1. Ansatz – zentraler IT Standort

Die Auswahl des richtigen Standortes ist für die Zentralisierung der IT ein wesentliches Kriterium. Folgende Entscheidungen sollten dabei bewertet werden:

  1. Eigener Standort
  2. Colocation (Auslagerung der RZ Fläche)
  3. Outsourcing

Keine dieser Optionen kann aus Sicht des CIO’s priorisiert werden, die Entscheidung richtet sich nach den Bedürfnissen des Unternehmens.

Welche Kriterien spielen für diese Entscheidung eine Rolle:

  • Sicherheit es Gebäudes und der Räumlichkeiten (Zutritt, Überwachung)
  • Risiko durch Naturgewalten, (Sturm, Hochwasser, Erdbeben)
  • Energiekosten und Zuführung,
  • Kosten für die Anbindung,
  • Verfügbarkeit von Leitungswegen,
  • Möglichkeiten zur adäquaten Personalbeschaffung

Sicherheit herzustellen erfordert zunächst klar definiert Richtlinien und Standards. Diese orientieren sich an den Unternehmenszielen und den spezifischen Anforderungen. Das schaffen von Sicherheit ist ein progressiver Kostenfaktor, der vor allem in den letzten Ausprägungen erhebliche Kosten verursacht.

Das Risiko von Naturgewalten richtet sich nach örtlichen Gegebenheiten und darf nicht vernachlässigt werden. Die Hochwasser der letzten Monate haben viele Unternehmen durch den Verlust der Daten und Server an den Rand der Existenz gebracht.

Energiekosten sind oft ein unterschätzet Faktor bei Zentralisierung der IT. Zunächst ist es wichtig und naheliegend gute Einkaufsbedingungen für Energie zu schaffen. Eine doppelte Hauszuführung rechnet sich in der Regel durch höhere Verfügbarkeit. Aber dennoch sind die Kosten für Strom in Bezug auf Zuführung und Abwärme ist erheblich. Eine ausreichend dimensionierte Klimatisierung ist vorzusehen. In der Regel rechnet man für einen Server mit 500Watt Stromaufnahme und Abwärme. Für Netzwerkkomponenten kann der Wert von 300 Watt angenommen werden.

Die Anbindung des Rechenzentrums an das Internet (vor allem bei Shopsystemen) und an die jeweiligen Außenstellen ist bei der Zentralisierung ein wesentlicher Faktor. Die Anbindung wird bestimmt durch die geforderte Verfügbarkeit und gewünschte Performance in den Außenstellen. Für die Verfügbarkeit ist eine redundante Anbindung ein quasi muss, für Performance spielt die Bandbreite und Latenz eine wesentliche Rolle. Diese Parameter müssen im Vorfeld geklärt werden um eine Verlagerung erfolgreich durchführen zu können.

Eine wichtige Rolle spielt in diesem Zusammenhang auch die Verfügbarkeit der Anbindung. Üblicherweise wird ein Rechenzentrum bzw. eine zentrale IT durch zwei Redundante Leitungswege unterschiedlicher Provider angebunden. Wichtig dabei ist das die gewählten Provider durch eigene Leitungstrassen anbinden und nicht durch die gleiche gemietete Leitung. Dies ist bei der Entscheidung der Carrier unbedingt zu berücksichtigen.

Nicht zu unterschätzen ist bei der Platzierung der zentralen IT der Faktor der Personalbeschaffung. So banal wie es klingt – so wichtig ist es auch einen Standort zu wählen, der auch ausreichendes Fachpersonal bietet. Die Alternative für den IT-Leiter an dieser Stelle ist selbst auszubilden, dies ist eine gute Investition in die Zukunft – aber mit entsprechendem Vorlauf verbunden.

Wie kann eine Entscheidung zwischen eigener IT, Colokation oder Outsourcing getroffen werde? Neben den finanziellen Erwägungen, die natürlich von zentraler Bedeutung sind – spielen weitere Kriterien eine wichtige Rolle:

  • Verfügbarkeit der IT und der Daten
  • RZ-Kosten
  • Vielfalt der Anwendungen
  • Backup

Zunächst muss die Frage behandelt werden, ob mit eigenen Kräften die Verfügbarkeit für die definierten Level erreicht werde kann, oder ob zusätzliches Personal zu schaffen ist. Eine Verfügbarkeit von 99,9% kann in der Regel nur durch professionelle Provider oder im 3-Schicht-Modell gewährleistet werden. Meist kann dieser Servicelevel nur durch ein professionelles Umfeld erreicht werden.

RZ Kosten stellen sich aus den folgenden Positionen zusammen:

  • Energie
  • Miete
  • Personal
  • Leitungszuführung

Diese Kosten müssen für die Entscheidung berücksichtig werden.

Eine wesentliche Einflussgröße ist die Menge der unterschiedlichen Anwendungen – die durch Ihre Vielzahl die Komplexität logarytmisch ansteigen lassen. Je mehr unterschiedliche Anwendungen gehostet werden – beeinflusst die Größe des erforderlichen Personals bzw. deren Spezialisierung.

Backup und Aufbewahrung der gesicherten Daten ist nicht nur aus Recovery Gründen eine wesentliche Aufgabe, es ist unter Umständen auch aus gesetzlichen Auflagen angezeigt und muss deshalb zusammen mit der jeweiligen Sicherungssoftware aufbewahrt werden. Regelmäßige Rücksicherungen sind notwendig um die Lesbarkeit der Backupmedien sicher zu stellen,

In den meisten Fällen ist die Entscheidung für Outsourcing der richtige Weg. Seit Jahren existiert eine große Zahl an professionellen Hostingprovider, die zu deutlich niedrigeren Kosten in der Lage sind höhere Verfügbarkeiten sicher zu stellen, als dies eine eigene IT leisten kann.

Die Vorteile der IT Outsourcings liegen klar auf der Hand:

  • Kalkulierbarkeit der Kosten
  • Verlagerung von Risiken an den Provider
  • Höhere SLA
  • Flexibles Wachstum und Skalierung mit den eigenen Anforderungen

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Martin Michael Martin Michael Geschäftsführer savecall ICT solutions Tel.: +49 (0)89 / 2000 517-0 E-Mail: sisinfo@savecall.de Lesen sie auch meinen Blog


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