Ein überraschendes Ergebnis zu BYOD

Zu einem überraschenden Ergebnis kommt die Studie „Connected Enterprise Survey“, die das Marktforschungsunternehmen Loudhouse weltweit im Auftrag von Alfresco durchgeführt hat: Die Unternehmens-IT kann nicht mit den Erfordernissen der Mitarbeiter Schritt halten. Für den Austausch von Dokumenten greifen sie daher im Beruf verstärkt zu ihren eigenen Geräten und zu privaten File-Sharing-Diensten. Notgedrungen, denn 74 Prozent der deutschen Anwender würden lieber Hilfsmittel verwenden, die ihnen ihre IT-Abteilung bereitstellt.

Befragt hatten die Marktforscher 1600 Arbeitnehmer und Führungskräfte aus IT und Fachabteilungen, darunter 200 Teilnehmer aus Deutschland. Die Studie zeigt darüber hinaus, dass dort, wo die IT-Abteilung dem Bedarf entspricht, eine merkliche Produktivitätssteigerung zu beobachten ist. Für die „Extended Enterprise Survey“ haben Angestellte der Loudhouse im Mai 2013 Online-Interviews in acht Ländern geführt. Die ausgewählten Unternehmen hatten mindestens 500 Mitarbeiter und kamen aus Branchen wie der Finanzwirtschaft, dem öffentlichen Sektor, aus der Fertigungs- und Medienindustrie.

Die Umfrage deckt auf

Laut Umfrage steigt die Menge der Geschäftskontakte rasant an: 78 Prozent der beruflichen Anwender erwarten, dass sich die Zahl der Personen, mit denen sie beruflich Informationen austauschen, in den nächsten beiden Jahren um 20 Prozent erhöht. Als Grund für den Zuwachs nannten von den Befragten 57 Prozent Kundenkontakte, 55 Prozent Kollegen an anderen Standorten, 51 Prozent Mitarbeiter am eigenen Standort. Nur 18 Prozent halten ihre Firma für „sehr effektiv“ beim Wissensaustausch. Deutsche Anwender scheinen nach der Erhebung noch kritischer zu sein und billigten nur 13 Prozent der Betriebe das positive Urteil zu.

Viele Mitarbeiter sind es mittlerweile gewohnt über ein PAD, Tablett oder ein Smartphone zu kommunizieren und Ihre Daten darüber abzurufen, zu bearbeiten und direkt zu versenden. Was man aus dem privaten gewohnt ist, lässt sich aber nur schwer auf die Unternehmensseite übertragen. Eine eigene Unternehmens App die einem ermöglicht CRM Daten, ERP Daten, SharePoint oder andere Datenbank einfach zu nutzen existieren nicht und wäre teuer im Erhalt und der Programmierung, wenn auch erstrebenswert.

Ebenso sind bestimmte Anwendungen sehr langsam, weil die Bandbreiten oder die Qualität der Anbindung an die Server nicht ausreichend ist. Daher greifen viele Mitarbeiter sträflicher Weise zu Services wie Drop Box oder Wetransfer, um Firmendaten auszutauschen oder sich virtuelle Ablagefächer zu schaffen. Legen Kontakte eher in Xing oder Linked an und schaffen sich so Ihre eigene Cloud.

Unkontrollierbar für die IT

Für die IT unkontrollierbar und auch für das Unternehmen ein kleiner Super Gau. Nicht nur dass die Daten sozusagen „Außer Haus“ gelangen. Sie verlagern sich auch aus der Hand des Unternehmens, denn wenn ein solcher Mitarbeiter ausscheidet nimmt er die Daten automatisch mit, ohne dass die IT eingreifen kann. Unterlagen, Informationen, Zahlen, Daten und Fakten verschwinden für immer und richten einen eminenten Schaden an.


Juarez Williams Juarez Williams ICT Consultant Tel.: +49 (0)89 / 219 914 810 E-Mail: kontakt@savecall.de Lesen sie auch meinen Blog


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