Mit dem Produkt Lync 2010 hat Microsoft schon seit einigen Jahren den Schritt zu einer neuen Art der Kommunikation und vor allem auch zu neuer Telefonie gemacht. Klassische Telefonie wird durch unified communication and colaboration ersetzt werden. Wer den Einsatz von Microsoft Lync plant, muss sich zunächst die Frage nach der Lizenzierung stellen. Schließlich wird daduch auch der Funktionsumfang der Software im erheblichen Maße beeinflusst.

Aber wie durch die Lizenzierung durchblicken? Das ist bei Microsoft wie auch bei anderen Herstellern in der Tat nicht ganz einfach. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, Lync als gehostetes Produkt oder in eigener Installation zu betreiben.

Was unterscheidet die gehostete Lync Version von der eigenen Installation, die auch gerne als OnPremise bezeichnet wird? Bei Lync online ist der Einsatz von analogen sowie der von sog. LyncPhones nicht möglich. Audio/Video und Konferenz Telefon Dialin ist bei Multi-User Konferenzen ebenfalls in der online Variante nicht möglich. Wer also auf dem Weg zur Telefonie über Lync ist – für den ist hosted Lync in der sogenannten „Provider Pack“ Variante nicht die richtige Wahl. Wird eine „OnPremise“ installation gehostet – stehen alle Leistungsmerkmale (richtige Serverlizenz vorausgesetzt) zur Verfügung.

 

Welche Clientlizenzen gibt es? Auch hier ist zunächst zu unterscheiden, ob User oder Geräte lizenziert werden – aber was macht den Unterschied?

  • Lync User CAL: Hierbei wird eine Lizenz einem Benutzer zugeordnet, mit der er Lync auf beliebig vielen Geräten verwenden kann. Dieser Lizenztyp wird am meisten zum Einsatz kommen, da die User ihre Kommunikation nicht nur über den PC sondern auch über Smartphones oder Tablets abwickeln möchten.
  • Lync Device CAL: Diese Lizenz gilt für das jeweilige Endgerät, unabhängig wie viele unterschiedliche User (die in diesem Fall keine eigene CAL brauchen) sich nacheinander an dem Gerät anmelden. Dieser Lizenztyp wird vermutlich nur in wenigen Fällen zum Einsatz kommen. Denkbar wären z. B. Konferenztelefone oder DeskSharing.
  • Für Headsets, Telefone oder Cams werden keine Lizenzen benötigt

 

Die Client Lizenzierung entscheidet über die Möglichkeiten:

Lync CAL’s bestehen zunächst aus der Basislizenz, sie wird von Microsoft auch als Lync Standard CAL bezeichnet. Diese Lizenz ist für den Client immer erforderlich. Durch diese Lizenz erhält man die folgenden Grundfunktionen:

  • Instant Messaging
  • Erreichbarkeitsinformationen / von in Office
  • Gruppenchat
  • 1:1 Audio und Video
  • Teilnehmen an Konferenzen
  • Windows Live Messenger (AV Föderation)
  • Suche nach Fähigkeiten in SharePoint

Möchte man den Funktionsumfang erweitern, so gibt es zwei weitere CAL’s, die additiv zu sehen sind.

  •  Lync 2010 Enterprise CAL, die man auch als die „Konferenz-CAL“ bezeichnen kann. Mit dieser Zusatzlizenz werden die folgenden Funktionen möglich:
    • Webkonferenzen
    • Audiokonferenzen
    • Videokonferenzen
    • Desktopfreigabe
    • Organisieren von Konferenzen
    • Aufzeichen von Konferenzen
    • Wartelobby / optimierterer Konferenzbeitritt
  • Lync 2010 Plus CAL, mit der die Telefonieoptionen möglich werden. Durch den Einsatz der Plus CAL erhält man
    • Erweiterte Telefonie Funktionen
    • Stellvertreter / Rufgruppen
    • CTI / RCC für die Steuerung von Tischtelefonen
    • Bandbreitenmanagement
    • Ad-hoc Audiokonferenzen
    • Parken und Fortsetzen von Gesprächen

Den vollen Funktionsumfang erhält man also, wenn man Basislizenz, Enterprise CAL und Plus CAL zusammenaddiert.


Martin Michael Martin Michael Geschäftsführer savecall ICT solutions Tel.: +49 (0)89 / 2000 517-0 E-Mail: sisinfo@savecall.de Lesen sie auch meinen Blog


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