Standortvernetzung in China: Besonderheiten und Lösungen

Veröffentlicht am: 7. September 2022|3 Minuten zu lesen|595 Worte|

Oberflächlich betrachtet ist eine Standortvernetzung bei Unternehmen eine einfache Angelegenheit, welche schon seit Jahren meistens mittels VPN Verbindungen realisiert wird. Leider ist das für eine Anbindung eines Standortes in China nur die halbe Wahrheit.

In einem Land, in dem die Einhaltung von Regeln sehr wichtig ist, gibt es auch beim Aufbau von Unternehmensnetzwerken einiges zu beachten. Glücklicherweise gibt es Möglichkeiten auch dieses Problem zu lösen.

Im Großen und Ganzen gibt es drei Probleme.

Das Peering-Problem

In weiten Teilen des Westens ist Peering etwas, worüber viele Kunden kaum nachdenken. Telekommunikationsunternehmen, Rechenzentren und T1-ISPs betreiben Peering ohne Argumente, dank seit langem etablierter Vertragsmodelle mit Namen wie Settlement-free und Sender-keeps-all. In der VR China ist das Bild ganz anders. Dort gibt es keine Netzbetreiber, die im Interesse des Allgemeinwohls frei peeren.

China Telecom und China Unicom – die terrestrischen Carrier des Landes – sind nicht die besten Freunde, wenn es um Peering geht. Selbst zwischen Großstädten können die Ressourcen für die Übergabe von Datenverkehr an Vermittlungsknotenpunkten äußerst knapp bemessen sein. Sofern möglich, sollte man daher bei einem Anbieter innerhalb Chinas bleiben.

Hat eine Firma ihre Internetleitungen bei China Telecom, dann läuft Datenverkehr die gesamte Strecke über die Infrastruktur der CT. Wenn das Routing jedoch nur einen POP der China Unicom einschließt, kann zu einem massiven Einbruch der Performance kommen.

Internationale Konnektivität

Wie oben beschrieben, ist das Peering innerhalb des Landesoftmals eine Hürde. Wie nicht anders zu erwarten, gibt es beim internationalen Peering das gleiche Problem, allerdings in verschärfter Form. Chinas große Drei – China Telecom, China Unicom und China Mobile – haben immense kulturelle Unterschiede: ein Telekommunikationsunternehmen der alten Schule, ein bewusster Herausforderer und ein Unternehmen, das auf Wellen und nicht auf Drähten basiert.

Für ein effektives Peering in ein anderes Land müssen alle drei also separate, Vereinbarungen mit ausländischen Carriern treffen. Gegenwärtig sind solche Vereinbarungen selten. Dies führt zu hohen Latenzen und Packet Loss. Eine Lösung hierfür bietet das Produkt Savecall Dedicated China Connect, welches unten näher beschrieben wird.

Die große Firewall

Die chinesische Regierung in Peking will den Zugang zu Websites beschränken, die ihr nicht gefallen. Alle Telekommunikationsanbieter – ob staatlich oder privat – müssen sich an eine von Peking veröffentlichte Liste mit Websites halten und diese blockieren. Das bedeutet, dass chinesische Bürger keinen Zugang zu Google oder Facebook haben. Ebenso werden VPN Verbindungen immer häufiger blockiert oder gedrosselt.

Dies verursacht bei Unternehmensanwendungen die Mittels VPN auf zentrale Dienste außerhalb Chinas zugreifen möchten erhebliche Probleme.

Savecall Dedicated China Connect heißt die Lösung

Business SD-WAN nach ChinaWie oben beschrieben, ist der Netzwerk-Traffic der China verlässt das größte Problem für Firmen, die Ihr Geschäft in China betreiben wollen. Savecall bietet in Zusammenarbeit mit seinem Partner China Telecom eine Lösung an, welche sowohl das Peering Problem mit dem Ausland löst als auch auf legale Weise die Great Firewall umgeht.

Savecall Dedicated China Connect ist eine SD-WAN-Lösung, die auf vorhandene Internetleitungen als Underlay nutzt. Außerhalb Chinas kommt der globale Cloud-Backbone der China Telecom zum Einsatz. Die jeweiligen Standorte bekommen eine SD-WAN Hardware, welche sich mit dem nächstgelegenen Cloud-Gateway verbindet. Die Datenübertragung von Savecall Dedicated China Connect wird somit nicht durch die Great Firewall geblockt und ist mit einer Latenz von ca. 200ms zwischen Deutschland und China auch noch sehr performant. All dies geschieht innerhalb des gesetzlichen Rahmens.

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Frank Frommknecht

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