Vielfach wird uns die Frage gestellt, ob die Anbindung an ein MPLS VPN auch über DSL Leitungen (ADSL, SDSL) realisiert werden kann. Dies kommt daher, dass die Deutsche Telekom/T-Systems MPLS Netzwerke ursprünglich nur auf Basis von Leased Lines als Zuführungsmedium angeboten hat.

Prinzipiell ist ein DSL Anschluss nichts anderes als ein Zugang in das IP Backbone eines Anbieters. Innerhalb seines Netzes gibt der Anbieter dem Kunden dann den Zugang zum Internet frei.
Soll nun ein MPLS-Routing erfolgen, benötigt man einen MPLS-fähigen Router. Dieser kann sowohl beim Kunden direkt vor Ort  (Customer Premise Equipment) oder im Netz des Anbieters stehen.
Der Anbieter sperrt den Internetzugang in seinem Netz und der MPLS-Router definiert präzise über welche Routen die Datenpakete innerhalb des Netzes gesendet werden. Dies erfolgt mittels eines „Labels“, also ein Etikett, das jedes Datenpaket hierfür erhält. Dort ist Anfang, Weg und Ziel definiert.

Von der eigentlichen Zuführungstechnologie der Leitung (DSL, Leased-Line, Glasfaser etc…)ist der Betrieb eines MPLS-Netzes demnach unabhängig.

Es kann somit auch ohne weiteres auf DSL-Infrastruktur realisiert werden. Mittlerweile bieten dies alle großen Carrier an. Auch die Deutsche Telekom/T-Systems mit ihrem Produkt „IntraSelect“.

Da DSL-Leitungen prinzipiell recht preisgünstig sind, nutzen viele unserer Kunden eine solche Infrastruktur für Ihre MPLS-Netze. Je nach Verfügbarkeitsanforderungen des jeweiligen Standortes empfehlen wir jedoch sich auch Gedanken über höherwertige Anbindungen inkl. leistungsfähiger Backups zu machen.

Denn wie wir alle wissen gibt es nichts unangenehmeres als einen Ausfall des Unternehmensnetzes.

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