Um ein wenig Klarheit zu schaffen: was genau ist Cloud-Computing eigentlich?

Gehen wir zurück in die 80er-Jahre: Einfache Terminals usw.

Fangen wir mit der einfachsten Erklärung an, was eine Cloud ist: Riesige Server und komplexe Anwendungen befinden sich nicht in Ihrem Unternehmen. Sie müssen keine Geräte kaufen, diese bei sich unterbringen und selbst warten. Das übernimmt jemand anderes für Sie, und Sie zahlen für den Zugang zu diesen Leistungen. Sie zahlen also nur für das, was Sie auch nutzen.

Wenn Sie jedoch über diese einfache Beschreibung hinausgehen, dann ist das Ganze etwas komplexer – aber zum Glück nicht zu komplex.

Francois Eloy, Leiter von Colt Communications Services, findet, dass die 1980er-Jahre eine gute Analogie zum Cloud-Computing bilden (sofern Sie sich noch daran erinnern …).

Damals war es in grossen Organisationen normal, an einem einfachen Terminal zu sitzen und über einen Mainframe-Server auf Anwendungen und Daten zuzugreifen. Wir dachten, Computer würden auch in Zukunft immer so arbeiten. Doch auf einmal änderte sich das alles. Jedes Desktop wurde selbst extrem leistungsfähig. Über das Internet wurden dann alle miteinander verbunden. Jetzt noch einmal zurück zu den einfachen Terminals. Extrem viele Leute arbeiten mit Tablet-Computern, die nicht viel Speicherplatz besitzen, aber über das Internet sehr gut vernetzt sind. Genau DAS ist Cloud-Computing.

Den Kern der Cloud-Revolution bildet die Notwendigkeit, Komplexität abzubauen und Kosten zu senken. Unternehmen jeder Grösse, insbesondere aber kleine und mittelständische Organisationen, können ihre Ausgaben von Hardware auf Anwendungen verlagern, die dann von Experten in der Cloud gemanagt werden. Die Zahlung erfolgt nutzungsbasiert, was erheblich weniger Kapitalbedarf bedeutet. Die Cloud bietet Flexibilität und Beweglichkeit, weil Unternehmen ihren Rechenbedarf verteilen und schnell an Marktänderungen anpassen können.

Statistische Daten: Cloud Computing

  • Laut einer Studie der Universität Mailand bringt Cloud-Computing für kleine und mittelständische Unternehmen einen stärkeren Nutzen als für Grosskonzerne. In Europa ist der Anteil an KMUs höher als in anderen Regionen der Welt. Daher lassen sich mit dieser Technologie hier mehr IT-Einsparungen realisieren und mehr Stellen schaffen als anderswo.
  • Die britische Regierung geht davon aus, dass sie durch die Verlagerung von Services in die Cloud bis zu 20 % der IT-Ausgaben einsparen wird.
  • Microsoft hat vor kurzem eine Cloud-Version der Office-Suite auf den Markt gebracht, mit der Unternehmen teure Lizenzen sparen können und nur für die Anwendung zahlen, die sie auch wirklich nutzen. Die Kosten für Lizenzen sind für viele Finanz-Controller ein gravierendes Problem. Darauf hat Microsoft nun reagiert.
  • Die führende Research-Organisation IDC geht davon aus, dass sich die IT-Ausgaben für Cloud-Services bis 2013 verdreifachen und USD 44,2 Mrd. erreichen. Laut den Analysten hat Cloud-Computing durch die Krise noch an Bedeutung zugelegt, weil man damit insbesondere Investitionskosten senken kann.
  • Gartner schätzt, dass 10,2 % der Ausgaben für externe IT-Services weltweit auf Cloud-Computing-Experten entfallen.
  • Gartner sagt, dass Organisationen ein Drittel ihres bestehenden IT-Budgets für Cloud-Services verwenden. Allerdings wird auch ein zusätzliches Budget bereitgestellt, das letztendlich Kosteneinsparungen im Hinblick auf das gesamte IT-Budget ermöglichen soll.

Engaging views: Colt’s vision of the Smart Cloud

INTELLIGENTE CLOUD-NUTZUNG

Unser neuestes Whitepaper, Die intelligente Cloud ist einsatzbereit, ist eines der ersten Beispiele für das, was Francois Eloy, Leiter von Colt Communications Services, als nutzenbasierten Erklärungsansatz bezeichnet. Damit sollen die Vorteile des Cloud-Computing – anders als bei der herkömmlichen, technologieorientierten Perspektive – aus Unternehmenssicht dargestellt werden.

Das Whitepaper geht auf die verschiedenen Definitionen des Cloud-Computing ein, wobei diejenige von Technikautor Nicholas Carr bevorzugt wird. Er verwendet eine Analogie zu Betriebsmitteln wie Strom oder Gas. Sein Standpunkt, den er in dem bahnbrechenden Werk The Big Switch (2008) darlegt, lautet: Rechenleistung wird zu einem Betriebsmittel werden, und das ist für Unternehmen nur von Vorteil. Er beschreibt, wie Betriebe im Viktorianischen Zeitalter ihre eigene, kostenintensive Stromversorgung aufbauen mussten, bevor sie überhaupt etwas produzieren konnten. Dann kamen Thomas Edison und andere Erfinder, die überlegten, wie Elektrizität in grossen Kraftwerken erzeugt und dann an Unternehmen geliefert werden konnte, die den Strom wiederum in der gewünschten Menge und zu dem gewünschten Zeitpunkt verbrauchen konnten.

Laut Carr verhält es sich mit der Rechenleistung wie mit Strom: Sie kann von grossen Werken bereitgestellt werden, also von Rechenzentren, die an Standorten mit günstigen Immobilienbedingungen errichtet werden. Dann wird die Leistung als Service über sichere Hochgeschwindigkeitsnetzwerke geliefert (dem Äquivalent zu Stromleitungen, die das Land überziehen).

Der Vergleich zwischen Cloud-Computing und Stromerzeugung findet allerdings nicht bei jedem Gefallen. So wird argumentiert, dass die Abnahme von Strom aus dem Netz eine Einbahn-Transaktion darstellt, die Nutzung der Cloud hingegen in zwei Richtungen verläuft. Sie kaufen Rechenkapazität und die Leistung eines Netzwerks. Dann übermitteln Sie Daten, speichern diese und rufen sie wieder ab. Zwischen dem Anbieter und dem Nutzer besteht hier ein deutlich grösseres Mass an Interaktion. Daher stimmt es also, dass die Analogie nur begrenzt gültig ist. Sie ist aber passend, um zu erklären wie die Cloud eigentlich funktioniert.

Unser Whitepaper verdeutlicht einfach, dass Rechenleistung, Anwendungen und alle möglichen Services in der Cloud bereitgestellt werden, ob die Analogie nun stimmt oder nicht. Das bedeutet wiederum, dass die Grösse Ihres Unternehmens weniger wichtig ist als früher. Die Cloud lässt sich intelligent einsetzen, weil Sie Rechenleistung und Anwendungen nutzen können, die bislang nur grossen Organisationen zur Verfügung standen. Vor Cloud-Computing musste man die erforderliche Lösung selbst aufbauen und nutzte sie auch nur intern. Nun steht die benötigte Rechenleistung allen Nutzern in gleichem Masse jederzeit zur Verfügung.

Wir haben Smart Office entwickelt, mit dem kleine und mittelständische Unternehmen diese Chance optimal nutzen können. Die Lösung bietet Sprach- und Datenservices sowie verschiedene andere Möglichkeiten, die Ihre Arbeitsweise revolutionieren werden.


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