Hat Ihr Unternehmen schon einen Brief von der Telekom erhalten, in dem Ihnen der bestehende Telekom-ISDN-Anschluss (trotz regelmäßiger Bezahlung) gekündigt wurde? Falls nicht, dann bekommen Sie bis spätestens 2018 diesen Brief, so der Plan der Deutschen Telekom. Denn Fakt ist: Die Telekom plant die ISDN-Abschaltung. Selbst wenn 2018 nicht ganz realistisch erscheint, so ist 2020 sicherlich das Ende von ISDN erreicht.

Was veranlasst die Telekom eigentlich zur ISDN-Abschaltung?

ISDN ist eine mittlerweile veraltete Technologie, die wertvollen Platz im Netzwerk der Telekom und der alternativen Anbieter belegt. Gerade durch schier unbegrenzten Hunger nach immer mehr Bandbreite und den Optimierungen, die mit IP-basierten Techniken möglich sind, brauchen die Carrier den Platz, um den künftigen Anforderungen genüge zu tragen. Eine ISDN-Abschaltung liegt also auf der Hand.

Was tut die Telekom?

Als Alternative wird Ihnen die Telefonie per „All-IP” angeboten? Keine Panik – Sie sind nicht der einzige, der so eine Nachricht erhält. Außerdem ist die Veränderung weg von ISDN hin zu IP-basierten Diensten eine große Chance die eigene TK-Infrastruktur neu auszurichten. Es stehen mehr Alternativen zur Verfügung, als Sie zunächst vielleicht denken.

Was ist eigentlich „ALL-IP“? 

Bislang wurden in der Telekom-Welt die Telefon- und Daten­verbindungen separat transportiert (wer einmal DSL zu Hause installiert hat, erinnert sich sicher an den „Splitter”). In der „neuen“ IP-Welt wird die Telefonie nicht mehr über eine separate Leitung, sondern zusammen mit an­deren Daten über die IP-Verbindung übertragen. Das Gute daran: In der Regel sind die heute bei den Unternehmen eingesetzten TK-Anlagen bereits sogenannte Hybrid-TK-Anlagen (die TK-Anlagen sprechen intern IP und nach extern ISDN). Eine Umrüstung der TK-Anlage auf IP nach extern ist somit kein Problem. Sollten Sie eine „alte“ TK-Anlage nutzen, die noch kein IP kann, dann ist es an der Zeit eine Alternative einzusetzen.

ISDN-Abschaltung: Was ist der Unterschied zwischen ISDN und IP

Was ist der Unterschied zwischen ISDN und IP

 

Warum sollte ein Unternehmen auf IP wechseln?

Der Hauptvorteil für Unternehmen liegt in der ITK-Konvergenz. Während klassische Telekommunikation und Datenverarbeitung zwei getrennte Welten mit unterschiedlichen Regeln und Erfordernissen waren, ist es mit IP-Telefonie möglich, dies IP-basiert zu integrieren und somit alles in einer Welt (All-IP) zu betreiben.

  • Merkliche Kosten- und Strukturvorteile beim Aufbau von UCC-/TK-Anlagen
  • Einfachere Pflege der ITK-Infrastruktur
  • Moderne UCC-/TK-Anlagen lassen sich einfach in die Computerumgebung integrieren (Computer-Telephony-Integration (CTI) wird einfacher)
  • Leichtere Skalierbarkeit – etwa bei der Wahl der gleichzeitig nutzbaren Sprachkanäle.  (Man ist nicht mehr in der Kanallogik von ISDN gefangen)

Ist Voice over IP sicher?

Unter gewissen Voraussetzungen ja.  Der Anbieter sollte ein eigenes, geschütztes Backbone haben. Ferner sollten die VoIP-Daten des Kunden nur über sichere PSTN-Gateways das Backbone verlassen. Wird die TK-Anlage am VoIP-Port einer Carrier-Internetleitung angeschlossen, erhält sie nur IP-Pakete vom Carrier-NGN bzw. von den Carrier-Session-Border-Controllern (SBC) und ist so vor ungewünschten Angriffen aus dem Internet geschützt.
Achtung, das bieten so nicht alle Anbieter im deutschen Markt.

Zu den Themen Sicherheit / Verschlüsselung VoIP und den verschiedene Produktvarianten der Carrier demnächst mehr.
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1 Kommentar

  1. Nikolaus von Johnston
    Nikolaus von JohnstonApril 28, 2016 at 11:20 am · Reply

    Danke für den guten Überblick!

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