private cloud computingLaut einer aktuellen KPMG Studie (Cloud Monitor) planten 29% aller Unternehmen die Nutzung von sog. Cloud Diensten. 37% der befragten Unternehmen nutzen diese Dienste bereits heute. Ca. 20% dieser Unternehmen nutzen dabei eine hosted private Cloud oder eine managed private Cloud.

Zu Recht, wie wir finden – den die Vorteile des Cloud Computing liegen klar auf der Hand:

  • Reduktion von IT Administrationsaufwand
  • Verringerung von Implementierungs- und Installationsaufwand
  • Bessere Skalierbarkeit der IT-Leistung
  • Einfachere Verteilung von IT-Ressourcen und somit auch BCM Konformität
  • Reduzierung von IT Ausgaben
  • Verbesserung von IT Verfügbarkeit und Performance
  • Höhere Datensicherheit

Folgt man der Analyse des Cloud Monitors, haben nahezu alle befragten Unternehmen deutlich durch die genannten Vorteile profitiert und können auch den direkten Nutzen belegen.

Aber was muss bei Entscheidungen für eine Cloud Lösung beachtet werden?

Eine schnelle unüberlegte Entscheidung hat meist schwere Folgen für das Unternehmen – daher sollte eine Entscheidung zunächst auf die folgenden nichttechnischen Punkte geprüft werden.

  1. Produktbindung durch die Virtualisierungslösung
  2. Welches Verrechnungsmodell liegt zu Grunde
  3. Welche Servicelevels werden garantiert
  4. Wo werden die Services bereitgestellt und welches Recht gilt? (Standortfrage)

Gefahr der Produktbindung:

Viele Softwarehersteller versuchen die Kunden durch Ihre Produkte nachhaltig an sich zu binden, in dem Software as a service (SaaS) und Infrastrukturleistungen so eng verzahnt angeboten werden, dass ein späterer Wechsel des Kunden zu einem anderen Anbieter kaum oder nur unter großen Anstregungen zu bewerkstelligen ist. Einfaches Beispiel dazu ist die Microsoft Office365 Lösung – vor allem im Bereich Mail. Als Alternative dazu können Unternehmen heute auch zu einem Anbieter wechseln, der hosted Exchange und/oder hosted Lync anbietet. Dabei wird die Bindung für den Kunden nicht so eng und ein späterer Wechsel ist einfach möglich.

Risiko: Verrechnung und Vertragsmodell

Verträge im Bereich der Virtual Computing Lösungen sollten stets so ausgerichtet sein, dass keine zu hohen Kosten über lange Zeiträume festgeschrieben werden. Zusätzliches, flexibles Zu- und Abmieten von Ressourcen sollte innerhalb des bestehenden Vertrages jederzeit möglich sein. Man spricht hier von einem pay-per-use-Modell.

Beachten – die Servicelevels!

Die kleinen Zahlen entscheiden bei den Servicelevel.

Grundsätzlich gilt: ein Servicelevel sollte immer vereinbart sein. Dazu auch die Art der Problemmeldung im Bedarfsfall und die Reaktionszeiten. Marktüblich sind heute Servicelevels von 98% für gehostete Produkte. Zu beachten ist dabei auch – für welchen Zeitraum der Servicelevel gilt. Je Kürzer der Zeitintervall, desto besser für den Kunden. Ein Servicelevel von 98% p. a. entspricht einer möglichen Ausfallzeit von (in Summe) 175,2 Std ( also 7,3 Tagen). Dies am Stück wäre vermutlich für jede Firma zu viel! Der Ordnung halber sollte dazu erwähnt werden, dass alle Anbieter redlich bemüht sind faktisch deutlich unter den SLA’s zu bleiben. Grundsätzlich wird ein SLA von mindestens 99,4% empfohlen – dabei sprechen wir „nur“ von 52,5 Std. also ca. 2 Tagen.

Datenschutz und Serverstandort

Eine zunächst unterschätze Frage, die jedoch massive Auswirkungen haben kann. Wo werden meine Daten gehostet? Manche Anbieter verfügen über viele Rechenzentren weltweit und die gehosteten Server werden je nach Kapazität und Möglichkeit hin- und her geschoben. Ein Einfluss auf den Standort ist dabei nicht möglich – dafür sind die Kosten gering! Allerdings gilt dabei auch zu beachten, das natürlich immer das Recht und der Datenschutz des jeweiligen Landes / Standortes gilt in dem sich die Server gerade befinden. Die Empfehlung ist – eine Lösung zu suchen bei der klar und eindeutig bestimmt werden kann in welchem Land die jeweiligen Server fix gehostet werden. Nur dann hat man auch das Recht auf seiner Seite und kann den eigenen Kunden entsprechende Sicherheit der Daten belegen.

Es gibt darüber hinaus noch einige weitere Punkte die zu beachten sind – aber die wichtigsten haben wir genannt. Jede Unternehmenslösung ist speziell und sollte hinsichtlich technsicher, wirtschatlicher und rechtlicher Belange enstrechend geplant werden.

Wir können Sie dabei unterstützen, sprechen Sie uns an. Oder nutzen sie unser Formular zur unverbindlichen Anfrage:

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Martin Michael Martin Michael Geschäftsführer savecall ICT solutions Tel.: +49 (0)89 / 2000 517-0 E-Mail: sisinfo@savecall.de Lesen sie auch meinen Blog


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