Liebe Leser,

in den Tageszeitungen, Fachpublikationen, überall liest man: „Österreichische Firmenstandorte“, von internationalen & nationalen Unternehmen dienen als Headquarter für die CEE Niederlassungen. 

Dieser Trend der Zentralisierung für die CEE Länder findet auch in der IT immer stärker statt! Meist entscheidet die in Österreich ansässige IT- Abteilung welche Möglichkeiten der Standortanbindung vor Ort in Polen, Russland, Slowenien, Ungarn etc. benötigt wird und wie diese realisiert  werden soll und vor allem mit welchem Provider. Historisch sind die meisten CEE Niederlassungen mit lokalen Anbietern vor Ort angebunden. Aus Kostengründen und weil es auch oft nicht anders möglich war.

Mittlerweile haben aber die internationalen Provider stark aufgeholt und in diesen Ländern POPs (Point of Presentation) aufgebaut. Siehe auch unseren Blogbeitrag vom 31. Juli. Sie folgen damit der nun mehr stark aufkommenden Nachfrage der meisten CIOs:

„ein Ansprechpartner für alles, für alle Dienste, Data-und Sprachdienste aus einer Hand, ein Ansprechpartner für alle Länder, durchgängige und transparente SLA’s“

Die Bereitstellung der Datenleitungen kann auf verschiedene Art und Weise erfüllt werden. Einzelne Standorte können über dedizierte (nicht über das öffentliche WAN) Punkt zu Punkt Leitungen auf Ethernet Layer2 mit besten Latenzen angebunden werden. Denn mittlerweile sind in fast allen Ländern, Ausnahmen bestätigen die Regel, auch „Any to Any“ Netze möglich auf Ethernet Layer 2. „Ethernet Layer 2 Verbindungen“ eignen sich besonders dann, wenn dass Management der Leitung oder des Netzes bei der firmeninternen IT Mannschaft bleiben soll, die Bandbreiten >= 20 Mbits/Standort Zukunftsmusik spielen und die Round trip delays  enorm wichtig sind. Ethernet Layer 2 Dienste sind quasi „Rennstrecken“ mit hoher Bandbreite zwischen zwei oder mehreren Standorten.

Eine andere Möglichkeit die Standorte in den CEE Ländern zu vernetzen ist das komplett vom Provider betriebene Netz (MPLS) und rundet das Portfolio ab. Ein MPLS wird meist nachgefragt, wenn Bandbreiten bis <= 20 Mbitps/Standort  benötigt werden, die interne IT Mannschaft sich klassisch von den traditionellen IPsec Verbindungen über lokale Internetzugänge lösen will, um wieder intern freie Ressourcen generieren zu können und die Netzstabilität aufgrund dieses „privaten“ Netzes erhöht werden soll.

Ein nicht unerheblicher Punkt sind dabei auch die langfristigen TCO Kosten (total cost of ownership) zu senken.

Je nach Land und Anbieter ist es in den CEE Ländern nun möglich bei einem IPVPN (vom Provider betriebenes MPLS) auch die Sprachdienste über dieses Netz abzubilden.

Internes VoiP über alle Standorte, für interne gratis Telefonie, kann schon gut erfüllt werden. Rufnummerportierungen sind noch nicht in allen Ländern möglich und die lokalen Gesprächseinheiten und einzelne ISDN Anschlüsse in den Ländern selbst sind meist über den dort ansässigen Netzbetreiber noch günstiger.

Wir dürfen gespannt sein, was die Zeit hier für eine weitere Entwicklung bringt und halten Sie selbstverständlich auf dem Laufenden.

Ihre Katharina Johnston-Erhart


Katharina von Johnston Katharina von Johnston Head of Branch Austria Tel.: +49 (0)89 / 219 914 810 | Österreich: +43 130 100 160 E-Mail: kontakt@savecall.de Lesen sie auch meinen Blog


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