Dem Internet gehen die IP-Adressen ausSind IP-Adressen bald Mangelware? Im Internet werden Kommunikationspakete wie bei der Post nur mit einem funktionierenden Adress-Schema korrekt zugestellt, dem sogenannten Internet-Protokoll (IP).

Das wurde in den 1980er Jahren in der Version 4 (IPv4) eingeführt und bietet Platz für 4,3 Milliarden Rechner mit einer eindeutigen Adresse. Doch mit der zunehmenden Vernetzung von PCs, Smartphones und immer mehr anderen internetfähigen Geräten gehen jetzt die IP-Adressen aus. Vergleichbar mit der damaligen Umstellung auf die neuen fünfstelligen Postleitzahlen wird die Version IPv6 im Internet eingeführt.

Das betrifft natürlich auch Unternehmen. Denn zwei internetfähige Geräte können nur kommunizieren, wenn sie eindeutige IP-Adressen des gleichen Schemas verwenden. E-Mails, die auf IPv6 basieren, können nicht an ein IT-System zugestellt werden, das nur IPv4 kennt.

Gleiches gilt für den Aufruf von Websites und die Nutzung von Online-Angeboten. Jedes Unternehmen muss sich seine eine Strategie für die Umstellung zurechtlegen. Mitarbeiter müssen für das neue Adress-Schema geschult, Testgeräte angeschafft werden, Neuanschaffungen sollten IPv6 beherrschen.

Unternehmen müssen ihre IT-Dienstleister und Internet-Anbieter ansprechen, ob diese den neuen Standard beherrschen. In den meisten Netzwerken sind lediglich einige Komponenten auszutauschen, allerdings sollte die Schulung von Mitarbeitern als Kosten- und Zeitfaktor nicht vernachlässigt werden.

Deutsche Telekom verteilt aktiv neue IP-Adressen (IPv6) an Kunden

Geschäftskunden erhalten u.a. bei Telekom CompanyConnect  bereits seit März 2012 IPv6-Adressen per Dual-Stack verteilt, sagte Bruno Jacobfeuerborn, Geschäftsführer Technik Telekom Deutschland, auf dem IPv6-Gipfel in Potsdam. Mehr als 10.000 Telekom-Kunden können dadurch schon heute IPv6 nutzen.Im Mobilfunk will die Telekom IPv6 erst im kommenden Jahr einführen, dann aber ebenfalls per Dual-Stack. Dual-Stack bedeutet, es werden IPv4 und Ipv6 gleichzeitig zugewiesen, so dass beide Protokolle parallel genutzt werden können.

Datenschutz darf nicht auf der Strecke bleiben

Bundesdatenschützer Peter Schaar mahnt auf dem IPv6-Gipfel derweil Datenschutzlösungen für IPv6 an, denn der deutlich vergrößerte Adressraum mache es möglich, jedem Gerät eine eigene, statische IP zuzuweisen, womit jedes Gerät und damit auch jeder Nutzer jederzeit wiedererkannt werden kann.

Schaar schlägt vor, jedem Nutzer mehrere IPv6-Adressen zuzuweisen, sowohl statische als auch dynamische. Je nach Dienst sollen dann unterschiedliche IP-Adressen genutzt werden, die statische beispielsweise für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen, wie bei der Internettelefonie, dynamische dann für das Surfen im Netz.

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