Netzausfälle bei Vodafone – der rote Riese reagiert. Im letzten halben Jahr hat Vodafone zahlreiche Stationen mit der neuen, effizienten SRAN-Technologie ausgestattet. (Single Radio Access Network-Technologie)

Seit diesem Zeitpunkt an kam es zu exorbitanten Störungen in ganzen Gebieten wie München und Umkreis, aber auch in ländlichen Gebieten wie der Brandenburger Seeplatte, waren ganze Dörfer auf einmal vom Netz abgeschnitten. Auf einmal konnte man nicht mehr telefonieren, obwohl Netzempfang angezeigt wurde. Man war  sozusagen ohne Vorwarnung von der Außenwelt abgeschnitten.

Naja nicht komplett. Wer sich mit seinem mobilen Endgeräte auskannte konnte auf GSM (G2) umschalten. Dann konnte man zumindest wieder telefonieren, hatte aber keinen Datenempfang mehr. Stellte man G3 wieder ein, konnte man Daten empfangen aber nicht mehr telefonieren.

Ein guter befriedigender Zustand ist dies ja nicht.

 

Was ist passiert?

Beim Umstellen der Mobilfunkmasten wurde oftmals der Datenverkehr unterschätzt, der von den anderen Masten aufgefangen werden musste. Diese Überlastungen führten aber nur in erster Linie zu den Ausfällen.
Zu kleine Datenanbindungen oder verspätete Lieferung der Datenleitung an die neuen Masten, sorgten manchmal für ein wochenlanges Offline sein einzelner Masten.

Software Probleme der neuen Huwei Sendestationen bei der Kommunikation mit dem eigenen Netz waren ein Betriebsunfall, der eine schmerzliche Wunde im Gedächtnis vieler Kunden hinterlassen hat. Doch was manchmal wie Hohn klingt, wird nun Realität, denn es wird besser.

 

Was macht Vodafone?

Es hat gedauert, aber nun reagiert Vodafone. Mit frischen Geld aus dem Verizon Verkauf, investiert Vodafone nach eigenen Angaben weitere 1,2 Mrd. € in den eigenen Netzausbau.

Hier war der Schritt Kabel Deutschland zu kaufen, nur ein wichtiger für die Zukunft. Eine bessere Lastverteil-
ung im eigenen Backbone schafft neue Räume und Platz, Mobilfunkstationen leichter mit Glas zu versorgen, um mehr Daten schneller ins Backbone abtransportieren zu können, schafft Zuverlässigkeit und Kapazitäten.

Mit der Telekom wurde eine Vectoring Kooperation geschlossen, die Vodafone weiteren Zugang zur VDSL Technologie liefert und es dem Konzern ermöglicht nun auf viele breite Möglichkeiten für den Ausbau des eigenen Netzes zurück zu greifen. Damit sieht man sich für die Zukunft gewappnet, nie wieder so von Netzausfällen gebeutelt zu sein.

 

Vodafone scheint lernfähig zu sein

Vollmundig sind die Ankündigungen, die hier aus der Chefetage nach außen dringen. Vorgänger wir Fritz Joussen oder Jan Geldmacher, waren genau dafür bekannt. Zusagen und Versprechen einzuhalten. Was aber macht die neue Generation an Managern?

In Zukunft will Vodafone Kunden aktiv von sich aus über Störungen des Netzes informieren, über Medien, SMS, Post oder Email. Damit die Menschen wissen was los ist. Neue Techniker und Personal einstellen. Vodafone sucht aktiv nach Personal, auch dies hat es lange nicht mehr gegeben. Vieles wurde an externe Firmen ausgelagert und aus der Hand gegeben. Einsparungen an Technik und Backup. Auch hier fand ein Umdenken statt und man arbeitet an neuen Backup und Überwachungsvarianten für neuralgische und wichtige Punkte und Leitungen im Netz. GSM und UMTS werden nun modernisiert und ausgebaut. SRAN sei dank.

Es gibt Hoffnung was man hier hört. Das bei Vodafone zumindest in technischer Hinsicht bald alles wieder auf gewohnt hohem Niveau läuft.

Bleibt zu hoffen, dass sich Vodafone den Bereich der Auftragserfassung, Bearbeitung, Verfolgung und der Kundenbetreuung, dem Service genauso gründlich vornimmt und mit ebenso viel Engagement und finanziellen Mitteln zu Sache geht.


Juarez Williams Juarez Williams ICT Consultant Tel.: +49 (0)89 / 219 914 810 E-Mail: kontakt@savecall.de Lesen sie auch meinen Blog


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