companyconnect-dnsDas Domain Name System (DNS) ist einer der wichtigsten Dienste in vielen IP-basierten Netzwerken. Seine Hauptaufgabe ist die Beantwortung von Anfragen zur Namensauflösung.

Die meisten Abfragearten sind im RFC 1035 definiert. Alle Antworten enthalten das Feld TTL (Time To Live), das festlegt, wie lange (in Sekunden) diese Information noch als gültig angesehen werden darf. Danach ist eine erneute Abfrage erforderlich. Anhand dieser Angabe entscheiden die DNS-Server bei den Providern, wie lange sie die Datensätze in ihrem Cache behalten.

Ohne dieses System wäre das Internet, wie wir es kennen nicht möglich. Jede URL, die wir in den Browser eingeben gehört zu einer IP-Adresse, hinter welcher der tatsächliche Web-Auftritt liegt. Man kann sich das DNS wie eine Telefonauskunft vorstellen. Sie geben einen (für den Menschen verständlichen) Namen an und bekommen von der Auskunft eine (für Maschinen lesbare) Telefonnummer. Das DNS kann also als Verzeichnisdienst, welches den Namensraum des Internets verwaltet, gesehen werden.

Die Deutsche Telekom unterhält drei große DNS-Server, jeweils einen in Leipzig, Hannover und Frankfurt. Grundsätzlich empfiehlt es sich den DNS-Server zu wählen, der sich am nächsten zu Ihrem Standort mit CompanyConnect befindet. Bei der Einrichtung von CompanyConnect erhält man acht feste IP-Adressen, die man selbstständig einrichten muss. Allerdings bieten die meisten Anbieter einen Zusatzdienst an, bei dem ein Experte bei der Einrichtung hilft.

Wie sieht der Aufbau einer solchen Datenbank bzw. eines DNS aus?

Das Domain Name System kann als verteilte Datenbank mit baumförmiger Struktur aufgefasst werden. Beim Internet-DNS liegen die Daten auf einer Vielzahl von weltweit verstreuten Servern, die untereinander über Verweise – in der DNS-Terminologie Delegierungen genannt – verknüpft sind.

In jedem beteiligten Nameserver existieren eine oder mehrere Dateien – die so genannten Zonendateien – die alle relevanten Daten enthalten. Bei diesen Dateien handelt es sich um Listen von Resource Records.

In diesen Records gibt es verschieden Typen von Einträgen.

  • Mit dem SOA Resource Record werden Parameter der Zone, wie z. B. Gültigkeitsdauer oder Seriennummer, festgelegt.
  • Mit dem NS Resource Record werden die Verknüpfungen der Server untereinander geschaffen.
  • Ein A Resource Record weist einem Namen eine IPv4-Adresse zu.
  • Ein AAAA Resource Record weist einem Namen eine IPv6-Adresse zu.
  • Ein CNAME Resource Record verweist von einem Namen auf einen anderen Namen.
  • Ein MX Resource Record weist einem Namen einen Mailserver zu. Dieser Eintrag ist für viele besonders wichtig, denn er bezieht sich auf einen speziellen Dienst im Internet, nämlich die E-Mailzustellung mittels SMTP. Alle anderen Dienste nutzen CNAME, A und AAAA Resource Records für die Namensauflösung.
  • Ein PTR Resource Record weist einer IP-Adresse einen Namen zu (Reverse Lookup) und wird für IPv4 und IPv6 gleichermaßen benutzt.

Mittlerweile wurden schon einige neue Typen definiert, mit denen Erweiterungen des DNS realisiert werden. Dieser Prozess ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Siehe auch Resource Record.

Katharina von Johnston Katharina von Johnston Head of Branch Austria Tel.: +49 (0)89 / 219 914 810 | Österreich: +43 130 100 160 E-Mail: kontakt@savecall.de Lesen sie auch meinen Blog