Diese Frage stellt sich jeder IT Leiter. Sie ist schnell beantwortet. Fragen Sie sich einfach, welche Kosten Ihrem Unternehmen entstehen, wenn die Leitung ausfällt und darauf laufende Prozesse (Terminalserver/E-Mail/Web/Warenwirtschaftssystem/SAP etc…) für 1h, ½ >Tag, 1 Tag, 3 und 5 Tage nicht verfügbar sind.

Prüfen Sie die SLA Ihres Diensteanbieters und werden Sie schnell feststellen, daß je nach Dienst eine Verfügbarkeit von im Schnitt 98,5% auf das Jahresmittel garantiert wird. Dies entspricht bereits  5,5 Tagen im Jahr. Viel schlimmer ist jedoch, daß Sie bei einem Ausfall von z.B. 12 Tagen lediglich die Kosten Ihrer Leitung gutgeschrieben bekommen. In obigem Fall sind dies lediglich 216,- EUR, bei einer Leitung die 1000,- EUR im Monat kostet.
Es werden also keinesfalls die Kosten ausgeglichen, welche Ihnen durch Umsatzausfälle oder ähnliches entstanden sind. Bei vielen Kunden entstehen nach 5,5 Tagen schon Schäden von >50.000,- EUR.

Tip 1: Prüfen Sie Ihre Ausfallkosten genau. Am besten unter Einbezug der Geschäftsführung.

Entscheiden Sie nun, wie ausfallsicher Ihre Leitung sein muß. Bei unkritischen Diensten ist eine kleine oder gar keine Backuplösung ausreichend. Auch die Hauptleitung kann ggfs. auf einem weniger hochwertigen Trägermedium wie zum Beispiel SDSL auf einer Kupferleitung basieren.

Wenn Sie Ihr Unternehmen vor Ausfällen schützen müßen, lohnt es sich genau hin zu schauen.

Tip 2: Entwerfen Sie ein sogenanntes „No single-Point of failure“ Konzept:

  • Definieren Sie die benötigte Bandbreite der Haupt- und Backup-Leitung
  • Welches Backup-Lösungen sind am Standort verfügbar und eignen sich? (ISDN, Kupfer, 3G, Funk, Leased-Line, Glas)
  • Nutzen Sie 2 unterschiedliche Carrier mit unterschiedlichen physikalischen Netzabschnitten
  • Die Kabel werden an zwei unterschiedlichen Wegen ins Haus geführt
  • 2 unterschiedliche Router mit je zwei Netzteilen, führen auf 2 unterschiedlichen internen Kabelwegen an die redundant ausgelegten Server
  • ein Loadbalancing kann ggfs. dazwischen geschalten werden
  • Alle Endgeräte werden vom Carrier pro-aktiv gemanaged.
  • Sollten Sie zum Beispiel Niederlassungen in den USA oder im ferneren Ausland anschließen, sollten die 2 Carrier den Traffic über unterschiedliche Seekabel führen. Ansonsten haben Sie wieder einen „single-point of failure“.

Obiges Szenario kann auch in verschiedensten, einfacheren und günstigeren Versionen abgebildet werden.
Jeweils so, wie es am besten zu Ihrem Budget paßt. Irgendwo zwischen einer einfachen, nicht abgesicherten Leitung und einem „No-single-point of failure“-Konzept liegt die jeweils optimale Lösung.

Tip 3: Fertigen Sie Dokumente an

(Hotline-Nummern, Leitungsbezeichnungen, Netzskizze des Dienstes) und einen kleinen Prozeß, für den Fall eines Leitungsausfalles. Erfahrungsgemäß tritt dieser meist dann ein, wenn man selbst nicht im Unternehmen ist.

FAZIT: Eine angemessen verfügbare und zum Unternehmen passende Infrastruktur-Lösung ist meist günstiger als man denkt und auf jeden Fall viel günstiger, als ein Ausfall mit unvorhergesehenen Folgen.


Katharina von Johnston Katharina von Johnston Head of Branch Austria Tel.: +49 (0)89 / 219 914 810 | Österreich: +43 130 100 160 E-Mail: kontakt@savecall.at Lesen sie auch meinen Blog


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