MPLS Verträge richtig abschließenWir sehen zu viele inakzeptable Klauseln und Einschränkungen in ITK bzw. MPLS Verträgen, die Sie nicht einfach so hinnehmen müssen. Nicht minder wichtige sind natürlich die Vertragsverhandlungen im Vorfeld mit klaren Regelungen und SLA´s.

 

Die Liste der 10 größten Fehler bei MPLS Verträgen:

 

1.) Keine Kündigungsklausel ohne Vertragsstrafe:

Inakzeptable Situationen müssen eine Kündigung ohne Vertragsstrafe auslösen können. Definieren Sie diese Situationen für sich und nehmen Sie sie auf.

2.) Keine Anpassungsklausel:

Ihr Unternehmen entwickelt sich, Ihr Datennetzwerk „atmet“ mit: Dienste müssen sich flexibel anpassen. Nehmen Sie immer Abschmelzklauseln von z.B. +/-20% für Veränderungen an Ihren MPLS Standorten auf.

3.) Mindestumsatz- bzw. Abnahme-Verpflichtungen nicht zu feingranulär:

Warum eine Mindestanzahl von Mobilfunkkarten, Festnetztelefonie und Datenumsatz (MPLS, EPN, Lan-Links) definieren? Umsatz ist Umsatz. Mindest-Umsatzverpflichtungen sollten zusammengefasst werden, sofern sie beim selben Anbieter liegen.

4.) Zu hohe Mindestumsatz- bzw. Abnahme-Verpflichtungen:

Durch Abnahmeverpflichtungen sollen meist bessere Konditionen beim Anbieter verhandelt werden können. Oft ist ein Abnahmeversprechen hierfür aber gar nicht notwendig. Nicht alle Telcos haben dieselbe Verhandlungsmacht Ihnen gegenüber. Kleinere oder für Sie neue Anbieter, müssen ein „Eintrittsgeld“ bezahlen, um mit Ihnen Geschäfte machen zu können. Das Weglassen von Mindestabnahmeverpflichtungen ist ein gutes Beispiel.

5.) Fehlende Service-Level-Agreements (SLA):

Der einzige Zweck eines Datennetzes (MPLS/Ethernet etc..) besteht darin, Ihre Daten zuverlässig von einem Ort zum anderen zu transportieren. All zu oft versuchen sich Anbieter hier durch zu grobmaschige SLAs aus der ureigensten Verantwortung zu stehlen. Ein SLA ist dazu da, dass er einen Anbieter Ihnen gegenüber verpflichtet. Konsequent und mit vorher definierten Folgen. Bleiben Sie hart und prüfen Sie SLAs genau. Im Interesse Ihres Datennetzes und der Zufriedenheit Ihrer User.

6.) Installationszeiten:

Hier winden sich die Anbieter wie Aale im Eimer. Formulieren vage Dinge wie: „Typischerweise betragen die Installationszeiten branchenübliche xy Arbeitstage im Bereich MPLS.“ Erstens sind Arbeitstage keine Wochentage. Rechnen Sie nach, wieviel Wochen sich hieraus ergeben. 60 Arbeitstage sind 84 Kalendertage. Zuzüglich Feiertage! Darüber hinaus bringt Ihnen die branchenübliche Installationszeit überhaupt nichts, wenn Sie bereits seit 6 Wochen auf Ihre MPLS-Leitung warten. Ein Upgrade der Leitungstechnologie ermöglicht meist kürzere Installationszeiten, da höherwertige Dienste auch schneller installiert werden. Ein höherwertiger Dienst wird Ihnen von Ihrem Anbieter allerdings nur angeboten werden, wenn er unter Druck steht und liefern muss. Klar definierte Installationszeiten helfen hier.

7.) Nachlässige Kundenbetreuung:

Die Zufriedenheit einer Firma mit Ihrem Telekommunikations- oder IT-Anbieter hängt erfahrungsgemäß stark vom zugeordneten Kundenbetreuer und dessen Performance ab. Die meisten Verträge bilden dies nicht ab und gewähren kein Wahlrecht bzgl. des Kundenbetreuers oder diesbezügliche Qualitätsstandards. Oft empfinden es Kunden als sehr mühsam, wenn Kundenbetreuer alle 2 Jahre turnusmäßig ausgewechselt werden. Sie sollten mitbestimmen können, wie und von wem Sie betreut werden. Definieren Sie das, oder arbeiten Sie mit Savecall. Wir wechseln unsere Kundenbetreuer niemals ohne Ihren ausdrücklichen Wunsch 😉

8.) Eigentlich schwer zu glauben:

Viele Verträge sehen bei vorzeitiger Beendigung auch dann Vertragsstrafen vor, wenn Sie nur eine Technologie wechseln. Also zum Beispiel, beim gleichen Anbieter, von einem MPLS-VPN zu einem EPN (Ethernet Private Network). Hallo? So lange Sie die Dienste nach wie vor vom gleichen Anbieter kaufen, muss ein Technologiewechsel natürlich kostenfrei möglich sein. Es kann sogar Sinn machen, den Anbieter zu einer marktüblichen Anpassung der eingsetzten Technologie zu verpflichten.

9.) Zu lange Vertragslaufzeiten:

Viele Unternehmen stimmen längeren Vertragslaufzeiten zu, um dem Aufwand erneuter Verhandlungen oder Ausschreibungen aus dem Weg zu gehen. Das lohnt sich nicht. Halten Sie Ihre Vertragslaufzeiten kurz (2-3 Jahre). Sofern aufgrund hoher Installationskosten auch 5 oder 7 jährige Verträge nötig sein sollten, bauen Sie Preisanpassungsklauseln nach 3 Jahren Vertragslaufzeit (zu Marktkonditionen) ein. Greifen Sie ggfs. auf Berater oder einen Experten wie Savecall zurück, welcher Verhandlungen automatisch für Sie durchführt. Es lohnt sich.

Tip: Kündigen Sie Ihre MPLS-Netzwerk Verträge sofort, nachdem Sie sie unterzeichnet haben! Ja. Sie haben richtig gelesen. Automatische Vertragsverlängerungen werden so verzichtet und Ihr Vertragspartner weiss sofort und glaubhaft, dass er mit Ihnen bei der Verlängerungsverhandlung keine Spielchen spielen kann.

10.) Ungenaue oder unverständliche Abrechnungen:

Ihr Telekommunikations- oder IT-Anbieter trägt die Verantwortung für ein nachvollziehbares und korrektes Billing. Sehr oft sehen wir hier große Differenzen zwischen Kundenanspruch und Wirklichkeit. Sofern Zahlungen zurück gehalten werden, drohen Anbiter gerne mit Dienstabschaltungen. Regeln Sie für solche Fälle die Zahlung auf ein Treuhandkonto. Sofern der Anbieter seine Abrechnung ordentlich nachgewiesen hat, wird das Geld frei gegeben. Ansonsten nicht. Die Arbeit ist somit nicht bei Ihnen und der Spieß umgedreht.

Fazit? Die Verhandlung eines soliden Vertragswerkes mit klaren Regelungen und SLA´s zahlt sich aus. Schauen Sie bei Ihren MPLS Verträgen am Anfang genau hin, dann haben Sie später keinen Streß. Das lohnt sich immer :-).

Wenn Sie mehr zu diesem Thema erfahren wollen, kontaktieren Sie uns. Unsere Experten beantworten gerne Ihre Fragen.

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Nikolaus von Johnston Nikolaus von Johnston General Manager Savecall Tel.: +49 (0)89 / 219 914 810 E-Mail: kontakt@savecall.de Lesen sie auch meinen Blog


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