wenn diese aus dem Ausland agieren. Mit speziellen Sprach-Tools können aufgezeichnete Audio-Botschaften sehr leicht einer großen Gruppe von Teilnehmern eingespielt werden. Es gibt bereits unzählige Anrufe von Sprachautomaten, die zu einer kostenpflichtigen und meist sehr teuren 0900-Rufnummer auffordern. Wie bei E-Mail Spam lohnt sich dies für die Kriminellen bereits, wenn nur ein Bruchteil der angerufenen Empfänger auf den Betrug reagiert.

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Andreas Marreck

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